Mittelitalien im März – Zusammenfassung

Zusammenfassung der Beiträge Italienreise 1 bis 10:

Karneval in Venedig

Dieses Mal packen wir es, wir besuchen den Karneval in Venedig. Das wollten wir schon lange machen was aber letztendlich immer an der Witterung oder anderen Dingen gescheitert war. Während es bei uns zu Hause Bindfäden regnet, kann man südlich der Alpen in Italien auch mit Sonne rechnen.
Durch den Tauern – und Katschbergtunnel in Österreich kommen wir nahezu schneefrei nach Italien. Der Stellplatz auf der Insel Tronchetto in Venedig ist ideal für einen Stadtbesuch. Venedig kann man entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Boot besuchen oder man parkt auf der Insel Tronchetto. Für Wohnmobile mit Euro 43 zwar kein Schnäppchen aber schön wenn man alles zu Fuss erreichen kann und auch ein späterer nochmaliger Besuch in der Nacht von hier aus möglich ist.


Stellplatz Tronchetto (Foto oben) und Sportboothafen am Stellplatz (Foto unten)

Während Busse und Wohnmobile noch problemlos einen Parkplatz finden, wird Venedig – was die Besucher anbelangt – stündlich immer voller. In den engen Gassen werden die Besucherströme mittlerweile in „Einbahnstraßenrichtung“ geleitet und an Quergängen durch Ordner geregelt. Auf dem Markusplatz konkurrieren die Karnevalisten um die Anerkennung und Beachtung der unzähligen Besucher. Tausende kommen an diesem Wochenende zum bestaunen der prächtigen Kostüme in die Stadt.

 

und hier noch die schönsten Masken:
Später am Abend mach ich mich nochmals mit Kamera und Stativ auf in die Lagunenstadt, aber Venedig schläft nicht. Auch spät ist an diesem Karnevalswochenende nicht an Ruhe und Beschaulichkeit zu denken. Für die Einheimischen muss dies ein Graus sein. Ich mache nur einige Fotos und gehe dann bald entnervt aber gerne wieder zurück zum Wohnmobil. Da kann es dir schon passieren, dass dich eine aufs Handy fixierte Chinesin samt Stativ in die Lagune stolpert 🙂

alle Fotos vom Karneval hier größer – anklicken

unsere Italienreise geht weiter:
Auf dem Stellplatz in Tronchetto (GPS N 45.44359, E 12.30649) haben wir – entgegen einiger im Vorfeld geäußerter Bedenken von Freunden – sehr gut und ruhig geschlafen. Weder die angrenzenden Parkhäuser noch die Busparkplätze haben die Nachtruhe gestört und auch die Lage an der Lagune am Sportboothafen war schöner als gedacht.
Heute verlassen wir die Lagunenstadt und fahren weiter nach Padua. Noch hängt über Oberitalien eine Dunstglocke, die sich aber hoffentlich im Laufe des Tages auflösen wird.

Padua

Unser Wohnmobil parken wir auf dem Terminal Piazza Rabin in der Via Lviii Fanteria (N 45.39648, E 11.87749) . Ein Terminal abgetrennt für Busse, Wohnmobile und Pkw´s. Mit uns kommt ein Bus aus Oberbayern an, der gerade seine Ladung entleert.
Padua ist eine der ältesten Städte Italiens und zugleich eine moderne Universitätsstadt. Der venezianische Einfluss ist unverkennbar. Die historische Altstadt bietet viel Kultur und eine Menge Sehenswürdigkeiten:

Prato della Valle

Basilika der Hl. Justina am Prato della Valle

Basilica di Sant’Antonio

in der Basilica di Sant’Antonio

Palazzo della Ragione (rechts)

Torre dell’Orologio

Uhr Torre dell’Orologio

Castelguglielmo

Am späten Nachmittag verlassen wir Padua. Zum übernachten fahren wir einen neuen Stellplatz 20 km weiter südlich in Castelguglielmo an. Castelguglielmo ist ein kleiner Ort mit etwa 1500 Einwohnern. Der Platz liegt ruhig, ist mit Strom und Wasser ausgestattet und auch noch kostenlos. Das gibt es nur in Italien 😉

Der Stellplatz Castelguglielmo (GPS N 45.02244, E 11.53589) und die Kirche San Nicola da Bari

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In Castelguglielmo hatten wir eine absolut ruhige Nacht. Der Stellplatz lag schön am Rande eines beschaulichen Städtchens und Lärm gab es auch keinen.
Heute Morgen geht es weiter in die Toskana. Wir haben uns einige Fahrstrecke vorgenommen, denn wir wollen bis nach Florenz durchfahren. Zuvor suchen wir noch einen italienischen Supermarkt auf, wäre doch zu unangenehm wenn nur noch Licht im Kühlschrank wäre 😉

Florenz

Über die Autostrada geht es nach Florenz. Dort hin fahren wir meist über die – jetzt neue – Autobahn. Die Staatsstraße SS64 über Pistoia bin ich schon einige Male gefahren und ist deutlich schöner aber auch wesentlich zeitaufwendiger und anstrengender. Gegen Mittag erreichen wir Florenz und fahren auch wieder den uns schon bekannten Stellplatz in Via del Gelsomino an. Der Stellplatz liegt sehr zentral in Florenz und mit 15 Euro für Florenzer Verhältnisse echt günstig.

Stellplatz in der Via del Gelsomino Florenz

Das Stadtzentrum ist von hier aus entweder mit dem öffentlichen Verkehrsmittel Bus erreichbar, dieser hält direkt vor dem Stellplatz oder man kann die zwei Kilometer bis ins Zentrum so wie wir auch leicht zu Fuß machen. Da das Wetter passt und es sehr viel zu sehen gibt kommen wir erst sehr spät wieder zum Wohnmobil zurück.

In Florenz bleiben wir über Nacht. Nachts ist es hier absolut ruhig und morgen früh werden wir schön vom Verkehr geweckt 🙂
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Heute geht es in der Toskana weiter nach Siena, sicher einer der schönsten Städte der Toskana. Bisher hatten wir immer das „Glück“ erst spät am Nachmittag dort einzutreffen, dieses Mal erreichen wir Siena problemlos früh am Vormittag. Leider ist Siena alles andere als wohnmobilfreundlich. Der Stellplatz den Siena Wohnmobilfahrern anbietet ist mehr oder weniger ein großer Parkplatz für Reisebus und Wohnmobile zugleich. Der Platz liegt an einer viel befahrenen Strasse und kostet egal ob man 1 Stunde oder 1 Tag parkt Euro 20. Zwar hat Siena einen ausgezeichneten Campingplatz (Camping Coloverde) den ich schon einige Male besucht habe, aber der ist zur Zeit geschlossen. Wer wie wir jetzt in den ersten März Wochen unterwegs ist, muss grundsätzlich mit geschlossenen Campingplätzen rechnen. Ausnahmen sind da nur die Touri-Hochburgen Venedig und Florenz, alle anderen Camping auf unserer Tour hatten noch geschlossen. Das stellt zwar bei einem autarken Wohnmobil kein Problem dar, aber man muss sich schon auf diese Situation einstellen. Den einzigen und großen Vorteil den dieser Wohnmobilparkplatz hatte, war seine relativ zentrale Lage zur Stadt.

Parkplatz für Wohnmobile und Reisebusse in der Strada di Pescaia Siena

Siena

Das Zentrum von Siena beeindruckt durch seinen mittelalterlich erhaltenen Charakter der italienischen Gotik. Während dich in Florenz die schiere Masse und Größe der Bauwerke schon fast erdrückt, hat Siena mit seinem Piazza del Campo einen atemberaubenden Mittelpunkt.

Piazza del Campo

Dom Siena

Schulklasse vor dem Dom

Dom Siena

der Palazzo Pubblico

Blick vom Fortezza auf Dom und Basilika

Markttag Siena

auf dem Fortezza Medicea

auf dem Fortezza Medicea

Gianna Nannini, bekannte italienische Rocksängerin stammt aus einer Konditorei und Cafe ganz in der Nähe des Campo. Das Cafe gehört jetzt Ihrem Bruder und der Cappuccino ist erstklassig. Wer jetzt denkt, das Cafe wäre besonders teuer, der irrt. Ein Super-Cappu für Euro 1,30. Nicht weit davon entfernt gegenüber, gibt es die beste Pizza von Siena.

jetzt Anfang März sind es angenehm wenig Besucher

Wer Anfang des Jahres in Italien unterwegs ist, der hat in einer Libreria (Buchhandlung oder am Kiosk) die Möglichkeit sich einen aktuellen Stellplatzführer von Italien zu besorgen. Zusammen mit dem Magazin Camper Life gibt es den Stellplatzkatalog für nur Euro 4,50, den ich gerne mitnehme.

 

Spät geht es zum Wohnmobilstellplatz zurück. Wir übernachten in Siena, mehr dazu demnächst 😦
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Wir haben auf dem Stellplatz in Siena übernachtet. Keine gute Entscheidung. Der Platz ist laut bis in die Nacht und erst ein Standortwechsel in den unteren – von der Straße möglichst weit entfernten Bereich – brachte einen akzeptierbaren Geräuschpegel. Schön ungeschickt von mir, da ich doch einige schöne Plätze außerhalb von Siena kenne und nur anzufahren brauchte. Ich hatte mich schon gewundert, als gegen Abend hin viele Wohnmobilfahrer den Platz verließen um irgendwo anders zu nächtigen.
Heute Morgen geht es weiter durch die Toskana. Südlich von Siena beginnt die Toskana wie sie viele von Fotos und Bildern her kennen. Das mit dem Wetter ist halt immer Glückssache. Im Moment wechseln sich Sonne und Wolken ab, Regen gibt es aber sicher nicht.

So manch beeindruckender Augenblick lässt sich gar nicht auf einem Foto festhalten und kann man nur erahnen. Der Gesang der Heidelerchen und den Duft des Frühlings.

Montalcino

Montalcino ist ein beschauliches Dörfchen auf einem Hügel südlich von Siena. Die markante und fast komplett erhaltene Burganlage ist schon von weitem zu sehen. Montalcino ist vor allem wegen seinem erlesenen Wein dem Brunello auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In einigen Weingeschäften hängt ein Schild, dass bei Kauf von 6 Flaschen Wein der Versand auch in die Vereinigten Staaten kostenlos übernommen wird. Offenbar wissen den Brunello auch Amerikaner zu schätzen. Der Ort hat zwar einen Stellplatz aber die steile Gasse ist durch einen parkenden Lieferwagen blockiert. Das ist aber kein Problem, wir nutzen den Parkplatz unterhalb der Carabinieri und niemanden stört es.

Pienza

Nach unserem Besuch von Montalcino geht es heute noch weiter nach Pienza.
Das kleine Städtchen Pienza ist eine wahre Perle in der Toskana und jetzt im Frühjahr alles andere als überlaufen. Pienza liegt im Val D’Orcia, auf einer Anhöhe zwischen Montalcino (wo wir gerade waren) und Montepulciano und bietet Besuchern auch einen Wohnmobilstellplatz an. Im Jahre 1459 wollte Papst Pius II seinen Geburtort Pienza sogar zum Papstsitz machen, was aber durch seinen frühen Tod 1464 nicht realisiert wurde. Entsprechend viel hat der Ort an Sehenswürdigkeiten zu bieten:

In Pienza stehen wir auf einem kleinen offiziellen Parkplatz (Foto). Im Ort gibt es zwar auch einen Wohnmobilstellplatz, aber der Platz ist uns lieber und auch ruhiger. Die Zufahrt ist sehr eng.
Unsere Italienreise geht weiter:
Von Pienza geht unsere Fahrt heute weiter nach Sinalunga. Auf dem Stellplatz in der Nähe des Bahnhofes befindet sich eine gute Ver- und Entsorgungsanlage die wir nutzen. Im Ort kaufen wir noch ein bevor unsere Fahrt weiter nach Cortona führt.

Cortona

Cortona hat eine historische Altstadt sowie die sehenswerte Basilica von Santa Margherita unterhalb der Anhöhe des Fortezza Medicea. Der Stadtkern hat viele enge Gassen und ist nichts für Wohnmobile. Cortona liegt einige Kilometer nördlich des Lago Trasimeno und bietet einen herrlichen Ausblick ins Tal und zum Lago Trasimeno. Gleich am Ortsrand – also leicht anzufahren – stellt die Comune einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz zur Verfügung. Einer der schönsten Wohnmobilstellplätze in der Toskana mit einem wunderschönen Ausblick der vor allem nachts phantastisch ist.

der Stellplatz von Cortona in der Viale Cesare Battisti – einer der schönsten in der Toskana 😉

Der Ortskern mit seinen vielen Bars und Restaurants ist typisch italienisch und alles andere als überlaufen. Schon oft hatten wir vor dieses bezaubernde Bergstädtchen zu besuchen, sind aber bisher immer daran vorbei gefahren.

Sonnenuntergang mit Blick auf Montepulciano

Palazzo Comunale (Rathaus) Treff – und Mittelpunkt im Ort

die sehenswerte Basilica von Santa Margherita unterhalb des Fortezza….

…..innen wunderschön

die Klostermauer mit Glockenturm

Panoramafoto – zum vergrößern einfach anklicken

…und noch die abendliche Gassigeherrunde eines Italieners. Der kleine ist ein ganz Lieber 😉

Auf diesem schönen Stellplatz hier in Cortona bleiben wir gerne über Nacht und morgen geht es weiter.
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WIr verlassen Cortona. Auf dem Stellplatz – den ich für einen der schönsten Wohnmobilstellplätze der Toskana halte und der zudem noch kostenlos ist – haben wir sehr gut geschlafen. Der Platz liegt absolut ruhig unterhalb der Altstadt, in Nähe einer Parkanlage.
Heute Morgen geht es weiter an den Lago Trasimeno.

Lago Trasimeno

Der See erwacht langsam aus seinem Winterschlaf, zwar haben noch alle Campingplätze rund um den See geschlossen, dafür sind aber einige Wohnmobilstellplätze mit guter Ausstattung geöffnet und können zur Zeit sogar kostenlos genutzt werden. Auch viele Restaurants und Bars haben geöffnet oder hatten vielleicht gar nicht geschlossen. Unseren ersten Halt legen wir bei Tuoro ein um einen kleinen Spaziergang entlang des Sees zu unternehmen.

Parkplatz in Tuoro vor einem noch geschlossenen Campingplatz

Unsere Fahrt geht weiter rund um den See. Über Passignano kommen wir nach San Feliciano, dort haben wir bei unserem letzten Besuch vor 2 Jahren einen neuen Wohnmobilstellplatz mit guter Ausstattung entdeckt. Jetzt Anfang März ist dieser offen und der Ticketautomat zugedeckt. Der Platz ist zur Zeit kostenlos und auch Strom funktioniert. Neben uns wissen dies auch noch 4 andere italienische Wohnmobile zu schätzen, deutsche Wohnmobile sind zu dieser Zeit kaum unterwegs.

Wohnmobilstellplatz in San Feliciano mit Strom und V+E. Anfang März kostenlos

Das Fischerdorf San Feliciano ist nicht besonders groß aber einige kleine Restaurants haben offenbar das ganze Jahr über geöffnet. Zum Essen muss man immer dort hin gehen, wo auch die Einheimischen einkehren 😉

In San Feliciano bleiben wir über Nacht. Der Platz liegt traumhaft schön und ruhig direkt am See neben einem Sportboothafen. Hier hat man alles was man braucht. Am Wochenende kann es vermutlich aber schon mal laut werden, gleich nebenan ist ein offenbar gut besuchtes Restaurant.
Unsere Italienreise geht weiter:
Heute geht unsere Tour von San Feliciano weiter um den See nach Castiglione del Lago wo wir noch kurz unsere Lebensmittelvorräte ergänzen, bevor es auf der Autostrada weiter in Richtung Orvieto geht.

Orvieto

Schon von weitem ist dieser markante Ort auf dem Plateau eines Tuffstein von der Autobahn her zu erkennen. Die Cattedrale und die Festungsanlage sind sicher die Hauptattraktion des Ortes. Von hier aus genießt man einen schönen Ausblick. Das Plateau ist am einfachsten mit der Standseilbahn – welche sich ohnehin gleich neben dem Stellplatz befindet – erreichbar. Die einfache Fahrt kostet € 1,30 / Person.
In Orvieto fahren wir direkt auf den Wohnmobilstellplatz Area Renzo Battistelli in der Strada della Direttissima. Für einen Stadtbesuch liegt der Platz ideal gleich neben der Cable-Bahn. Übernachten möchten wir hier nicht, der Parkplatz ist eingekeilt zwischen Autobahn und Schiene, mag aber nachts durchaus ruhig sein.

Mit der Standseilbahn geht es nach oben, hier einige Fotos von Orvieto:

Orvieto haben wir schon einige Male besucht, deshalb wollen wir auch weiter fahren und hier nicht übernachten. Auch ist der Stellplatz – trotz sehr guter Ausstattung – aber auf Grund seiner Lage nicht so einladend, dass wir hier übernachten möchten. Unsere Fahrt geht vorbei am Lago di Corbara weiter nach Todi.

Todi

Todi ist – wie viele andere umbrische Städte auch – auf eine Bergkuppe gebaut. Auch hier genießt man auf zahlreichen Aussichtsterrassen einen herrlichen Ausblick über das Tal. Da Todi auf unseren bisherigen Touren meist abseits lag, hatten wir diese kleine Stadt mit seinen faszinierenden Gebäuden leider immer ausgelassen. Unser Wohnmobil parken wir etwas unterhalb der Kirche Santa Maria della Consolazione, das ist die beeindruckende Kirche mit der Rundkuppel am Ortseingang. Von hier aus beginnt auch unser Rundgang durch die Stadt.

Kirche Santa Maria della Consolazione

Santa Maria della ConsolazioneSanta Maria della Consolazione -innenbei der Kirche Santa Maria della ConsolazionePanorama Richtung Süden
Panoramafoto – zum vergrößern klicken
San Fortunato Kathedrale von Todi

TodiTodi – mit Blick nach Nordwesten Palazzo dei Priori Piazza del Popolo

In den nächsten Tagen findet hier auf der SS 79 zwischen Pontecuti und Todi ein Bergrennen statt. Die Strecke ist schon ausgeschildert und auf Straßensperrungen in den nächsten Tagen wurde hingewiesen. Ein Grund mehr für uns nicht hier in Todi zu übernachten. Auch die Lage des Stellplatzes hat uns nicht überzeugt, mag sein, dass dieser Platz in den Sommermonaten besser wirkt. Unsere Fahrt geht weiter nach Spoleto.

Spoleto

An Spoleto habe ich gemischte Gefühle. Diesen umbrischen Ort mit seinem mittelalterlichen Aquädukt haben wir zwar schon einige Male besucht, dennoch bleibt mir unvergessen wie ich mit eingeklappten Außenspiegeln und nur wenigen Zentimetern links und rechts durch eine enge Gasse schleichen musste. Mittlerweile kenne ich mich dort gut aus, dass dies wohl nicht mehr passieren wird 😉
Wie immer fahren wir den Wohnmobilstellplatz in der Viale dei Cappuccini an. Der Platz kostet normalerweise 8 € für 24 Stunden, war zu unserer Zeit allerdings kostenlos. Am besten erreicht man den Parkplatz wenn man nicht durch die Stadt sondern auf der Umgehung erst durch den Tunnel und dann die 1. Ausfahrt nimmt. Es gibt auch noch einen weiteren kostenlosen Wohnmobilstellplatz.
Sehenswert ist neben dem Aquädukt auch der Dom mit seiner großzügigen Treppenanlage. Von Spoleto kennen vielen den gleichnamigen Weißwein und Schaumwein der hier angeboten wird.

Der Ponte delle Torri (übersetzt Brücke der Türme) überquert das Tal des Flüsschens Tessino und ist nur mehrere hundert Meter in östlicher Richtung vom historischen Zentrum der Stadt Spoleto entfernt. Auf einer Gedenktafel ist zu lesen, dass auch Goethe das Aquädukt schon besucht und regelrecht geschwärmt hat. Der Dom von Spoleto und im Hintergrund die Stadt
die abschüssige Treppenanlage führt direkt zum Dom Schöne Gassen und Straßen führen uns direkt zur … Piazza del Mercato, dem Marktplatz von Spoleto. Ausgezeichnete Weinlokale – wie so oft in den toskanischen und umbrischen Bergstädten – warten hier auf Gäste.
In Spoleto übernachten wir, ein ruhiger Stellplatz den wir wie schon geschrieben von unseren letzten Besuchen kennen.
Unsere Italienreise geht weiter:

Stellplatz Spoleto in der Viale dei Cappuccini

Auf dem Stellplatz hier in Spoleto haben wir ruhig und gut geschlafen. In der Nacht hat sich noch ein weiteres italienischen Wohnmobil dazu gesellt ohne das wir es bemerkt haben.

Norcia

Heute geht es weiter nach Norcia und sofern das Wetter und die Straßensituation es zulassen hoch auf den Piano Grande. Norcia hatten wir im Jahr 2014 (das war dieser Bericht Link ) schon einmal besucht. Leider ist die ganze Region um den Monti Sibillini im Jahr 2016 von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. Besonders betroffen waren die Gemeinden Amatrice, Norcia und Castelluccio. Während in Norcia das Leben weiter geht, sind andere Dörfer wie Castelluccio zwischenzeitlich völlig verlassen.
Norcia hat einen neuen Parkplatz für Wohnmobile geschaffen. Dieser ist gleich unterhalb der historischen Altstadtmauer nur unweit vom Zentrum.

Stellplatz für Wohnmobile (GPS 42.789556, 13.091836) unterhalb der historischen Altstadtmauer

Norcia ist bekannt für seine köstlichen Wurst- und Lebensmittelspezialitäten. Ein Feinkostladen nach dem anderen reiht sich aneinander. Heute ist hier ein großer traditioneller Jahrmarkt (deshalb auch die vielen Wohnmobile auf dem Stellplatz 😉 ) der sich fast über die ganze Stadt erstreckt.

Hinter dem Stand sind die Stützmauern eines durch das Erdbeben geschädigten Gebäude erkennbar. Die Spuren des Erdbebens ziehen sich noch durch die ganze Stadt aber die Objekte werden wieder aufgebaut und ich bin auch sicher, dass dies gelingen wird.
Das gleiche Bild hatte ich bei meinem eingangs erwähnten ersten Besuch vom Ortsmittelpunkt gemacht, in diesem ersten Bericht hat man den Vergleich zu früher. Der Kirchenturm ist zur Zeit noch eine große Abbildung auf Stoff und vom Gebäude nebenan existiert nur die Frontfassade.
Wer Norcia besucht, der sollte unbedingt zum Piano Grande – das ist eine große Tiefebene in einer Höhe von über 1000 Metern – hoch fahren. Dieser Talkessel oder Tiefebene wird von der Gebirgskette der Sibylliner Berge umgeben, was je nach Wetterlage einen mehr oder weniger spektakulären Eindruck hinterlässt. Wie schon erwähnt, ist das stark abhängig vom Wetter. Die beste Zeit hierfür ist Mai/Juni oder im Herbst.
Den Piano Grande erreicht man über eine kleine Passstraße (gesperrt für Fahrzeuge > 3,5t) die kurz hinter Norcia beginnt. Dann dem Hinweisschild Castelluccio folgen.

der Piano Grande – jetzt noch kahl aber im Frühjahr blüht hier alles

eine weite Tiefebene umgeben von Bergen, beliebt bei WanderernPanoramafoto – zum vergrößern klickenCastelluccio (am Rand des Piano Grande) durch das Erdbeben völlig zerstört. Diesen Ort habe ich nicht angefahren, man kommt hier zwangsläufig vorbei wenn man durch den Piano Grande weiter über die Passhöhe nach Ascoli Piceno fährt.

Über die Passstraße SP 477 fahren wir weiter nach Arquata del Tronto und von dort nach Ascoli Piceno. Die Bergstraße ist eigentlich durch Hinweisschilder gesperrt, da aber auch andere italienische Pkw`s die Strecke nutzen, wage ich es auch. Eine Umfahrung oder ein zurück würde ewig viel Strecke machen. Auf der Passhöhe weht ein derart starker Wind, dass ich schon bedenken habe einfach den Abhang hinunter geblasen zu werden.

Ascoli Piceno

Ascoli Piceno ist eine absolut bezaubernde und sehenswerte Stadt, abseits aller touristischen Routen, am südlichen Ende der Marken direkt an der Grenze zu den Abruzzen. Ascoli ist nur 30 Kilometer vom Meer entfernt und besitzt mit der Piazza del Popolo eine der sehenswertesten Plätze Italiens.
Unsere Anfahrt beginnt mit einem kleinen Hindernis. Der einzige Wohnmobilstellplatz in der Viale Alcide de Gasperi ist jetzt Anfang März noch im Winterschlaf. Der Platz ist leer aber durch eine Schranke geschlossen. Für uns unverständlich, da ein italienisches Wohnmobil hinter uns ebenfalls hier parken wollte. Bei der Fahrt ins Zentrum hatte ich mir schon einige andere Parkmöglichkeiten gemerkt, die ich nun ansteuerte. So steht jetzt unser Mobil sehr nahe am Zentrum in einer breiten Einbahnstraße.
Hier noch einige Fotos von Ascoli Piceno:

Civitella del Tronto

Eigentlich hatten wir vor hier in Ascoli zu übernachten. Verständlicherweise bleiben wir auf diesem Parkplatz entlang der Straße nicht über Nacht. Wir fahren weiter ins etwa 20 Kilometer entfernte Civitella del Tronto. Ein schönes Bergdorf das schon in den Abruzzen liegt und einen ruhigen Stellplatz mit grandiosen Ausblick (bis zum Meer) anzubieten hat. Und kostenlos ist dieser Platz auch noch 😉

der „Balcone“ die Aussichtsterrasse von Civitella del Tronto

Aussicht bis zum Gran Sasso und auf der anderen Seite bis zum Meer

Stellplatz mit einem phänomenalen nächtlichen Ausblick bis nach Ascoli und bis ans Meer. Absolut ruhig und besonders nachts traumhaft schön. Wer hier nicht gut schläft hat andere Probleme 😉

der „Balcone“ bei Nacht

Unsere Italienreise geht weiter:
Civitella del Tronto hatten wir jetzt schon zum zweiten Mal besucht und es war wieder schön. Heute Morgen geht es weiter Richtung Meer an die Adria. So einen oder zwei Tage wollen wir auch diesmal wieder einlegen und etwas abspannen. Ganz ohne fahren mit viel Bewegung am Strand.

Porto Recanati

Über San Benedetto del Tronto und Grottamare geht es der Adria entlang bis nach Porto Recanati. Selbst hier an der Adria haben alle Campingplätze noch geschlossen. Wir suchen zwar keinen Campingplatz aber es fällt uns halt auf, dass diese noch geschlossen oder mit den Vorbereitungen für eine Öffnung im nächsten Monat beschäftigt sind. In Porto Recanati bleiben wir 2 Tage. Niemanden stört es, dass wir uns jetzt ganz allein in Strandnähe stellen. Was uns noch mehr freut: Unsere aus den letzten Jahren geschätzte und immer gerne besuchte Pizzeria hat offenbar ganzjährig geöffnet. Nur wenige Italiener sind im Restaurant und wir bekommen leicht einen Platz, was an Ostern letztes Jahr fast unmöglich war 😉

Strandblick, direkt vom Wohnmobil aus

nur wenige Angler versuchen ihr Glücktraumhaft leere Stände

so ein traumhafter Platz am Meer, das geht wirklich nur in der frühen Vorsaison bis Anfang März

Nach zwei traumhaften Tagen mit Meerblick scheint sich das Wetter zu ändern. Ein italienisches Ehepaar aus Pescara, das sich mit seinem Wohnmobil kurzzeitig neben uns gestellt hat informiert uns, dass am späten Nachmittag oder gegen Abend mit Schlechtwetter und Sturm gerechnet werden muss. Und so kommt es dann auch. Schlagartig ändert sich das Wetter, Starkregen und Sturm zwingen uns unseren Traumplatz im Nu zu verlassen. Wir ziehen uns in die zweite Reihe zurück. Als auch dies nicht sicher erscheint und die ersten Mülltonnen durch die Gegend fliegen entschließen wir uns kurzfristig weiter ins Hinterland zu fahren. In Ancona – nur 9 km entfernt – wartet ein ruhiger und windgeschützter Stellplatz auf uns.

Stellplatz in Ancona, Via Franco Scataglini (GPS N 43.55143 und E 13.51458)

Der Stellplatz hier in Ancona ist ideal. Der Platz ist für Wohnmobile reserviert, kostenlos und gut ausgestattet. Gleich nebenan ein riesiges Einkaufszentrum und die Cafes perfekt zum frühstücken.
Heute Morgen geht es weiter über Jesi nach Genga zur Grotte di Frasassi.

Genga – Grotte die Frasassi

Direkt an der Grotte sind Wohnmobilstellplätze (GPS N43.403284, E12.976258) ausgewiesen auf denen auch übernachtet werden kann. Ver- und Entsorgung sowie WC´s sind ebenfalls vorhanden. Die Zufahrt „Grotta di Frasassi“ ist gut ausgeschildert.
Die Höhlen von Frasassi zählen jährlich rund eine halbe Million Besucher. In der Hauptsaison muss deshalb mit einer Wartezeit bis zum nächsten Tag gerechnet werden. Die Höhlen können nur mit einem Guide besucht werden, der Eintritt kostet zur Zeit € 18,00 / Person.
Das schöne an der Vorsaison jetzt Anfang März, wir hatten nur eine Wartezeit von 30 Minuten für den Einlass.

der Stellplatz direkt an der Grotte, kostenlos und auch mit V+E ausgestattet

Laut Guide besteht die 5 km lange Höhlenanlage Frasassi aus sieben Räumen auch Säle genannt, von denen aber nur fünf besucht werden können. Die Höhle wurde 1971 zufällig entdeckt und als man deren Ausmaß und Größe feststellte dann auch 1974 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der erste Raum ist so groß und hoch, dass der Mailänder Dom problemlos dort hingestellt werden könnte.

Santuario Madonna di Frasassi

Vom Parkplatz der Grotte aus sollte man auf jeden Fall einen Abstecher in die Schlucht di Frasassi (Gola di Frasassi) unternehmen und das Heiligtum der Madonna di Frasassi besuchen. Fährt man die Straße Richtung Genga, dann kommt man nach wenigen Kilometern an einen kleinen Wanderparkplatz (Foto), von wo aus eine etwa 800 Meter lange Strecke nach oben zum Santuario Madonna di Frasassi führt. Diese Wallfahrtskirche die aus einem einfachen Steingebäude besteht und dessen Inneres teilweise in den lebenden Felsen eingegraben ist. In der Nähe befindet sich das Tempietto del Valadier, ein achteckiges Gebäude aus weißen Travertinblöcken, das im Jahr 1828 Papst Leo XII erbauen lies. Im Juni finden hier sonntags regelmäßig Wallfahrten zu diesem Heiligtum statt, entsprechend ist dann der Besucherandrang.

Kleiner Parkplatz für den Aufstieg zum Santuario Madonna di Frasassi Schlucht di Frasassi Weg Tempietto del Valadier

Tempietto del Valadier

Innen: Wallfahrtskirche Madonna di Frasassi

Nach der kleinen Wanderung geht es zurück zum Stellplatz an der Grotte di Frasassi
Unsere Italienreise geht weiter:
Unser Reise geht weiter in Richtung des Po Deltas unterhalb von Venedig. In Comacchio finden wir einen passenden Stellplatz, gleich neben der Fattibello-Lagune und trotzdem nahe genug am Zentrum.

Comacchio

Comacchio wird gerne als das kleine Venedig bezeichnet, da der Ort doch ähnlich auf kleinen Inseln in die Lagune gebaut wurde und auch mit Kanälen durchzogen ist. Aber abgesehen von den Kanälen und der Lagune haben die beiden Orte keinerlei Gemeinsamkeiten. Vielmehr ist Comacchio ein kleines Fischerstädtchen, sehr gemütlich und seeeehr ruhig 😉
Im Sommer mag das sicher ein guter Ausgangspunkt für Radtouren entlang der Lagunen sein, jetzt im Frühjahr hat der Ort eher mehr für Naturliebhaber zu bieten.

Comacchio hat mehrere Stellmöglichkeiten für Wohnmobile, Foto oben ist eine davon

die Fattibello-Lagune

Sonnenuntergang in der Lagune

Die Stimmen auf der Piazza.
Das Ortszentrum, Treffpunkt und allabendlicher Versammlungsraum unter freiem Himmel zu gleich. Hier bleiben die Einheimischen unter sich. In vielen mittelitalienischen Städten ist der abendliche Corso ein Ereignis ersten Ranges.
Und hier noch einige Bilder von Comacchio:
In Comacchio bleiben wir über Nacht. Gleich nebenan ist ein Coop Supermarkt der uns morgen mit frischen Brötchen versorgen wird.
Die Nacht war dieses Mal absolut ruhig. Außer unserem Wohnmobil stand nur noch ein weiteres italienisches Mobil auf dem Platz.
Heute beginnen wir unsere Fahrt zurück Richtung Heimat. Schön gemütlich geht es ins Friaul, wo wir noch einmal übernachten möchten, bevor es dann am nächsten Tag endgültig über die Grenze nach Österreich nach Hause geht.

Gemona del Friuli

Gemona del Friuli ist ein kleines Städtchen – nördlich von Udine – das Wohnmobilfahrer mit einem eigenen gut ausgestatteten und kostenlosen Wohnmobilstellplatz begrüßt. Der Ort wurde 1976 von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Mittlerweile ist aber vom Erdbeben nichts mehr zu erkennen, lediglich ein Gedenkraum mit vielen Bilder erinnert im Ortszentrum an dieses schreckliche Ereignis.
Von der Burg aus genießt man einen herrlichen Ausblick über das Tal des Tagliamento und bis nach Udine.

der Stellplatz mit Ver- und Entsorgungsanlage in Gemona del Friuli

Blick auf den Dom bei Nacht

ein phantastischer nächtlicher Ausblick ins Tal

und ein ebenso schöner Ausblick bis nach Udine…..

Am Abend sind noch zwei weitere Wohnmobile hier auf dem Platz angekommen. Die beiden fahren in den Urlaub und wir müssen heim …. 😥

Vielen Dank.
Übersichtskarte der Tour:

die Karte kann durch anklicken vergrößert werden !

 

 

 

2 Gedanken zu „Mittelitalien im März – Zusammenfassung

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