Mit dem Wohnmobil an die Nord- und Ostsee

Heute war noch einmal ausschlafen angesagt. Das Wohnmobil steht bereits voll gepackt vor dem Haus, nur die Wertsachen müssen noch eingeladen werden. Unser Ziel wird dieses Mal die Nord- und Ostsee sein. Der Wetterbericht hat für die nächsten 2 Wochen überwiegend gutes Wetter vorher gesagt, hoffen wir dass er Recht hat 😉 . Schönes Wetter, vor allem länger anhaltend, ist ja im Norden nicht unbedingt selbstverständlich.
Bald sind auch die letzten Dinge verstaut und es geht los. Am heutigen Maifeiertag gilt auch das Lkw Feiertagsfahrverbot, schön für uns, denn die Straßen sind frei und gut befahrbar. Nach über 500 gefahrenen Kilometern ist heute Nachmittag in Gifhorn erst einmal Schluss für heute.

Gifhorn

Auf dem Stellplatz am Freizeitbad Allerwelle suchen wir uns ein Plätzchen für den Rest des Tages und die Nacht. Der Platz liegt neben einer schönen Parkanlage mit Mühlenmuseum und auch die historische Altstadt ist einen Besuch wert. Im Ort spürt man die Nähe zu Volkswagen. Das VW Werk Wolfsburg ist nur 10 Kilometer entfernt und die Preise in allen Lokalen dem hohen Lohnniveau der Volkswagenmitarbeiter angepasst.

Stellplatz Gifhorn neben Freizeitbad Allerwelle

Mühlenmuseum in einer Parkanlage

Mühlenmuseum in einer Parkanlage

Mühlenmuseum in einer Parkanlage

Mühlenmuseum in einer Parkanlage

Wir haben richtig gut geschlafen, der hintere Teil des Platzes wird gerade umgebaut und war deshalb stockdunkel, da stehe ich lieber als direkt unter einem Stadionstrahler. Die Stromsäule schluckt zwar heute Morgen unseren Euro, liefert aber keinen Strom. Offensichtlich sind die Stromsäulen noch gar nicht angeschlossen, ein Hinweis darauf aber Fehlanzeige. Also nichts mit Senseo sondern Kaffee wie früher 🙂
Mit Terry gehe ich meine Runde durch den Park um anschließend Frühstücksbrötchen zu holen. 4 gemischte Brötchen mit Körner für knappe 4 Euro 😦
Wir fahren weiter nach Lüneburg

Lüneburg

Lüneburg wollten wir schon immer einen Besuch abstatten. Die Hansestadt am Rande der Lüneburger Heide hat eine sehr attraktive und sehenswerte Altstadt. Für einen Halt oder eine Übernachtung bietet sich der Lüneburger Wohnmobilstellplatz Sülzwiesen an, von dort ist das Zentrum auch gut zu Fuss erreichbar.
Hier noch einige Bilder aus Lüneburg

 

Stellplatz in Lüneburg

Altstadt Lüneburg

Altstadt Lüneburg

Altstadt Lüneburg

Rathaus Lüneburg mit Markttag

In Lüneburg werden wir nicht übernachten. In Bienenbüttel, etwa 10 Kilometer südlich von Lüneburg hatten wir auf der Herfahrt einen sehr schönen und naturnahen Stellplatz gesehen, für den es sich lohnt nochmals einige Kilometer zurück zu fahren.

Bienenbüttel

Hier in Bienenbüttel bleiben wir über Nacht. So schön der Ort auch ist, ein gutes Lokal haben wir leider nicht gefunden. In einem kleinen Lokal – das auch einen Pizzalieferservice anbietet – glaubten wir etwas „Feines“ zu bekommen. Irrtum, das war ein richtiger Griff ins Klo, die Fertigware mit Fertigsoße aus der Packung war nahezu nicht genießbar. Der Gipfel war dann noch, dass uns eine Plastikflasche Mineralwasser der Aldi Hausmarke (Aldi Preis € 0,29) mit 2 Gläsern für 4,00 € auf den Tisch gestellt und berechnet wurde. Ich musste immer an den Restauranttester Christian Rach denken, der hätte hier die helle Freude gehabt 🙂

Bienenbüttel

Geschlafen haben wir super, die Nacht war absolut ruhig und frühmorgens weckte uns das Gezwitscher der Vöglein. Der Ort und vor allem auch der Stellplatz wäre eigentlich ein sehr guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in dieser bezaubernden Gegend  (dann müssten wir uns allerdings ein Restaurant / Lokal suchen 😉 ) aber wir wollen ja weiter in Richtung Norden an die Küste.

St. Peter Ording

Anfangs kommen wir sehr gut voran bis uns dann bei Hamburg ein heftiger Stau erwartet, der uns ganze 2 Stunden Zeit kostet. Durch Brückensanierungsarbeiten wurde kilometerlang die Fahrspur verengt und danach ging´s weiter als ob nichts gewesen wäre. Um so schöner als wir dann endlich gegen Mittag die Nordseeküste bei St. Peter Ording erreichen. Den „Reisemobilhafen“ wie er sich selber nennt kennen wir schon von unserem letzten Aufenthalt hier in Ording. Dieser funktioniert nur über Automaten und ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wer die deutsche Sprache nicht perfekt beherrscht, wird hier sicher nicht auf Anhieb klarkommen. So lies sich auch während unseres Aufenthaltes immer wieder beobachten, dass spät ankommende ausländische Wohnmobile wieder kehrt machten, da sie den ausschließlich in Deutsch gefassten Hinweisdschungel für undurchdringbar hielten.

Einfahrt zum Reisemobilhafen in St. Peter Ording

In St. Peter Ording bleiben wir die nächsten Tage. Der Ort ist wunderbar für Radtouren zum Leuchtturm nach Westerhever oder in die andere Richtung auf dem Damm entlang zum Eidersperrwerk bei Tönning und auch für Wanderungen entlang der Küste.
Am zweiten Tag hatte ich leider Pech: Plattfuß, ein Alptraum für jeden Radfahrer und das auch noch 8 km vom Ausgangspunkt entfernt. Dummerweise hinten, da kann man auf freier Strecke bei einem e-bike kaum den Schlauch selbst wechseln. Später stellte sich heraus, dass die Übergangsstelle vom Ventil zum Schlauch defekt gegangen war. Also ist erst einmal Fußmarsch und schieben angesagt. Glücklicherweise finde ich in Ording gleich eine Fahrradwerkstatt – ein 1-Mann Betrieb – der das Problem mit neuem Reifen und Schlauch sofort löst. Wenn ich wieder zuhause bin, dann werde ich mir unplattbare Reifen montieren, der hilfsbereite Fahrradmechaniker vor Ort hatte solche leider nicht auf Lager, der meinte nur „da verkaufen die so teure Räder und bauen so einen Mist drauf“ 😉

Strand bei St. Peter Ording

Strand bei St. Peter Ording

Strand bei St. Peter Ording

Leuchtturm Westerhever , noch in weiter Ferne

Westerhever, ein Leuchtturm wie aus dem Bilderbuch

Strand bei St. Peter Ording – noch einsam auch für Wohnmobile

Reiter im Wattenmeer

Nach 3 wunderschönen Tagen in St. Peter Ording geht es für uns weiter auf die andere Seite von Schleswig Holstein an die Schlei nach Schleswig.

Schleswig – Traumstadt an der Schlei

Schleswig, eine schöne Stadt an der Schlei mit einem ebenso schönen Wohnmobilstellplatz. Den Stellplatz hatten wir schon vor Jahren einmal besucht – da war dieser noch wesentlich kleiner – und auch damals in sehr guter Erinnerung behalten. Nach einer Besichtigung der Stadt unternehmen wir noch eine Radtour rund um die Schleswiger Schlei. Der Fahrradweg ist ausgeschildert und verläuft abseits von viel befahrenen Straßen der Schlei entlang durch die Natur.

Der Wohnmobilstellplatz am Hafen mit Blick auf den Dom St. Petri

Dom St. Petri

Schleswig

Schleswig

am St. Johannis Kloster beim Holm

wunderschöner Radweg rund um die Schlei

Heute Morgen führt uns unsere Rundreise weiter nach Damp einem Ostseebadeort auf der Halbinsel Schwansen, etwa 40 Kilometer von Schleswig entfernt.

Ostseebadeort Damp

Die Radwege bei Damp direkt an der Ostsee sind einfach traumhaft. Auf der einen Seite Natur pur auf der anderen Seite der Blick auf die weite Ostsee. Ebbe und Flut wie man Sie an der Nordsee erlebt, gibt es hier gar nicht. Der Ort selbst ist ein Kur- und Heilort und hat sonst nicht viel zu bieten.

Ostseebad Damp – weißer Strand

traumhafte Fahrradwege entlang der Küste und einsame Strandabschnitte

einer der wenigen Momente wo es sich Terry mal bequem gemacht hat 😉

Im Zentrum von Damp – der Sportboothafen

Der neue Wohnmobilstellplatz von Damp hat eine eher weniger attraktive Lage. Er liegt etwas ausserhalb des Ortes im Anschluss an einem Grossparkplatz und bietet keine Sicht auf die Ostsee. Dafür ist der Platz absolut ruhig in einer schützenswerten Natur.

Kappeln – idyllische Hafenstadt an der Schlei

Unsere Rundreise geht weiter in Richtung Norden. Die idyllische Hafenstadt hat sich zu einem kleinen Zentrum an der Schlei entwickelt. Sehenswert ist die zweiflügelige Doppelklappbrücke die in regelmäßigen Abständen für durchfahrende Schiffe angehoben wird. Die historische Altstadt mit zahlreichen Geschäften, Cafes und Gaststätten ist allemal einen Besuch wert. Auf dem Wohnmobilstellplatz wollen wir nicht bleiben, die noch freien Plätze gefallen uns nicht so gut.

Blick auf Kappeln

Kappeln

die Brücke öffnet sich für durchfahrende Schiffe

auf den Radwegen um Kappeln entdeckt man schöne Ort

Wir fahren weiter ins 15 km entfernte Fischerdorf Maasholm direkt an der Schleimündung in die Ostsee.

Maasholm

Ein schönes Fischerdörfchen mit vielen denkmalgeschützten Bauten das schon mehrmals zum „schönen Dorf Schleswig Holstein“ gekürt wurde. Zwischenzeitlich lebt der Ort überwiegend vom Tourismus. Auf dem Wohnmobilstellplatz direkt am Hafen und mit Blick auf die Ostsee finden wir auch gleich ein schönes Plätzchen. Die neuen Sanitäranlagen auf dem Stellplatz sind wirklich erste Klasse. Hier bleiben wir einige Tage. Radtouren zum Kap am Geltinger Birk sowie nach Kappeln sind Pflicht.

Fischerhafen Maasholm

Vogelschutzgebiet Schleimündung

Schutzhütte der Vogelwarte

Radweg zum Naturschutzgebiet Geltinger Birk

Leuchtturm Geltinger Birk

Leuchtturm Geltinger Birk mit Radweg

am Geltinger Birk

am Geltinger Birk

Fischer- und Feriendorf Maasholm

Nach den schönen und erholsamen Tagen hier in Maasholm denken wir langsam wieder an die Fahrt zurück in Richtung Süden. In Eckernförde wollen wir aber nochmals einen Halt einlegen und auch über Nacht bleiben.

Eckernförde

Vor Jahren war der Ort noch mit einem grauenhaften Wohnmobilstellplatz ausgestattet. Zwischenzeitlich besitzt der Ort einen modernen Stellplatz mit allen erdenklichen Einrichtungen der auch preislich eher einem Campingplatz nahe kommt.

Eckernförde, Einfahrt zum neuen Stellplatz

Strand in Eckernförde, hinten die Schiffe der Bundesmarine

Fischerhafen in Eckernförde

Eckernförde, ganz geprägt durch Tourismus und den Standort als Bundesmarine. Am nächsten Morgen geht unsere Fahrt weiter nach Plön

Plön – am Plöner See

wo wir aber nur einen kurzen Halt einlegen, denn wir wollen noch zeitig unser heutiges Tagesziel in Eutin erreichen.

Stellplatz Plön, am kleinen Plöner See

Kleiner Plöner See

Eutin

Eutin in der Holsteinischen Schweiz hat viel Natur zu bieten. Der Radweg um den Großen Eutiner See ist bezaubernd und schön zu radeln. Ansonsten hat die Stadt wenig sehenswertes zu bieten und steht zu Recht im Schatten seiner bekannten Nachbarn Plön, Kiel oder Lübeck. Der neu gestaltete und erst kürzlich eröffnete Wohnmobilstellplatz ist ein Abklatsch von Eckernförde und nur an den Einzelleistungen gerechnet auch noch merklich teurer.

Stellplatz Eutin, neu gegenüber einer Kaserne an einer viel befahrenen Strasse

Marktplatz Eutin

Großer Eutiner See

am Radweg rund um den Eutiner See

In Eutin bleiben wir nur einen Tag und eine Nacht.
Heute Morgen wollen wir ein größeres Stück Fahrstrecke zurücklegen. Soweit der Verkehr es zulässt bis in die Gegend um Berlin.

Werder an der Havel

ist unser letzter Halt bevor es endgültig wieder nach Hause geht. Es ist das erste Mal, dass wir auf dem offiziellen Stellplatz Unter den Linden einen Platz bekommen. Der Platz ist vermutlich wegen seiner Nähe zu Berlin und Potsdam sehr begehrt und auch der Tagespreis von € 10 noch in Ordnung. Gleich gegenüber findet sich eine gute Pizzeria in der wir auch den Tag und somit auch unsere Tour ausklingen lassen

Stellplatz am Wasser

Werder an der Havel

Hier noch eine Übersichtskarte, zum vergrößern einfach anklicken:

zum vergrößern klicken

 

 

Die erwähnten Wohnmobilstellplätze werde ich später nach und nach mit einer Beschreibung verlinken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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8 Gedanken zu „Mit dem Wohnmobil an die Nord- und Ostsee

  1. ☼aktiv60plus☼

    Eine tolle, erlebnisreiche Tour und gutes Wetter. Was will man mehr? Höchstens ein Plätzchen wie Terry ergattern und sich spazieren fahren lassen 😉 Ein hübscher Kerl 😀 Allerdings ohne Platten. Ich hatte noch keinen, aber schon immer die unplattbare Version . Gute Wahl.
    Liebe Grüße Sigrid

    Antwort
    1. Labby Autor

      Vielen Dank. Ja das Wetter hat wirklich gepasst. Terry hatte das beste Plätzchen, wusste es nur nicht zu schätzen. Die kleine Hündin wollte lieber immer laufen 😉 . Was meine Reifenpanne betrifft: Aus Schaden wird man bekanntlich klug 🙂
      Gruss Wolfgang

      Antwort
      1. ☼aktiv60plus☼

        Ach ja, so ist es. Kann sicher auch mir passieren, aber ich hatte wohl bisher viel Glück, vor allem seit ich die Schwalbe Marathon drauf habe. Sie haben inzwischen knapp 6000 Kilometer weg und war noch nie was dran. Da bin ich froh. Aber ist doch gut, wenn Terry gerne läuft. Bewegung ist gut – nicht nur für uns Menschen! Liebe Grüße

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