Schleswig Holstein und an die Ostsee

Die nächsten zwei Wochen wollen wir nach Schleswig Holstein und an die Ostsee. Mal wieder Fisch essen, Fahrradfahren, ein bisschen Schiffe gucken und an der Küste wandern. Dieses Mal ohne viel Fahrerei – mal abgesehen von der Hin- und Rückfahrt – und einfach die freie Zeit genießen.

Potsdam

Westlich von Berlin bei Werder an der Havel legen wir schon mittags unsere erste Tagesetappe ein. Mit den Bike´s geht es in das etwa 15 Kilometer entfernte Potsdam. Unser Ziel ist in erster Linie der Park und das Schloss von Sanssouci, einer der schönsten Paläste Deutschlands im Rokoko-Stil. Potsdam ist berühmt für seine prächtigen Paläste und Gärten. Viele Besucher kommen aber vor allem wegen des legendären Schlosses Sanssouci von König Friedrich II.

Blick auf Werder an der Havel  Die Havel – zwischen Werder und Potsdam entlang am Radweg ein herrlicher Sonnentag – viele Genießer auch auf dem Wasser  traumhafte Radwege, so nah an Berlin und Potsdam  im Park von Schloss Sanssouci

Die Nacht verbringen wir hier in der Gegend bei Werder an der Havel. Bei unserem letzten Besuch vor einigen Monaten hatten wir ein schönes Plätzchen gefunden, das wir wieder aufsuchen. In Werder gibt es auch einen offiziellen Wohnmobilstellplatz, der ist auch nicht schlecht.
Die Nacht war ruhig und schön. Heute Morgen geht es weiter in Richtung Norden aber nicht ohne vorher an einer Bäckerei halt zu machen. Gefrühstückt wird kurze Zeit später.

Schleswig

Auf der Autobahn A7 zwischen Hamburg und Rendsburg ist wieder viel Verkehr und das Nadelöhr – die Brücke über den NOK Nord-Ostseekanal – ist immer mit Stau behaftet. Gegen Nachmittag erreichen wir Schleswig. Heute ist Ostersamstag und wie könnte es da anders sein, der Stellplatz am Hafen ist rappelvoll. Das tut aber der guten Stimmung keinen Abbruch. Etwas ausserhalb kennen wir auf der „Freiheit“ einen schönen Platz direkt an der Schlei, den wir uns mit weiteren 5 Wohnmobilen teilen. Dieser Platz ist zwar kein offizieller Wohnmobilstellplatz, aber es stört hier draussen auch niemanden.

unser Stellplatz direkt an der Schlei auf der „Freiheit“…und so blickt man innen vom Wohnmobil aufs Wasser – traumhaftAbendstimmung auf der Platte „Freiheit“ (ein passender Name) direkt an der Schlei

Am nächsten Morgen ziehen wir um. In der ersten Reihe – direkt am Wasser – ist auf dem Hafenstellplatz ein Plätzchen frei geworden. Der Platz hat natürlich den Vorteil, dass sich dieser sehr zentral am Hafen und nahe der historischen Altstadt befindet und mit erstklassigen Sanitäranlagen ausgestattet ist. Hier – in der ersten Reihe – bleiben wir satte 5 Tage und genießen den Naturpark Schlei mit ausgiebigen Radtouren durch eine herrliche Landschaft.

Stellplatz am Hafen Schleswig, direkt am Wasser Schleswig Stellplatz und HafenFischerdorf Holm

der Langsee, ein kleiner See nördlich von Schleswig, entlang unserer Radtour der Langsee, traumhaft und verschlafen im Naturpark Schlei der Langsee …weiter geht unsere Radtour zur Schiffsfähre bei Missunde…Richtung Missunde am Radweg  …im Naturschutzgebiet muss sie im Körbchen bleiben 😉  …das Naturschutzgebiet Reesholm Schlei  Naturschutzgebiet und Vogelbeobachtung Reesholm Schlei…Fähre und Raststation bei Missunde. Zeit für eine Pause …die alte Mühle …und auch schöne Alleen entlang dem Radweg

Maasholm

Nach fünf traumhaften Tagen hier in Schleswig geht es heute weiter in das nur 40 km entfernte Fischerdorf Maasholm. Das ist ein kleines idyllisches Fischerdorf das bei Urlaubern und auch Windsurfern sehr beliebt ist. Wer nicht unbedingt in der einzigen Dorfapotheke einkaufen möchte, sollte darauf achten nicht mit ganz leerem Kühlschrank anzureisen, es sei denn man geht in einem der zahlreichen – aber guten Restaurants – zum essen.
Hier oben bläst der Wind heute sehr stark. Windstärke 8 bei auflandigen Wind läßt Radtouren oben und entlang dem Deich unmöglich machen. Da ist eine Exkursion zu Fuß angesagt, was unseren Vierbeiner Terry besonders freut. Vizeplatzwart Hans (liebe Grüße nach Kiel) der mir wieder ein schönes Plätzchen nahe am Wasser zugeteilt hat erinnert mich bei dem Wind nicht zu sorglos mit der großen Satelitenschüssel zu sein, was ich natürlich auch beherzigen werde.

…man sieht den Wind nicht, aber der war heftig  …die Vogelschutzwarte im Naturschutzgebiet 

…bei Maasholm im Naturschutzgebiet …Maasholms Fischerhafen

Schweren Herzens geht es weiter, zu stark und unangenehm bläst der Wind diese Tage. Schade, ich wäre gerne viel länger geblieben und werde dies sicher nachholen. Die Satelitenanlage hatte ich gestern Abend nur für 2 Stunden ausgefahren, zu stürmisch war der Wind immer wieder. Auch alle anderen Wohnmobilkollegen hatten diese bald eingefahren. Da wäre vielleicht DVBT eine gute Alternative.

Eckernförde

Eckernförde hat einen wunderschönen Stellplatz am Kakabellenweg und auch das bezaubernde Städtchen ist uns immer einen Besuch wert.

Nach einer Nacht geht es weiter nach Husum.

Husum

Ein schönes und auch sehenswertes Städtchen. Leider hat Husum im Vergleich zu seinen Nachbarorten Schleswig, Eckernförde, Tönning oder St. Peter Ordnung nur einen primitiven und beschämenden Stellplatz anzubieten. Der unbefestigte Platz befindet sich im Hinterhof einer Fischerverarbeitung und bald ist mir auch klar, warum die Sanitäranlagen so gut wie nicht genutzt werden. Die Wohnmobilisten nutzen lieber ihr eigenes Bad und WC im Wohnmobil, vielleicht auch deshalb weil nur wenige 50 Euro (!!!) Pfand für einen mikrigen WC Schlüssel bezahlen wollten. Von dem Verzehrgutschein von 2 Euro mache ich lieber keinen Gebrauch  😉
Schön ist der ausgeschilderte  Fahrradweg nach Nordstrand. Teilweise auf dem Deich und teils etwas im Hinterland
Auch auf Grund des bescheidenen Wohnmobilstellplatzes wollen wir hier nur eine Nacht bleiben. In der Nacht hat es zudem noch geregnet und der Platz ist mit riesigen Pfützen überzogen. Unsere Fahrt geht heute weiter nach Schacht Audorf bei Rendsburg.

Schacht Audorf bei Rendsburg – Schiffe gucken

Von dem Stellplatz hier in Schacht Audorf habe ich schon viel gehört und gelesen. Angeblich ideal zum Schiffe anschauen und da kommen ja hier am Nord-Ostsee Kanal jede Menge vorbei.  Schiffe gucken ist ja nicht so mein Hobby aber heute bei den zahlreichen Regenschauern auch einmal eine schöne Abwechslung. Da sitzt man bequem im Wohnmobil trinkt einen Kaffee und die Riesenpötte und Containerschiffe ziehen im ¼ Stunden Takt vorbei.

…der Stellplatz mit direkten Blick auf den NOK

So einen Logenplatz in der ersten Reihe gibt man nicht gerne auf. Trotzdem geht es heute weiter nach Heiligenhafen.

Heiligenhafen

Das Wetter hat sich komplett geändert. Das Tiefdruckgebiet ist über Dänemark abgezogen und ein strahlend blauer Himmel gegrüßt uns am Morgen.
Heiligenhafen hat alles was sich Wohnmobilfahrer wünschen, ein schöner Stellplatz erwartet uns. Ohne Fahrrad geht hier nichts. Der Platz ist etwas ausserhalb und für die Erkundung der Umgebung mit Naturschutzgebiet ist ein Fahrrad unverzichtbar.

…der Wohnmobilstellplatz Heiligenhafen …Tourismus pur, kein kleiner Fischerhafen …traumhafter weißer Strand …Leuchtturm an der Steilküste …Steilküste …Heiligenhafen…und ein schöner Sonnenuntergang über der Ostsee

Wismar

Unsere Fahrt geht weiter nach Wismar auf den Wohnmobilstellplatz am Schiffbauerdamm. In der Hansestadt bleiben wir 3 Tage, auch der Stellplatz bietet alle Annehmlichkeiten. Fotos von Wismar erspare ich mir, da ich die Hansestadt erst vorn wenigen Monaten besucht und ausgiebig fotografiert habe 😉
Wer lange und auch schöne Radtouren unternehmen möchte ist hier auf dem Ostseeradweg richtig.

…dieses alte Schätzchen (ein Triumpf Spitfire) habe ich in einer Nebenstrasse entdeckt

Unsere letzte Station ist Magdeburg. In einem Satz nach Hause zu fahren wäre nicht erholsam. Die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt ist angeblich eine der grünsten Städte Europas und das spürt man auch.

Magdeburg

Für Wohnmobile stellt die Stadt einen zauberhaften Platz an der Petrieförde – direkt an der Elbe und am Schiffsanleger – bereit. Die Stadt überrascht mit schönen Radwegen und sehenswerten Bauwerken. Allen voran natürlich der gotische Dom und das Hundertwasserhaus.

…Stellplatz an der Petrieförde …Magdeburgs Dom…und das Hundertwasserhaus

Unsere kurze Tour ist zu Ende.
Kleine Übersichtkarte:

 

 

 

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2 Gedanken zu „Schleswig Holstein und an die Ostsee

  1. Peter Klopp

    Guter Reiseplan! Man lernt eine Landschaft besser kennen, wenn man sich die Zeit nimmt, an einen Standort zu verweilen. Die Bilder deuten an, dass ihr viele Ortschaften schon kennt von euren vorigen Reisen.

    Antwort
    1. Labby Autor

      Ja Peter, man lernt die Umgebung wirklich besser kennen und erholsamer ist es auch. Schleswig Holstein (ein wunderschönes Bundesland) haben wir schon öfter besucht und werden sicher auch wieder kommen. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort

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