Chiemsee und Chiemgau

Dieses verlängerte Wochenende über Fronleichnam wollen wir an den Chiemsee und in den Chiemgau. Da der Chiemgau für uns ja quasi gleich um die Ecke liegt, beschließen wir, nicht gleich nach Feierabend, sondern erst morgens an Fronleichnam zu starten. Auf den Strassen geht es relativ reibungslos voran, trotzdem schön dass wir diesmal nicht allzuviel Fahrt vor uns haben. Gegen 11 erreichen wir auch schon unseren eingeplanten Stellplatz beim Almfischer in Übersee. Wir haben zwar nicht reserviert, trotzdem findet die nette Steiner Bäuerin für uns noch ein schönes Plätzchen, sogar mit Stromanschluss. Gleich nebenan findet dieses Wochenende ein Jugendfischerfest statt. Für mich ist es immer schön zu sehen, dass sich die Jugend auch noch für andere Dinge ausser PC und Smartphone begeistern kann.

Übersee am Chiemsee

Das Fahrzeug war gleich abgestellt und angeschlossen. Nach einer kleinen Pause holen wir die Räder raus und starten auf dem Radweg – der Tiroler Ache entlang – zum Chiemsee. Bei unserem letzten Besuch hier am Chiemsee sind wir noch später angekommen und gleich einmal um den See geradelt. Das waren etwa 55 km und rund 5 Stunden radeln. Nein dieses Mal wollen wir es bequemer angehen 😉
Durch den Fronleichnams-Feiertag ist mächtig viel los, das schöne Wetter tut ein Übriges. Die Radwege rund um den See sind sehr schön ausgeschildert. Für heute lassen wir es gemütlich und piano angehen und halten schon mal Ausschau nach einem schattigen Biergarten entlang des Weges 😉
Gegen Spätnachmittag kommen wir zurück zum Wohnmobil. Jetzt gibt es erst mal Abendessen und ein gutes Bierchen (oder zwei). Die Markise kann ich mir sparen, Nachbars Mobil und die umstehenden Bäume spenden ausreichend Schatten, während die Sonne schön langsam am Horizont verschwindet.  Vom Jugendfischerfest – gleich nebenan – kommt abends etwas Musik, stört uns aber überhaupt nicht.

Chiemsee bei Übersee

Chiemsee bei Übersee

Ich habe geschlafen wie ein Bär. Die Fenster oben und im Schlafbereich hinten seitlich hatte ich wegen der Hitze alle aufgestellt, dadurch war es in der Nacht auch angenehm kühl und schön wenn man vom Vogelgezwitscher geweckt wird.

Insel Herrenchiemsee

Heute morgen wollen wir mit dem Schiff rüber zur Insel Herrenchiemsee und dann später weiter zur Fraueninsel. Den Fahrplan der Schifffahrtsgesellschaft haben wir gestern schon studiert. Nach einem zeitigen Frühstück ging es mit den Bikes runter zur Schiffsanlegestelle Feldwies.

Überfahrt zur Insel Herrenchiemsee

Gestüthof auf der Insel Herrenchiemsee

Schöne Pferdestallung wie vor hundert Jahren

Prächtige Pferde

Insel Herrenchiemsee

Insel Herrenchiemsee

Unsere Fahrräder haben wir bei der Schiffanlegestelle in Feldwies festgemacht. Die Überfahrt zur Insel dauert nicht einmal eine ½ Stunde. Während sich der gesamte Besuchertross direkt auf den Weg zum Schloss macht, schauen wir uns erst einmal die Insel an. Am See entlang wandern wir vorbei am Gutshof mit dem alten Pferdestall runter bis zum Kanal und dann weiter zum Schloßgarten.

Insel Herrenchiemsee

Insel Herrenchiemsee

Insel Herrenchiemsee

Insel Herrenchiemsee

Schloß Herrenchiemsee

Insel Herrenchiemsee

Bis nach Mittag bleiben wir auf der Insel, bevor wir mit dem gleichen Schiff weiter zur Fraueninsel fahren.

Fraueninsel

Das letzte Mal als ich auf der Fraueninsel war –  das ist schon ein paar Jahre her – war es Winter. Die Schifffahrt war zu dieser Jahreszeit schon längst eingestellt und unsere damalige Überfahrt gegen Abend – wohlgemerkt im Winter – wurde von privater Seite organisiert. Diese seiner Zeit ruhige Insel hatte ich wohl noch in Erinnerung als ich heute diesen riesigen Besucherandrang sah. Jetzt gegen Nachmittag haben die gefühlten Besucherzahlen offenbar deutlich zugenommen. Nach einem kleinen Inselrundgang, einem Besuch in einem Fischerlokal und einer Besichtigung des Klosters war dann auch schon wieder Schluss für uns.

Kloster Fraueninsel

Klosterhof Fraueninsel

Fraueninsel

Rosenpracht auf der Fraueninsel

auf der Fraueninsel

Schaufelraddampfer auf dem Chiemsee

Zurück an der Schiffsanlegestelle in Feldwies wollten wir eigentlich noch runter in die Hirschauer Bucht radeln. Die e-bikes hatten noch genug Saft aber wir beide eigentlich nicht mehr richtig Lust darauf. Zu nervig war der letzte Teil auf der Fraueninsel.
Also rauf aufs Rad, rein nach Uebersee, noch ein paar Einkäufe erledigt und zurück zum Wohnmobil wo wir den Tag schön gemütlich ausklingen ließen. Wir lauschten noch dem Vogelgezwitscher während die Sonne langsam unterging und sich immer mehr Wohnmobilfahrer in Ihre Fahrzeuge zurückzogen.

Bergen

Nach einer herrlich ruhigen Nacht verabschieden wir uns von der Familie Steiner – Almfischer, zahlen unsere Rechnung und fahren einige Kilometer weiter auf einen Parkplatz in Bergen. Von hier aus führt ein mehrstündiger Wanderweg hoch zum Hochfelln mit einem – je nach Wetterlage – grandiosen Ausblick ins Chiemgau und natürlich auch zum Chiemsee. Wer es bequemer möchte kann auch die Seilbahn zum Gipfel benutzen 😉

Ausblick vom Hochfelln

das Hochfellnhaus, links mit Gipfelkreuz

Gipfelkreuz am Hochfelln, im Hintergrund der Chiemsee

Ausblick vom Hochfelln

Ausblick vom Hochfelln

Der Hochfelln ist ein Eldorado für Gleitschirmflieger. Interessierte und sportbegeisterte kommen hier hautnah auf Ihre Kosten. In der Senke zwischen Seilbahnstation und Feuerköpferl gehts dann gleich richtig runter.

gute Vorbereitung ist alles

…und immer auf den Wind achten

…und schon hat er abgehoben

letzter Blick nach oben

herrliches Panorama

Nach einer kräftigen Brotzeit auf der Terrasse des Hochfellnhauses wird es für uns auch schon wieder Zeit den Rückweg ins Tal anzutreten. Gegen Abend hat der Wetterbericht heftige Gewitter angekündigt und einen Stellplatz für die Nacht müssen wir uns auch noch suchen, wobei wir diesbezüglich schon den einen oder anderen Stellplatz ins Auge gefasst haben.

Vorboten eines Gewitters ?

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Brünnling Alm

Bernau am Chiemsee

Im Tal angekommen verlassen wir unseren Parkplatz in Bergen und fahren zum Tenniszentrum Bernau am Chiemsee wo neuerdings auch Stellplätze für Wohnmobile angeboten werden. Wir haben Glück, es sind noch wenige Plätze frei. Für heute sind wir genug gelaufen, deshalb ist jetzt erst mal duschen und relaxen angesagt. Später kommt noch Fussball im TV, hoffentlich hält das Wetter, nicht dass ein heftiges Gewitter einen Strich durch meine einzige Fernsehplanung macht 🙂 Meine APP der Unwetterzentrale zeigt alle Landkreise rundum rot und lila eingefärbt, was nicht unbedingt beruhigend ist. Gegen Abend zieht sich der Himmel total zu, weiter oben in den Bergen sind immer wieder starke Wetterleuchten zu sehen, der Wind frischt auf aber außer einige dicke Regentropfen und viel Wind war dann nichts. Das Gewitter scheint einen Bogen um uns gemacht zu haben.
Die Nacht war ruhig, wir haben angenehm geschlafen. Zum Frühstücken gehen wir heute „auswärts“. Nur 300 Meter weiter in einem Supermarkt gibt es ein Cafe, das auch heute am Sonntag geöffnet hat. Aber die dürftige Frühstücksauswahl stellt eher eine herbe Enttäuschung dar.

Aschau

Zurück am Stellplatz machen wir uns mit unseres bikes nochmal zu einer Radtour auf. Über Aschau geht es leicht bergauf über Innerwald weiter zum Bauern- und Kunsthandwerkermarkt nach Sachrang. Der Radweg liegt landschaftlich schön und führt gut ausgebaut größtenteils am Flüsschen Prien entlang. Sachrang, dieses beschauliche Dörfchen ist alleine schon wegen der sehenswerten Dorfkirche einen Abstecher wert.

Pfarrkirche Aschau

Pfarrkirche Aschau

Aschau im Chiemgau

Der Sachranger Bauern- und Kunsthandwerkermarkt mit 80 Ausstellern. Vom frisch gebackenem Brot, frischem Almkäse, Geräucherten bis hin zur Handwerkskunst war alles zu sehen, probieren und zu kaufen

Handwerkermarkt in Sachrang

Bauern- und Kunsthandwerkermarkt in Sachrang

Pfarrkirche in Sachrang

Kirche Sachrang innen

Burg Hohenaschau

Auf dem schönen Radweg – jetzt talwärts – ging es dann zurück zum Stellplatz nach Bernau von wo aus wir uns dann auf den Heimweg machten.

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Übersichtskarte zum vergrößern anklicken

8 Gedanken zu „Chiemsee und Chiemgau

  1. 🔆Sigrid🔆

    Wir erlebten einen tollen Radl- und Wanderurlaub am Chiemsee. Auf den Hochfelln sind wir auch hoch gelaufen. Eine sehr schöne Wandertour. Wir sind dreimal um den Chiemsee geradelt in der Zeit – waren immer 59 km – allerdings nur mit eigenem Antrieb. In den Chiemgau würde ich jederzeit wieder fahren, um Urlaub zu machen. LG Sigrid

    Antwort
    1. Labby Autor

      Ja der Chiemgau ist schon wunderschön, liegt ja praktisch „vor meiner Haustür“. Mit dem Radl einmal um den Chiemsee, das gehört einfach mit dazu 😉

      Antwort
      1. 🔆Sigrid🔆

        Beneidenswert, so nah am Chiemsee zu wohnen. Ist schon wunderschön da. Sobald wir wieder in Süddeutschland wohnen, ist er ja auch nicht mehr so „fern“. LG

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