Italientour Toskana, Umbrien, Abruzzen und mehr….Ostern 2018

Die letzten beiden Tage habe ich unser Wohnmobil aus seinem Winterschlaf geholt, die Winterräder montiert – ja das ist trotzdem noch notwendig – und in aller Ruhe gepackt und für die Tour vorbereitet. Mein Lieblingsmensch muss noch 2 Tage arbeiten, schön für mich alle Zeit für die Vorbereitungen zu haben. Diesmal wollen wir runter bis in die Abruzzen, aber einen genauen Routenverlauf haben wir uns nicht vorgenommen. Zu groß scheint die Unsicherheit mit dem Wetter im Moment noch zu sein.

Über den Brenner nach Verona

Die Anfahrt über Österreich und weiter über den Brenner verläuft problemlos, es ist wenig Verkehr und macht richtig Spass zu fahren. In Kufstein lege ich nochmals einen Tankstopp ein, denn mit so günstigen Dieselpreisen werden wir in Italien wohl nicht verwöhnt werden 😉

Tankstelle in Kufstein – Diesel 1.129 😉

Den Brenner erreichen wir schon bald nach Mittag. Es liegt zwar kein Schnee, die Strassen sind frei und gut befahrbar aber Streusalz hat man in Österreich offenbar genug zur Verfügung. Wieder mal ist der Brenner so eine Art Wetterscheide. In Deutschland und Österreich hatte es noch 3° und 100 km weiter in Richtung Südtirol schon ganze 17° – Tendenz steigend 🙂
Wer hier öfter mal mitliest weiß, dass oft Rovereto unser erster Haltepunkt ist aber dieses Mal möchten wir weiter bis nach Verona. Das Wetter hier in Italien ist herrlich und es wäre viel zu schade unsere Tagesetappe schon hier zu beenden. Verona, schon oft von uns besucht, ist immer einen Abstecher wert.

Stellplatz Verona Porta Palio

Den Stellplatz in Verona, den wir schon von zahlreichen Besuchen kennen erreichen wir gegen 17 Uhr. Unsere Stellplatznachbarn lernen wir auch gleich kennen, ein nettes junges Pärchen aus Österreich das gerade gemütlich vor dem Wohnmobil sitzt und die Sonne genießt. Den Stellplatz hatte ich in deutlich besserer Erinnerung: Die Ver- und Entsorgungseinrichtung macht heute einen ungepflegten und verdreckten Eindruck und die Glassplitter einer gebrochenen Autoglasscheibe lassen erahnen, dass der Platz seine Unschuld verloren hat.

Verona

Wir machen uns auf in die Stadt, heute wollen wir das italienische Flair in Verona genießen, noch etwas shoppen und bestimmt finden wir auch noch ein gutes Lokal, auch das milde abendliche Wetter spielt mit.

Verona

Verona

Verona

Ein wunderschöner Abend und eine absolut ruhige Nacht.
Entgegen unserer eigentlichen Planung bleiben wir auch am nächsten Tag noch in Verona, wir haben ja jetzt etwas mehr Zeit 😉

Verona – der bekannte Balkon

Verona

Verona

Verona

Verona

Verona

Der Stellplatz hier in Verona ist sehr zweckmäßig, zentrumsnah und ganz in Ordnung aber so schön, dass wir noch eine weitere Nacht hier verbringen möchten ist er auch nicht. Wir machen uns deshalb nachmittags auf den Weg nach Modena. Ein Camperclub betreibt dort einen Stellplatz den mir ein Bekannter wärmstens empfohlen hat.
Aber zuvor steht noch eine Wohnmobilwäsche auf dem Programm. Auf der Fahrt über die Strada Provinciale nach Modena halte ich Ausschau nach einem SB Waschplatz für mein Fahrzeug und werde auch bald fündig. Auf der Fahrt durch Österreich und über den Brenner wurde mein Mobil mit einer dicken Salzdreckschicht überzogen, die ich keinen Tag länger anschauen möchte.

Ganze 6 Gettoni und einen 30 minütigen Zwischenstopp gönne ich meinem Fahrzeug um es wieder glänzen zu lassen.

Modena

In Modena erwartet uns ein wirklich schöner und gepflegter Wohnmobilstellplatz, mein Bekannter hatte mir nicht zu viel versprochen. Der Platz war gut besucht, da ein italienischer Campingclub den Camperkollegen aus Modena einen Besuch abstattete.

Wohnmobilstellplatz des Camper Club Modena

Vom Stellplatz des Camperclub führt ein schön ausgebauter und gut ausgeschilderter Radweg direkt ins etwa 6 km entfernte Stadtzentrum.
Keine Stadt hat mich so positiv überrascht wie Modena. Modena kenne ich eigentlich nur als Knotenpunkt von der Autostrada wo man gerne mal vorbei rauscht. Während man von Städten wie Siena, Florenz oder Pisa klare Vorstellungen hat, erwartet man eigentlich von Modena nichts – oder vielleicht einen unpersönlichen Industriestandort oder sonst irgend eine Stadt mit wenig Kunstgeschichte. Aber was man antrifft ist das Gegenteil. Eine beeindruckende italienische Universitätsstadt mit viel Kunstgeschichte und einem bezaubernden abendlichen Flair.

Modena hat uns gut gefallen, auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Camperclub Modena war beeindruckend. Den Platz verlassen wir als Freunde, ich denke wir werden bald mal wieder kommen.
Wir haben ruhig und gut geschlafen. Nach einem Frühstück geht es heute auf der Autostrada weiter nach Florenz.
Tanken am Automat und Mautgebühren bezahlen wir in Italien nur mit VISA Karte. Das ist die bequemste und schnellste Art die Mautgebühren zu entrichten und funktioniert sehr einfach. Zuerst das anfangs gezogene Ticket einschieben und danach in den gleichen Einzug die Kreditkarte. Während der Verarbeitung und Prüfung der Kreditkarte läuft meist ein gelbes Blinklicht, dass dann auf grün wechselt und die Karte wieder entnommen werden kann. Eine PIN ist nicht notwendig. Mit Kreditkarte oder auch EC Karte kann man an jeder Zahlstation bezahlen. Ganz egal ob die Station mit Personal, mit Geldeinwurf oder mit Kartenzahlung avisiert ist.

Florenz

Wir haben wieder Lust auf Florenz. Die letzten Male sind wir immer vorbei gefahren, diesmal wollen wir Florenz – die Stadt der Künste – wieder besuchen. Den relativ zentral gelegenen Stellplatz in der Via del Gelsomino kennen wir schon von früheren Besuchen und steuern ihn auch dieses Mal gerne an. Wer diesen Stellplatz aufsuchen möchte sollte die Ausfahrt Florenz Impruneta benutzen. Manche Navis meinen es gut und lotsen schon bei Scandici raus, dann geht es halt mehr durch die teils enge Stadt 😉

Gleich vor dem Stellplatz befindet sich eine Bushaltestation, aber auch zu Fuss ist die Altstadt von hier aus gut erreichbar.

Heute findet auch noch ein kleiner farbenprächtiger Umzug in Florenz statt, hier einige Eindrücke:
Gar nicht so weit von unserem Stellplatz entfernt finden wir abends auch noch eine sehr gute Pizzeria (il Pipistrello). Aussen völlig unscheinbar, innen rappelvoll. Alles offensichtlich Anwohner aus der Nachbarschaft. Werbung nach aussen hin ist da offenbar gar nicht nötig.

In unserem Wohnmobil schlafen wir super. Obwohl mitten in einer Großstadt kehrt hier nachts absolute Ruhe ein. Erst ab 6 Uhr merkt man langsam wie die Verkehrsadern der Stadt wieder zu pulsieren beginnen.

Chiantital

Heute morgen wollen wir weiter durch das Chianti Tal und dann weiter in Richtung Rapolano Terme.
Das Chiantital besteht aus einer zauberhaften Landschaft mit Weinreben und wunderschönen Wäldern aus Kastanien, Eichen und Steineichen, sowie faszinierenden Ortschaften wie Greve in Chianti oder Radda in Chianti, ein Ort mit Panoramablick und mit zahlreichen altertümlichen Sehenswürdigkeiten. Teilweise werden die gut ausgestatteten und schön gelegenen Wohnmobilstellplätze im Chiantital sogar kostenlos angeboten.

Wohnmobilstellplatz Greve in Chianti

Greve in Chianti

Blick ins Chiantital

Radda in Chianti

Ausblick von Radda in Chianti

Ausblick von Radda in Chianti – unten der Stellplatz

Nach Greve in Chianti und Radda in Chianti führt uns unser Weg weiter an Siena vorbei nach Rapolano Terme.

Rapolano Terme

Nachmittags erreichen wir Rapolano Terme, genug für heute, Zeit uns einen geeigneten Platz für die Nacht zu suchen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Die kurvige Strecke über Hügel und Täler ist doch deutlich anspruchsvoller als eine eintönige Fahrt über die Autostrada, dafür wird man mit einer herrlichen Landschaft und phantastischen Ausblicken immer wieder neu belohnt.

Stellplatz Rapolano Terme

Rapolano Terme

Toskana bei Rapolano Terme

Rapolano Terme

Heute Morgen geht unsere Fahrt weiter nach Terni. Dort möchten wir in einem Supermarkt unsere Lebensmittelvorräte wieder auffüllen und dann weiter zur Cascata delle Marmore – einem der höchsten Wasserfälle Italiens – fahren.

Terni – Cascata delle Marmore

Die Schleusen von Umbriens höchstem Wasserfall öffnen sich in den Wintermonaten nur an wenigen Stunden. Zu welcher Zeit die Schleusen genau öffnen, kann man auch im Internet unter marmorefalls.it nachlesen. Heute um 15 Uhr ist es wieder soweit.
Mit dem Wohnmobil geht es die schmale Straße bergauf über Collestatte und weiter nach San Liberatore. Oberhalb der Kirche gibt es die Möglichkeit für ein Wohnmobil zu parken. Von hier aus führt links ein schöner und ausgeschilderter Wanderweg zu einer Aussichtsplattform, kürzer ist der Waldfahrweg rechts von der Stellmöglichkeit zum Ortsende und dann weiter.
San Liberatore bietet einen wunderbaren Panoramablick bis in die Abruzzen.

Blick auf Collestatte

Panorama von San Liberatore

Kirche in San Liberatore – 1oom weiter links ist eine kleine Parkmöglichkeit

Cascata delle Marmore

 

 

Wer mehr Bilder von der Cascata delle Marmore und weitere Infos zu dieser Region haben möchte, dem empfehle ich meinen Reisebericht Umbrien aus den vergangenen Jahren

Lago di Piediluco

Die Übernachtungsplätze hier um die Cascata delle Marmore kennen wir alle, deshalb haben wir uns für die Nacht einen schönen Stellplatz am Lago di Piediluco ausgesucht. Der See liegt nur etwa 15 km südlich der Cascata delle Marmore und ist der zweitgrößte See Umbriens. Während der Woche kann man den See in ruhiger Atmosphäre genießen und hat den See fast für sich alleine, am Wochenende aber ist hier immer sehr viel los.
Wer in Piediluco – dem einzigen Ort am See – einen Wohnmobilstellplatz sucht, wird erst einmal enttäuscht sein. Alle in den Wohnmobilstellplatzführern ausgewiesene offizielle Wohnmobilstellplätze sind für Wohnmobile zwischenzeitlich gesperrt. Sogar die Zufahrt in den Ort Piediluco ist explizit für Wohnmobile gesperrt. Ob diese Massnahme dem großen Andrang im Ausflugsverkehr an Wochenenden und in der Saison geschuldet ist oder auf eine Initiative des örtlichen Campingplatzes zurückgeht kann ich nicht sagen.
Jetzt vor Ostern und auch noch unter der Woche ist wenig los. Der (ehemals ausgewiesene) Wohnmobilstellplatz wurde wie geschrieben zwischenzeitlich als Pkw Parkplatz deklariert. Die Ver- und Entsorgungseinrichtung wurde abgebaut ist aber noch erkennbar. Wir stellen uns trotzdem auf den Platz und stehen ganz alleine, deshalb hat dies auch niemanden gestört.

Dieser traumhafte Platz war mal ein offizieller Wohnmobilstellplatz direkt am Lago di Piediluco. In vielen Stellplatzführern noch als WoMo Stellplatz angegeben, obwohl mittlerweile nur noch für Pkw zugelassen

Auf jeden Fall ist der See schön zum wandern und Rad fahren. Über Piediluco thront noch eine alte Burg und gute (Fisch-)Speiselokale gibt es auch genügend.

Lago di Piediluco

Lago di Piediluco mit dem mittelalterlichen Bergdorf Labro

Lago di Piediluco

Nach einer ruhigen und sternenklaren Nacht verabschieden wir uns von diesem traumhaften Stellplatz und finden es schade, dass Piediluco keine Alternative hierfür anbietet.

Castel di Tora – Lago del Turano

Unsere Fahrt geht weiter zum Lago del Turano. Zuvor machen wir in Rieti noch einen kleinen Halt und nutzen auch gleich die Gelegenheit – für italienische Verhältnisse günstig – nachzutanken.

Foto: südlich von Rieti auf dem Weg zum Lago del Turano

Unser Ziel ist der kleine Ort Castel di Tora, der liegt auf einer Halbinsel am Lago del Turano unterhalb einer mittelalterlichen Burg. Für Wohnmobilreisende bietet Castel di Tora einen schönen Stellplatz gleich unterhalb der Altstadt an.

Stellplatz Castel di Tora

Das Tourismusbüro gleich nebenan ist noch verwaist. Wir rufen die angegebenen Telefonnummer an um uns anzumelden, aber es meldet sich niemand. Uns egal denn Strom und Wasser sind vorhanden und auch die WC Anlage ist geöffnet. Die Zeit jetzt im Frühjahr sowie im Spätherbst ist die beste Reisezeit um die ländlichen Regionen Italiens kennen zu lernen. Ich möchte nicht wissen, was hier in der Hauptsaison los ist. Auch die Sportgeschäfte entlang am See sind noch geschlossen. Vom Stellplatz aus geht ein Wanderweg hoch zur Burganlage und auch die sehenswerte Altstadt ist leicht zu Fuss erreichbar.

Castel di Tora

Castel di Tora

Castel di Tora

Panorama von der Burganlage Castel di Tora

Panorama von der Burganlage Castel di Tora

Burganlage Castel di Tora

Heute Morgen geht es weiter in die Abruzzen. Vom Lago del Turano aus erreichen wir über die Autostrada A24/A25 durch zahlreiche Tunnel die Abruzzen. Schon beeindruckend wie plötzlich nach einer Tunneldurchfahrt die noch schneebedeckten Berge der Abruzzen Nationalparks auftauchen.

nach einer Tunneldurchfahrt sind sie plötzlich da, die Berge der Abruzzen

In Sulmona möchten wir einen Teil der Osterfeiertage verbringen, wollen aber erst einmal sehen in welchem Zustand uns der Wohnmobilstellplatz erwartet und wie stark dieser gerade besucht wird. Sulmona ist mit seinen etwa 25000 Einwohnern neben L`Aquilla einer der bedeutendsten Orte zwischen den beiden Abruzzennationalparks Gran Sasso und Majella.

Sulmona

Ganz neu ist und sicher bis heute nur sehr wenigen bekannt, dass Sulmona für Wohnmobilfahrer einen neuen Stellplatz zur Verfügung stellt (dazu später mehr) der bisherige und relativ unattraktive Platz in der Via Lapasseri steht aber auch weiterhin zur Nutzung offen.

Sulmona – neuer Wohnmobilstellplatz mit Strom, WC, V+E

DIe nächsten Tage bleiben wir in Sulmona. Die Stadt ist wunderschön, es gibt unzählige Eisdielen und Restaurants und ist idealer Ausgangspunkt für Touren in die umliegenden Orte die nicht alle mit einem Wohnmobil angesteuert werden können. Tolles Italien, in Sulmona hat man den Eindruck das Leben in der Stadt erwacht erst richtig nach Sonnenuntergang. Kaum ein Lokal schließt vor Mitternacht. Lange Tradition haben auch die Osterprozessionen in Sulmona. Zumindest die abendliche Karfreitagsprozession in den nächsten Tagen möchten wir uns nicht entgehen lassen. Eine Spezialität mit Tradition sind die Confetto di Sulmona, eine Art überzogene Schokodragees die entweder lose oder als hübsche (Schokoladendragees-)Blumensträuße angeboten werden.

Confetto di Sulmona – Blumensträuße als Schokodragees – zu schade zum naschen

Sulmona ist eine sehr attraktive Stadt mit historischem Stadtkern – hier einige Fotos:

Der Aquädukt

die Piazza XX Settembre

Aquädukt mit Piazza Garibaldi

Piazza Garibaldi

Sulmona im Mittagsschlaf

Sulmona

Sulmona

Sulmona

Kirche Dom San Gaetano

Einer der Höhepunkte während der Osterfeiertage ist die Karfreitagsprozession, das ist die Prozession der Dreieinigkeit bei der eine Statue der Mutter Gottes sowie der Sarg Jesus Christus durch die Strassen von Sulmona getragen wird. Die ganze Prozession wird begleitet mit Musik und dem beeindruckenden Chorgesang des Männerchores mit 110 Sängern. Den Höhepunkt bietet dann am Ostersonntag der Abschluß mit der laufenden Jungfrau Maria auf der Piazza Garibaldi.

 

Pacentro

In den nächsten Tagen unternehmen wir verschiedene Fahrradtouren, so auch nach Pacentro – gelistetes Mitglied in der Vereinigung der schönsten Dörfer Italiens. Pacentro liegt etwa 6 Kilometer oberhalb Sulmonas und ist somit auch mit dem Fahrrad erreichbar.

Pacentro

Pacentro

Pacentro

Blick von Pacentro auf Sulmona

Gar nicht selten trifft man auch andere sympathische Wohnmobilreisende. Nur selten haben wir es erlebt, das man auf seiner Tour durch mehrere Regionen solchen netten Menschen auch noch ein zweites Mal begegnet. Aber auf dieser Tour sind wir viermal einer Familie mit Sohn aus dem Schwäbischen UL mit Ihrem Mercedes Sprinter über den Weg gelaufen. Und zwar in Florenz, Radda in Chianti, Pacentro und Sulmona. So klein ist die Welt 😉  ,  wollte man sich treffen, dann würde man sich sicher verpassen 🙂

Civitella del Tronto

Nach einigen Tagen Sulmona geht es weiter. Nach all den schönen Tagen haben heute Morgen immer wieder heftige Regenschauer eingesetzt. Über L´Aquilla und Teramo führt uns der Weg nach Civitella del Tronto. Der Starkregen beschert mir eine kostenlose Unterbodenwäsche für mein Fahrzeug über die ich bestimmt nicht traurig bin. Bei dem Regen hatten wir eine Ortsbesichtigung von Civitella schon fast abgehakt, umso leichter fiel uns dann die Entscheidung die Zeit wenigstens für ein gutes italienisches Mittagsmenue zu nutzen. Und, man sieht es auf den Fotos, danach war wieder Sonnenschein 😉

Civitella del Tronto

der „Balkone“ Terrasse mit Ausblick

der Balkone

Civitella del Tronto

Civitella del Tronto sollte man in eine Besichtigung mit einplanen, das Örtchen ist sehenswert und zudem läßt es sich auch mit dem Wohnmobil gut anfahren. Ein Panorama mit Blick bis aufs Meer. Nur wenige Stufen unterhalb der Altstadt ist ein gemischter Parkplatz der auch von Bussen genutzt wird.

Porto Recanati

Wir fahren weiter Richtung Adria. Irgendwo am Meer wollen wir auf einem Campingplatz zwei Tage Ruhepause einlegen. Schließlich landen wir auf dem ACSI Campingplatz Bellamare in Porto Recanati. Den Platz hatten wir vor 1 oder 2 Jahren schon einmal besucht aber dieses Mal gefällt er uns deutlich besser. Liegt wohl am schönen Stellplatz den uns der Capo di Gruppo zugeteilt hat.
Es ist schön am Strand entlang zu bummeln, das Meer rauschen zu hören und wieder gemütlich essen zu gehen. Die Ruhepause genießen wir, nach dem vielen fahren ist es auch mal ganz angenehm irgendwo entspannt zu sitzen, ein Buch zu lesen und einfach den Gedanken freien Lauf zu lassen.

Adria, noch zu kalt und stürmisch

Fischer, ganz kurz vor dem Sonnenaufgang

Badewetter ist hier zwar keines, dafür sind die Wellen im Moment viel zu hoch und das Wasser doch noch zu kalt. Einige verwegene wagen sich aber immer ins Wasser. Einen Sonnenaufgang am Meer lass ich mir auch nicht nehmen.

Gubbio

Heute geht es weiter nach Umbrien, genauer gesagt nach Gubbio einer mittelalterlichen Stadt mit vielen engen Straßen und zahlreichen gotischen Bauten. Über Jesi und einer landschaftlich schönen Strecke erreichen wir Gubbio.

Jesi

Parkmöglichkeiten für Wohnmobile bietet Gubbio deren viele. Auch vor dem bereits gut gefüllten Wohnmobilstellplatz kann problemlos geparkt werden. Altstadt, Priorenpalast, Palazzo und Dom sind von hier aus leicht zu Fuss erreichbar.

Wohnmobilstellplatz Gubbio

Gubbio

Gubbio

Palazzo dei Consoli

Panoramablick von Gubbio

Gubbio

Palazzo dei Consoli

Urbino

In Gubbio wollen wir noch nicht übernachten. Der Stellplatz ist zwar schön aber auch gut belegt und da das Wetter passt setzen wir unsere Reise nach Urbino fort. Urbino ist eine kleine Universitätsstadt in den Marken, nur etwa 60 km von Gubbio entfernt. Was die historischen Bauwerke und somit auch den Tourismus anbelangt wird man das Gefühl nicht los, als ob Gubbio (Umbrien) und Urbino in den Marken in einem gewissen Wettbewerb stehen. Vielleicht auch ein Grund dafür, warum die Staatsstraße zwischen den beiden Orten nicht sonderlich gut ausgebaut ist. Ähnlich wie in Gubbio gibt es auch in Urbino reichlich Möglichkeiten mit dem Wohnmobil zu parken. Der offizielle Stellplatz ist zwar etwas weiter unten am Ortsrand aber auch ein oberhalb liegender Parkplatz kann für Stadtbesuche genutzt werden. Von hier aus erreicht man dann schnell den begehrtesten Aussichtspunkt von Urbino mit Blick auf Dom und Palazzo Ducale.

Urbino mit Dom

Urbino, viel Ausflugsverkehr und Lebensfreude pur

Urbino im Panorama

Dom Santa Maria Assunta an der Piazza Duca Federico

 

In Urbino bleiben wir auch die Nacht. Noch stehen wir auf dem vorher erwähnten Parkplatz oberhalb des Stellplatzes, von dem auch das Zentrum leicht erreichbar ist, für die Nacht stellen wir uns aber auf den eigentlichen Stellplatz. Der liegt ruhig und ist nur einfach ausgestattet.

Stellplatz Urbino

Die beschriebenen Stell- und Parkplätze werde ich später noch mit einer Beschreibung und GPS Angaben verlinken

Nach einer absolut ruhigen Nacht bei angenehmen Temperaturen geht es heute weiter Richtung Norden. Wir verabschieden uns aus der Region Toskana, Umbrien, Marken und den Abruzzen und steuern Mantua an. Mantua ist eigentlich immer einer unserer Schlusspunkte, nicht so dieses Mal.

Mantua

In Mantua wollen wir einen oder zwei Tage bleiben bevor wir weiter in die Lombardei fahren.

Mantua, immer wieder schön

Auf den vergangenen Touren habe ich schon so viele Bilder von Mantua und dem Mincio gemacht, so dass ich mich diesmal auf dieses Foto beschränke. Die beiden Tage nutzen wir für wunderschöne Radtouren durch das Naturreservat Mincio, schließlich möchte unser Vierbeiner Terry nicht nur Auto fahren.
Liebe Grüsse an unsere netten Stellplatznachbarn aus Gunzenhausen mit Ihrem neuen Wohnmobil.

Lago d´Iseo

Dann geht es weiter an den Lago d´Iseo. Im Gegensatz zum Lago Maggiore, dem Comer See oder dem Gardasee ist der Iseosee für viele noch weitgehend unbekannt und insofern auch noch eine Empfehlung zum längst überlaufenen Gardasee.
Auf der Autostrada A4 geht es vorbei am Gardasee in Richtung Brescia. DIe Autostrada zu wählen war eine weniger gute Entscheidung. Die Autobahn war mit Lkw´s völlig überfüllt und die ständigen Elefantenrennen sind stressig und nicht ungefährlich. Umso erleichterter sind wir nach Brescia in Richtung Iseo abzweigen zu können. In Iseo steuern wir den uns bekannten ACSI Camping Covello an, der uns einen zauberhaften Platz direkt am See anbietet. Offenbar hat es die letzten Tagen in dieser Region stark geregnet, das Ufergelände ist zwar schön aber auch nass und matschig.
Die viel befahrene Eisenbahnlinie am See entlang spürt man auch tagsüber nicht, nachts ist die Bahnstrecke ohnehin nicht befahren. Gestern Nachmittag haben wir noch einen Stellplatznachbarn bekommen. Die schöne – aber leider auch sehr feuchte – Parzelle direkt am See wurde vom einem jungen italienischen Ehepaar mit Kleinkind belegt. Nach einer Nacht wollten die drei wieder weiter, der Platz war ihnen offenbar zu feucht. Unglücklicherweise hat der Fahrer vorwärts eingeparkt und rückwärts war aus der Parzelle kein herauskommen. Also erst einmal auf dem Fleckchen wenden und als dann immer noch nichts ging war schieben von allen hilfsbereiten rundum angesagt. Nicht jeder hat Gefühl im Fuss auf dem Gaspedal 😉  sichtlich erleichtert erreichte er den geschotterten Mittelstreifen.
Heute möchten wir mit dem Schiff hinüber auf die Insel Monte Isola, unserem Vierbeiner Terry müssen wir extra einen Maulkorb verpassen, sonst geht nichts. Als wir nachmittags zurück kommen ist die Parzelle wieder picobello hergerichtet und alle Furchen sind verschwunden.

Hafen bei Sulzano

Monte Isola

Monte Isola

Monte Isola

Monte Isola

Isola di San Paolo

Monte Isola

Sonnenuntergang am Lago d´Iseo

Traumhafter Nachthimmel am Lago d´Iseo mit Blick auf Monte Isola

Nach 3 Tagen Lago d´Iseo geht es heute wieder Richtung Heimat. Unseren letzten Halt planen wir noch in Garmisch Partenkirchen ein, wo wir – wenn es die Richtung denn zulässt – immer unseren Abschluss machen.

Garmisch Partenkirchen

Garmisch – Stellplatz an der Wankbahn

 

Dort ist schön zu bummeln, es gibt eine gute Pizzeria am Ort und das eine oder andere läßt sich auch in einem Sportgeschäft noch einkaufen. Der Wohnmobilstellplatz an der Wankbahn hat mit seinen mittlerweile satten € 18 auch einen sportlich ambitionierten Preis erreicht, wenn man bedenkt, dass es sich eigentlich nur um einen Parkplatz mit WC handelt. Alle anderen Zusatzleistungen wie Strom etc. läßt sich der Betreiber ohnehin noch gut bezahlen. Aber was soll´s
Hier noch eine Übersichtskarte der Tour:

Übersichtskarte zum vergrößern anklicken

 

Ja das war eine schöne Rundreise durch Mittelitalien, ich hoffe es hat euch auch gefallen

 

 

  hier sind noch mehr Fotos von der Tour – Link

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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15 Gedanken zu „Italientour Toskana, Umbrien, Abruzzen und mehr….Ostern 2018

  1. Peter Klopp

    Da habt ihr aber doch viel Glück gehabt mit dem Wetter. Auf den Bildern sehe ich meistens den blauen Himmel. Eine wunderbare Reise nach Italien zur Osterzeit!

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Peter, vielen Dank. Ja mit dem Wetter hatten wie ausgesprochenes Glück. In den Abruzzen war einmal ein halber Tag (während der Weiterfahrt 😉 ) starker Regen und danach nur noch am Lage d´Iseo ein Tag. Ansonsten hatten wir sogar überwiegend sonniges Wetter. Auch die Temperaturen waren richtig angenehm. Liebe Grüße

      Antwort
  2. Sigrid🔆aktiv60plus

    Ein ganz toller Bericht mit vielen Informationen und schönen Fotos. Die Motive hast du super ausgesucht. Gefallen mir richtig gut. Ihr habt viel erlebt und mir wird bewusst, dass ich schon seit 2015 nicht mehr in Italien war. Das MUSS sich ändern. Ich bekomme richtig Fernweh in mein geliebtes Italien. Es ist einfach ein Traumland! Interessant, was du über die Bezahlmethode geschrieben hast mit VISA. Das werde ich mir merken. Auf Sizilien war das immer irgendwie ein Theater, aber meist hockte da einer drin. In Frankreich wird es wohl auch mit der VISA Card funktionieren. Aber wer weiß, ob wir uns nicht noch umentscheiden. Im September wäre es in Italien sicher auch schön. Welche App benutzt du übrigens, um die Stellplätze zu finden? Wir sind ja blutige Anfänger bzw. nur „Mieter“ ab und zu. Da ist man für jeden Tipp dankbar. Liebe Grüße und weiterhin herrliches Wetter auf all euren Touren.

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Sigrid, vielen Dank, das geht ja runter wie Oel so schön wie du das geschrieben hast. Wenn du einmal in Italien (Toskana, Umbrien, Piemont etc.) warst, dann ist die Gefahr gross, dass du süchtig wirst 🙂 Mit Kreditkarte (egal welcher) läßt sich in Italien super bezahlen. Egal ob Lidl, Maut oder Tankstelle alles geht. Auch ist das Risiko bei Verlust oder Diebstahl relativ gering und begrenzbar. September ist normalerweise die beste Reisezeit für Italien. Als Stellplatz APP empfehle ich nur eine von: https://www.campercontact.com/de/ alle anderen (promobil, ADAC, etc.) kann man haben, braucht man aber dann nicht mehr. Nimm bei der APP von campercontact die Bezahlversion (kostet 5 Euro für 12 Monate) und ist jeden Cent wert. Liebe Grüße ins Schwäbische (ist doch richtig oder ?) Gruss Wolfgang

      Antwort
      1. Sigrid🔆aktiv60plus

        Hallo Wolfgang! (Schön deinen Namen zu erfahren) . Danke für den Tipp. Ich schreib mir das gleich raus mit der App bzw. besuche gleich mal die Seite. 5 € sind doch leicht zu verschmerzen, wenn ich denke wie viel wir für das WoMo für drei Wochen bezahlen 😉 Dafür ist es dann aber auch so gut wie neu. Noch haben wir ja Zeit (September ist noch lange hin), vorher geht’s noch in den Schwarzwald und nach Tirol, aber mit dem privaten Auto. Immerhin habe ich bereits einen super Stellplatz entdeckt in Paris – direkt an der Seine – Nähe Bois du Bologne, Eiffelturm ca. 4 Kilometer entfernt, erreichbar mit dem Rad. 3 Übernachtungen 130 Euro ca. Na ja, man gönnt sich ja sonst nix und Paris ist halt Paris 🙂 Dort werde ich bald reservieren, ansonsten fahren wir einfach dahin, wo es uns gefällt.
        Ich bin Schwäbin aus Stuttgart, wohne aber seit über 35 Jahren in der Gegend von Heilbronn und jetzt im Hohenlohischen (Öhringen). Eine wundervolle Gegend mit so viel Urlaubs- und Freizeitpotenzial. Herzliche Grüße und danke für deinen Tipp!. Liebe Grüße, Sigrid

      2. Labby Autor

        Wenn es soweit ist wünsche ich euch beiden noch gute Reise und freue mich schon auf deinen Reisebericht. Gruss Wolfgang

  3. Markus

    Servus Labby,
    wieder eine schöne Reise nach Bella Italia, vieles kannten wir schon, einiges ist neu für uns.
    Wie habt ihr es beim Bellamare geschafft euren Hund rein zubekommen?
    Dort ist ja leider Hundeverbot, wir waren am 27.3. dort und haben extra nochmals gefragt.
    ciao Markus

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo, in der Vor- und Nachsaison ist ein Hund bei Camping Bellamare offenbar kein Problem. Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass der Vierbeiner am Platz an die Leine muss, aber das ist bei uns selbstverständlich. Zum Gassigehen konnten wir auch frühmorgens schon den Platz verlassen. In der Hauptsaison kann die Hunderegelung durchaus anders sein 😉

      Antwort
  4. Ruhrköpfe

    danke für’s Mitnehmen 🙂 Sehr schön! Leider muss die nächste Reise noch etwas warten, daher ist es um so schöner, hier ein paar Ideen zu bekommen. Liebe Grüße aus dem sonnigen Do, Annette

    Antwort
    1. Labby Autor

      Vielen Dank Annette, mit Sonne kann ich heute hier in Bayern nicht dienen. Genieß die Sonne. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
  5. Gunzenhäuser

    Hallo labby 🙂
    Vielen dank für den interressanten reisebericht, einfach super. Haben aufmerksam gelesen und unsere grüße gefunden 🙂 Vielen dank dafür, ganz liebe grüße an deinen lieblingsmenschen. Schön euch getroffen zu haben.
    Wir waren zwischenzeitlich an der mainschleife- eine herrliche gegend.
    Nächste woche geht’s nach weißwasser (lausitz) zur verwandschaft. Weiter an polnischer grenze bis usedom, zurück über potsdam und havelland. Hab schon mal deine berichte gelesen, werden das ein oder andere mal auf euren spuren wandeln 🙂
    Unser womi macht uns so viel freude.
    Glg aus gunzenhausen – weiter so

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo ihr beide, freue mich sehr über eure Nachricht. Wir sind gerade in Norddeutschland und wüschen euch weiterhin viel Freude mit dem WoMo und immer gute Fahrt. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort

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