Mit dem Wohnmobil durch Umbrien und die Marken

Dieses mal wollen wir mit dem Wohnmobil durch Umbrien und die Marken. Durch Österreich und über den Brenner ging es erst einmal an den Gardasee, den wir immer wieder gerne als Ausgangspunkt für unsere Italien Touren nutzen. In Peschiera del Garda legen wir einen Halt auf dem neuen Wohnmobilstellplatz in der Via Milano ein. Wir bleiben einen Tag hier am Gardasee. Das schöne Wetter lockt sogar im Oktober noch jede Menge Touristen und Ausflügler an den See.

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Großer Andrang auf der Seepromenade in Peschiera und das im Oktober

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Hafen Peschiera

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Peschiera del Garda bei Nacht – hier am Hafen

In Peschiera geniessen wir noch einen milden Sommerabend am Hafen bevor wir uns wieder zurück zu unserem Wohnmobil aufmachen.

Florenz

Nach einer kurzen aber ruhigen Nacht gehts heute Vormittag weiter in Richtung Süden. Für den ersten Teil wollen wir schon Strecke machen. Wir fahren deshalb über die Autobahn durch den Apennin nach Florenz.

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durch den Apennin nach Florenz

Obwohl wir jetzt schon einige male in Florenz waren, würden wir Florenz nur ungern links liegen lassen.  Wir fahren auf den sehr zentral liegenden Stellplatz in der Via Gelsomino den wir schon einige Male besucht haben. Hier steht man nicht nur relativ Nahe am Zentrum, der Platz ist nachts auch ruhig und gilt als sicher. Die nächsten beiden Tagen sind fest für Florenz eingeplant, hier gibt es immer viel zu sehen. Runter ins Zentrum laufen wir zu Fuss, das sind nur etwa 1 bis 2 Kilometer. Stadtbummel, Markt, Museen, versteckte Restaurants und viel Kultur stehen auf dem Programm.

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Zurück im Wohnmobil mache ich mich abends gegen 20 Uhr noch einmal auf den Weg. Während es sich meine bessere Hälfte im Wohnmobil vor dem TV schon bequem macht, möchte ich jetzt noch rüber zur Piazzale Michelangelo. Das sind etwa 3 km Fussweg, spärlich beleuchtet entlang der vielen Villen und kein Schw…. unterwegs, dafür wird man aber mit einem phantastischen Ausblick auf Florenz belohnt, den man einfach stundenlang geniessen könnte.

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Florenz bei Nacht. Blick von der Piazzale Michelangelo

wp_IMG_10170_1 wp_IMG_10175_1Nach zwei schönen und immer wieder beeindruckenden Tagen in Florenz fahren wir heute morgen weiter Richtung Arezzo. Für Siena, das wir letztes Mal besucht haben, ist diesmal keine Zeit.

Arezzo

Über eine landschaftlich herrliche Strecke, vorbei an Torre del Castellano, erreichen wir Arezzo.

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Torre del Castellano auf dem Weg nach Arezzo

Für diese architektonische Perle, die leider etwas im Schatten der Touristenzentren Siena und Florenz steht sollte man genügend Zeit einplanen. Auf dem Stellplatz Tarlati bleiben wir gleich über Nacht. Der Stellplatz ist kostenlos und liegt direkt in Nähe der alten Stadtmauer.

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Arezzo

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Blick von Arezzo

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Arezzo

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Patrizierhäuser an der Piazza Grande

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Palazzo delle Logge

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Piazza Grande mit der Kirche „Santa Maria della Pieve“

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Piazza Grande

Lago Trasimeno

Heute morgen geht es weiter zum Lago Trasimeno. Über Castiglion Fiorentino und Cortona – wo wir jeweils einen kleinen Abstecher machen – erreichen wir Tuoro sul Trasimeno. Wir fahren nach Borghetto einem Ortsteil von Tuoro. Hier befindet sich ein kleiner Wohnmobilstellplatz, schön und ruhig direkt am Lago Trasimeno gelegen, kostenlos mit  Strom und Ver- und Entsorgung. Ein Sahnestückchen. Leider finden wir hier keinen Platz mehr, denn ein uralter Hymer mit HH Kennzeichen hat auch noch die Markise ausgefahren und braucht deshalb von den nur 4 vorhandenen Stellplätzen gleich 2 für sich.  😦
Auf dem Parkplatz weiter vorne, in der Nähe des Restaurants, legen wir trotzdem erst einmal einen Halt ein und nutzen das herrliche Wetter zu einem Spaziergang in Seenähe. Gegen Nachmittag fahren wir weiter auf den Campingplatz Punta Navaccia gleich in der Nähe. Ein kräftig in die Jahre gekommener ACSI Campingplatz – der offenbar seine besten Jahre schon hinter sich zu haben scheint – mit einem trotzdem schönen Stellplatz direkt am See. Ein Großteil aller Campingparzellen ist im Besitz von Dauercampern.
Hier machen wir es uns erst einmal richtig gemütlich und richten uns schon mal auf ein, zwei Tage Lago Trasimeno ein 😉
Es ist herrlich hier am See zu sitzen und dem Plätschern der Wellen und den Vogelstimmen zu lauschen. Der Vollmond zieht auf während der Tag langsam geht und der See in einem bezaubernden Abendlicht erwacht. Es ist schön spät und die wenigen Camper die ebenfalls auf dem CP sind haben sich schon in Ihre Fahrzeuge zurückgezogen als die Stille ein jähes Ende nimmt. Von ganz hinten erleuchtet ein Lichtkegel – wie man es nur von Autobahnen kennt 🙂 – den Campingplatz, ein Diesel tuckert mehr oder weniger im Stand. Irgendwann drehe ich mich auf meinem Bänkchen am See um und schaue nach hinten. Ganz hinten steht es, das WoMo. Offenbar wissen sie nicht so recht wo hin jetzt. Ganz langsam kommen Sie näher, vorsichtig, um in der Nacht ja kein Bäumchen zu streifen. Der Stellplatz gleich neben uns soll es sein – warum nicht – ist ja auf dem CP ohnehin alles frei. Ein holländisches Pärchen. Er weist ein mit Taschenlampe und rufen. Endlich, sie sind drinn. Nach gefühlten 30 Minuten haben die beiden Herren es geschafft einzuloggen. Aber noch nicht genug, nein Tischchen, Markise und Klapperstühle müssen heute (zwischenzeitlich weit nach 22 Uhr) noch raus. Grins Grins.
Ich ziehe mich zurück ins WoMo. Frauchen hat sich schon ins Bettchen gelegt und die Trennwand zugezogen. Ich lese noch etwas, bevor ich mich auch aufs Ohr lege.

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Blaue Stunde am Lago Trasimeno

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Traumhaft, der Lago Trasimeno

Am Lago bleiben wir noch einen Tag. Ganz in der Nähe – Castiglione del Lago – ist heute Markttag. Da muss Frauchen hin 🙂    So`n Markt ist auch mal wieder ganz schön. Die Einen machen dies und die Anderen das. Ich gehe solang mal einen Cappuccino trinken 😉

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bei Castiglione del Lago

Perugia

Heute morgen geht es weiter nach Perugia. Universitätsstadt und die Hauptstadt Umbriens. Ein absolutes Muss für Umbrienbesucher. Große Klasse ist der neu gestaltete Wohnmobilstellplatz „del Bove“ , da könnten sich einige Städte eine Scheibe abschneiden. Komplett ausgestattet, sogar mit behindertengerechter Dusche und WC. In Perugia bleiben wir sowieso den ganzen Tag und übernachten auch gleich hier. Hier gibt es so viel zu sehen, dass dies an einem Tag ohnehin fast nicht zu machen ist.

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Palazzo dei Priori

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Altstadt Perugia. Hauptstadt Umbriens und Universitätsstadt

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Kathedrale San Lorenzo mit Kanzel

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Panoramafoto Piazza Italia – zum vergrößern klicken

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Altstadt Perugia

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Über den Dächern von Perugia

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Perugia

Spät kommen wir zurück zum Wohnmobil. Den Tag hier in Perugia haben wir voll genossen. Obwohl wir morgen weiter nach Assisi wollen, können wir jetzt schon sagen, dass dies nicht unser letzter Besuch in Perugia war. Zwischenzeitlich hat sich der Himmel zugezogen und wenig später geht sogar ein kräftiges (Herbst)Gewitter runter. Egal wir machen es uns im Wohnmobil richtig bequem und schlafen wie die Murmeltiere. Die Nacht war absolut ruhig und nachts war auch kaum Verkehr auf der Strasse vor dem Platz. Morgens werden wir von den üblichen „Großstadtgeräuschen“ geweckt. Ein Supermarkt in der Nähe versorgt uns mit frischen Brötchen bevor wir uns auf die Weiterfahrt Richtung Assisi machen.

Santa Maria degli Angeli

Nicht mehr weit vor Assisi liegt Santa Maria degli Angeli. Die Basilika im Ort – sehenswerter als vieles in Assisi – ist unbedingt einen Besuch wert.  Wir machen deshalb einen Abstecher nach Santa Maria degli Angeli. Obwohl wir vorher schon viel über die Basilika gelesen hatten, waren wir mehr als beeindruckt. Die Basilika ist eine der größten Kirchen des kath. Christentums. Die Portiunkulakapelle in der sich der Hl. Franziskus immer zum Gebet zurückzog und in der er auch starb, stand damals einsam in einem Wald. Später wurde über diese Kapelle die Basilika Santa Maria degli Angeli erbaut. Die Kapelle steht also mitten in der Basilika. Leider ist in der gesamten Kirche fotografieren streng verboten – was ich auch respektiert habe – sodass ich hier nur auf wikipedia verweisen kann.
Einen kostenlosen Parkplatz für sein Wohnmobil findet man hier, gleich in der Nähe. Einen erstklassigen Cappuccino gibt es übrigens gleich gegenüber der Basilika (Ausgang Basilika rechts über die Strasse) für schlappe € 1,20  🙂

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Basilika Santa Maria degli Angeli

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Basilika Santa Maria degli Angeli

Assisi

Nur wenige Kilometer weiter ist Assisi. Schon von Weitem unverkennbar die beeindruckende Kirchenanlage. Noch gar nicht richtig in Assisi merkt man schon wie geschäftig es hier zugeht. Ein eifriger Parkwächter winkt uns gleich auf einen Parkplatz, den wir natürlich gerne nutzen, denn irgendwo müssen wir ja unser kleines Fahrzeug abstellen 😉

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Assisi

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Assisi

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Assisi

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Assisi – immer viel los 😉

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Basilika St. Franziskus

So schön und durchaus sehenswert Assisi auch ist, zumindest ich bin froh wieder weiterfahren zu können. Die Hektik und der Trubel sogar noch jetzt im Oktober ist schon eine Sache.

Montefalco

Zwischenzeitlich schon später Nachmittag wollen wir uns ausserhalb von Assisi eine Bleibe für die Nacht suchen. In Montefalco, 4o km weiter, entdecken wir einen ruhigen Stellplatz mit phantastischem Ausblick. Stellplatz und Ausblick kostenlos. In der Abendsonne lassen wir den Tag und die Eindrücke nochmals Revue passieren und geniessen unser Fläschchen Rotwein bevor wir uns in die Kajüten zurückziehen.
wp_IMG_10400_1 wp_IMG_10402_1 wp_IMG_10410_1Heute morgen geht es weiter Richtung Süden. Immer wieder mal machen wir einen Abstecher in den einen oder anderen sehenswerten Ort, von denen es hier sehr viele zu geben scheint. Schon etwas später in Spoleto angekommen steuern wir zuerst den relativ einfachen und wenig attraktiven Stellplatz in der Via dei Filosofi an. Nachdem uns dieser aber überhaupt nicht zusagt machen wir uns nochmals auf den Weg einen anderen Stellplatz – auch in Spoleto – zu finden.

Dem Navi sei (nicht) gedankt 😦

Dann kommt was irgendwann mal kommen muss. Dass Navi „hängt sich plötzlich auf“ und wir landen mit dem WoMo mitten in der Altstadt. Das mir das passiert hätte ich nie geglaubt. Verlasse ich mich doch nur selten und sogar widerwillig aufs Navi. Meine beste Copilotin hatte gerade ein „wichtiges“ Telefonat mit der Family und schon war es passiert. Alles ist immer wichtiger als „meine Weinigkeit“ am Steuer. Grins Grins. Erst Einbahnstrasse, ewig lang, dann kommt ein Verkehrszeichen (Verbot über 2,40 m Breite). Die Strassen, ach was schreibe ich die Gässchen wurden immer enger und enger. Ich hielt an, fragte den Italiener in seinem Alfa hinter mir ob es noch einen anderen Ausweg aus der Mausefalle gäbe aber der machte mir schnell klar, da musst du durch. Plötzlich taucht eine Gasse (Link) auf, gefühlte 300 Meter lang, eng und versetzt, da war für mich Schluss. Keinen Meter wollte ich mehr weiterfahren, aber wie soll das gehen. Hinter mir gefühlte hunderttausend Autos. Bei dem Verkehrschaos dauerte es nicht lange bis die Bedienung aus dem benachbarten Cafe auf uns zukam und uns klarmachte „Spiegel anklappen, dann wirds zwar eng, aber es geht“. Ich fasste meinen ganzen Mut zusammen, horchte schon ob ich irgendwo ein Kratzen höre und schlich durch die Gasse. Links 2 Zentimeter, rechts das Gleiche. Geschafft, Gott sei Dank. Nix wie raus aus der Stadt. Ich brauche für heute weder eine Stadtbesichtigung noch einen Stellplatz hier. Wir fahren weiter nach Terni wo wir auf dem Wohnmobilstellplatz übernachten.

Heute morgen geht es nach einem gemütlichen Frühstück weiter nach Collestatte Piano – ganz in der Nähe hier von Terni – und zwar auf den Stellplatz gleich neben der Cascata delle Marmore, einem der größten und schönsten Wasserfälle Italiens.
Hier im Parco Fluviae del Nera – einem herrlichen Naturpark und Wandergebiet – bleiben wir für Wandertouren und Ausflüge erst einmal die nächsten Tage. Neben Terni und hier an der Cascata gibt es auch noch einen kostenlosen Stellplatz (sogar mit Strom) bei Casteldilago, ganz in der Nähe.

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mit solchen „naturnahen“ Begegnungen muss man hier immer rechnen

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Parco Fluviae del Nera

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Cascata delle Marmore bei Terni

Wer die Möglichkeit hat, sollte sich auf jeden Fall die Cascata delle Marmore – einem der schönsten und größten Wasserfälle Italiens – ansehen. Einen schönen Blick auf den Wasserfall bietet eine Aussichtplattform auf der gegenüberliegenden Seite. Die erreicht man, wenn man mit dem Wohnmobil nach Alt-Collestatte hoch und dann weiter nach San Liberatore fährt. Das Verkehrsschild „Verbot für Fahrzeuge über 2m Breite“ gilt erst nach 1km und betrifft uns nicht mehr. Hier von der Kirche (GPS 42.571236,12.710661) führt ein etwa ¾ stündiger Wanderweg zu einer gut ausgeschilderten Aussichtsplattform. Die eine oder andere kleine Parkmöglichkeit findet sich hier oben auch. Die Schleusen für den Wasserfall werden nicht täglich geöffnet, besonders in der Nachsaison sollte man sich hier über die Zeiten der Schleusenöffnung informieren. Im Oktober oder November ist dies nur am Wochenende. Eine Viertelstunde vor Öffnung des Wasserfalls ertönt eine im ganzen Tal hörbare Sirene. Kurz vor Öffnung kommt nochmals ein Sirenensignal damit jeder die Uferbereiche verlassen kann. Danach öffnen sich die Schleusen. Dieses beeindruckende Spektakel dauert etwa 2 Stunden, gegen Ende ist eine riesige Gischtwolke über dem Tal.

wp_IMG_10485_2Rwp_1IMG_10490_1Nach wunderschönen und auch erholsamen Tagen hier im Parco Fluviae del Nera führt unsere Fahrt über die SP209 und SP 685 vorbei an Ferentillo und anderen sehenswerten Dörfern weiter mach Norica.

Norica und der Piano Grande, das Feinschmecker- und Wanderparadies Umbriens

Norcia wird mit Recht als das Feinschmeckerparadies Umbriens bezeichnet. Zu den kulinarischen Attraktionen zählen neben Wurst- und Fleischwaren auch die Käsespezialitäten. Ein Feinschmeckergeschäft nach dem anderen und ebensolche Lokalitäten reihen sich aneinander. Wer hier her kommt sollte die kulinarischen Freuden nicht zu kurz kommen lassen. In Norcia machen wir für heute einen Halt. Einen offiziellen Wohnmobilstellplatz gibt es hier leider nicht. Parken ist aber kein Problem. Tagsüber stehen wir oben auf den Parkplätzen vor der Stadtmauer, abends stellen wir uns auf den absolut ruhigen Parkplatz in der Circonvallazione di Norcia.  Gegen Abend wird es kühl und nebelig, man merkt schon die bergige Landschaft.

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Feinschmeckergeschäft mit Wurst- und Käsespezialitäten

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Norcia, Piazza San Benedetto

Der Piano Grande

Nach einer traumhaft ruhigen Nacht wollen wir heute früh weiter zum Piano Grande. Norcia ist immer noch in Nebel gehüllt, als wir schon langsam den Pass zum Piano Grande hochklettern. Irgendwann weiter oben gewinnt dann die Sonne die Oberhand über den Nebel, der sich wie ein Schaummeer über das Tal gelegt hat.

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Nebel im Tal, Sonne weiter oben

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der Piano Grande

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Piano Grande

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der Piano Grande

Und plötzlich ist er da, der Piano Grande. Gigantisch und beeindruckend zu gleich. Jetzt im Oktober pfeift hier oben auf der Passhöhe der Wind kalt und kräftig. Beim ersten Anblick des Piano Grande denkt man an einen riesigen Kraterrand eines urzeitlichen Meteoriteneinschlages. Eingerahmt von den massiven Berggipfeln der Sibyllinischen Berge mit dem Monte Vettore. Trotz der vielen von mir gemachten Fotos lässt sich dieser imposante Eindruck nur sehr eingeschränkt rüberbringen. Im Frühjahr erblüht das ganze Tal in einer herrlichen Blütenpracht. Die Hochebene des Piano Grande ist jetzt im Herbst von Trüffel- und Schwammerlsucher belagert. Ein großer Teil des weiten Tales dient jetzt auch als Weidefläche für Schafe und Pferde. Den stämmigen Hütehunden sollte man als Wanderer lieber einen respektablen Abstand entgegen bringen.

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Hinten auf der Anhöhe Castelluccio

Am Nachmittag fahren wir weiter. Nur schweren Herzens verlassen wir den Piano Grande und den Nationalpark Monti Sibillini. Hier könnten wir noch Tage verbringen aber wir wollen über  Acquasanta Terme und Ascoli Piceno weiter an das Adriatische Meer.

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eine Parkmöglichkeit auf der Hochebene – hinten Castelluccio

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Weidepferde

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Castelluccio di Norcia

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Pian Grande

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Piano Grande

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Piano Grande

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Panoramafoto – zum vergrößern klicken

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Panoramafoto – zum vergrößern klicken

Cupra Marittima, Adria

Gegen Nachmittag erreichten wir die adriatische Küste. Es ist auch wieder mal schön das Meer zu sehen. Wir suchen nicht lange herum und fahren auf den nächsten ACSI Campingplatz Camping Calypso in Cupra Marittima. Ein einfacher Campingplatz der in wenigen Tagen für dieses Jahr schließt, was uns aber reichen sollte. Ich bin ja weniger ein Freund von Campingplätzen aber ab und zu muss das auch wieder mal sein. Mit diesem Platz würde ich mich wohl nie anfreunden. Mitten durch den Platz – praktisch an der Küste entlang – verläuft eine der (gefühlt) meist befahrenen Bahnstrecken Italiens 😦  selbst nachts kehrt wenig Ruhe ein. So manchen länger verweilenden ACSI Campinggast scheint das aber nicht zu stören. Vielleicht hören die auch die Bahn nicht mehr.

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der Strand lädt zum spazierengehen ein

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bei Cupra Marittima an der Adria

So schön wie es hier am Meer auch war aber so richtig geniessen konnten wir es nicht. Draussen sitzen, dem Meer lauschen und ein Gläschen Roten geniessen – traumhaft – bis man plötzlich glaubte neben einem landet ein Düsenjet auf Schienen. Als ich dann noch eine fette Ratte oben über den Maschendrahtzaun laufen sah war Schluss, zwei Tage sind genug, wir wollen ohnehin weiter bevor wir taub sind  🙂

San Marino

Heute morgen, gleich nach dem Frühstück geht es weiter in Richtung Norden nach San Marino. Anfangs nutzen wir noch die Autostrada den Rest des Weges legen wir auf der Landstrasse zurück. Das letzte Mal war ich vor über 20 Jahren hier. Da machte ich mit Freunden in Cattolica einen Badeurlaub. Jetzt sollte es also ein Wiedersehen mit dem Wohnmobil geben. Von unserem Navi lassen wir uns zum Parkplatz P13 lotsen, ein schöner und ruhig gelegener Stellplatz gleich unterhalb der Seilbahn. Gelaufen sind wir die letzten Tage genug, wir gönnen uns deshalb eine Seilbahnfahrt hoch in die Altstadt. Einzelfahrpreis € 2,80 / Person. Glück muss man haben, als Wechselgeld gab es eine schöne neue 1 Euro Sondermünze von San Marino zurück. Da geht einer Sammlerin das Herz auf. Das Wetter passte auch, Wolken und Sonne wechselten sich immer wieder ab.
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San Leo

Gegen Spätnachmittag kommen wir zurück zu unserem Wohnmobil. Wir überlegen noch eine Weile ob wir uns schon hier für die Nacht einrichten oder noch weiter fahren. Ein Blick in den Reiseführer zeigt uns, dass es sich allemal lohnt das nicht weit entfernte San Leo zu besuchen. Gestärkt wird unsere Entscheidung dadurch, dass San Leo auch einen Stellplatz für Wohnmobile zur Verfügung stellt. Schon von weitem sieht man die Festung San Leo die über dem Bergdorf thront. Im Ort erfahren wir vom Tourismusbüro, dass der eigentliche Wohnmobilstellplatz in der Via Michele Rosa wegen archäologischer Ausgrabungsarbeiten in der Nähe offenbar für längere Zeit nicht mehr zur Verfügung steht wir aber gerne auf dem großen Parkplatz am Ortseingang kostenlos stehen bleiben dürfen, was wir später auch gerne tun. Nach einer ausgiebigen Besichtigung lassen wir diesen herrlichen Tag gemütlich in einer bezaubernden Pizzeria ausklingen bevor wir uns wieder zurück in unser WoMo trollen.

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San Leo

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Festung San Leo

Nach einer wunderschönen und vor allem absolut ruhigen Nacht (ohne Eisenbahn 😉 ) lassen wir den heutigen Tag ruhig angehen. In Novafeltria – nicht weit entfernt – findet heute einer der größten Wochenmärkte (Mercati settimanali) in der Umgebung statt. Ganz in der Nähe des Marktes haben wir Glück und finden in einer Seitenstrasse eine Lücke für unser WoMo. Hier ist es für die nächsten Stunden gut aufgehoben. Auf dem Markt decken wir uns nicht nur mit Lebensmitteln ein auch die eine oder andere Jacke und Pulli ist später mit im Wohnmobil.

Sant´Agata Feltria

In Sant´Agata Feltria legen wir unseren nächsten Halt ein. Dieser nette Ort mit seinem erstklassigen kostenlosen Wohnmobilstellplatz lädt ja geradezu zum bleiben ein. Im Moment bereitet sich hier alles auf das Trüffelfest vor. Der Festplatz ist schon ausgesteckt und die Stände im Ort aufgebaut.

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Sant´Agata Feltria bereitet sich aufs Trüffelfest vor

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Sant´Agata Feltria – nicht nur Wanderparadies

Der größte Teil unseres Urlaubs ist leider schon vorbei. Deshalb denken wir daran heute schon mal ein Stück Richtung Norden zu fahren. Irgendwo in der Südecke rund um den Gardasee planen wir für unseren nächsten Zwischenstopp ein. Wie schon bei unseren letzten Toskana Touren wollen wir auch dieses mal wieder nach Mantua.

Mantua

Mantua wartet mit einem schönen Wohnmobilstellplatz auf. Den Platz kennen wir schon von den letzten Besuchen und sind immer wieder begeistert. Hier in Mantua wollen wir mindestens 2 Tage bleiben. Von hier aus lassen sich tolle Radtouren dem Mincio entlang bis zum Gardasee und noch viele andere Touren unternehmen. Nachts bietet Mantua ohnehin ein besonderes Flair.

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Nachts in Mantua

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Nachts in Mantua

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Radweg zum Gardasee

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Borghetto am Fluss Mincio

Brentino Belluno

Nach zwei bezaubernden Tagen und Abenden in Mantua geht es weiter nach Brentino Belluno. Gleich unterhalb der Dorfkirche ist ein einfacher aber ruhiger Stellplatz für Wohnmobile ausgewiesen. Ideal für eine Tour bergauf zu der direkt in die Bergwand gebauten Wallfahrtskirche Madonna della Corona. Bestimmt jeder der auf der Autostrada A22 wieder Richtung Brenner zurückfährt hat sie schon hoch oben in der Felswand der Gardaseeberge gesehen aber ich glaube nur wenige haben sich die Zeit genommen auf diesem herrlichen  Wanderweg zur Kirche aufzusteigen.

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Ausgangspunkt Brentino Belluno

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Madonna della Corona

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Blick von Madonna della Corona, unten rechts ganz klein die Autostrada

Rovereto

Dieses mal übernachten wir nicht hier in Brentino Belluno sondern fahren weiter nach Rovereto. Wir wollen den Abend noch in der historischen Altstadt verbringen. Als Übernachtungsplatz haben wir uns den neuen Wohnmobilstellplatz am Stadion ausgesucht. Das nette Mädchen, das zur Zeit die Funktion der Platzwartin übernommen hat – informiert uns gleich ausführlich welche Sehenswürdigkeiten es wo zu sehen gibt und welche Radwege wir unbedingt mal abfahren sollten. Ein familiärer Empfang an den man sich immer gerne erinnert. Für dieses Mal haben wir dafür leider keine Zeit mehr, aber wir wissen jetzt, dass Rovereto als nur Zwischenstopp eigentlich zu schade ist. Nach einem kurzen Plausch mit anderen Campern und dessen nettem Zwergschnauzer „Alwin“ machen wir uns auf den Weg in die Altstadt. Nach kurzer Zeit goss es derart aus Kübeln, dass wir uns kurzerhand entschlossen nochmals zurück zum Wohnmobil zu gehen und die kleinen Regenschirme gegen die großen Schirme zu tauschen. Da „Sightseeing“ bei wolkenbruchartigen Regen bekanntlich wenig Spass macht und wir – meiner Meinung nach auf die Wallfahrtkirche Madonna della Corona genug gelaufen sind – suchten wir uns alsbald eine schöne Pizzeria um italienisches Essen und italienisches Wetter – von drinnen aus – zu geniessen.

Garmisch Partenkirchen

Nach einer erholsamen Nacht in Rovereto (die Bahnlinie in der Nähe fährt nur wenig und nachts überhaupt nicht 🙂 ) geht es heute morgen weiter Richtung Heimat. Alle anderen fahren auch gerade weiter, sodass ein fast leerer Platz zurückbleibt. Irgendwann müssen wir beide ja wieder arbeiten 😉 Was wäre eine so schöne Tour ohne passenden Abschluss bei Freunden. So schön wie es ist unsere Touren immer wieder über den Gardasee zu beginnen, genauso schön ist es diese in Renzo`s Pizzeria in Garmisch ausklingen zu lassen. Hier in Garmisch haben wir Kaiserwetter. Für die nächsten beiden Tage ist Wandern, Bergsteigen und Radfahren angesagt. Der Stellplatz am Wank ist brechend voll, gerade dass wir noch einen Platz bekommen. Die alles andere als moderne Ver- und Entsorgungseinrichtung ist bei der Vielzahl der Womos auch kaum nutzbar.

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Stellplatz am Wank, so brechend voll kannten wir ihn noch nicht 😦

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Garmisch Partenkirchen

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Wallfahrtskirche Sankt Anton

Nach den schönen Tagen hier in Garmisch geht es nach Hause. Auspacken, sauber machen und das Übliche.

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Übersichtskarte – zum vergrößern anklicken

Servus

 

 

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10 Gedanken zu „Mit dem Wohnmobil durch Umbrien und die Marken

  1. Reto & Anja

    Frisch zurück aus Umbrien mit traumhaftem Start und Ende am Gardasee möchten wir uns gleich für diesen sehr ansprechenden (Super Fotos!), hilfreichen und ausführlichen Bericht bedanken. Wir waren zum ersten Mal mit dem Womo unterwegs, da hat uns dieser Bericht zur Planung und auch unterwegs sehr geholfen. Umbrien können wir absolut empfehlen. Bis auf Todi hat uns alles gefallen.

    Antwort
  2. Reto & Anja

    Gardasee, Arezzo (super), Lago Trasimeno (CP Kursaal = super direkt am Ufer und Ausstattung spitze, der Ort nicht), Perugia (tolle Stadt, SP wirklich seltsam, war aber alles ok), Piano Grande (genial, erst unten dann in Casteluccio übernachtet, Klasse Wetter für kurze Wanderung, lecker bei der Pizzeria/Restaurant am Ortseingang gegessen), Civitella del Lago (super netter Ort/ SP und Sicht auf Lago), Orvieto einfach klasse. Ach ja, Assisi unerwartet sehr beeindruckend, vorher Montefalco (super SP und Wein). Zum Abschluss nochmal 2 ÜN in Bardolino. Ich denke, das war es – mit einigen Boxenstopps zwischendurch.

    Antwort
  3. Uwe Flad

    Sehr schöner Bericht. Obwohl wir schon x-mal in Italien waren finden sich doch immer wieder neue Sehenswürdigkeiten. Habe mir schöne Anregungen bei Dir geholt.

    Antwort
  4. Frank Treichler

    Wunderbarer Bericht mit tollen Fotos. Wir sind gerade dabei, den nächsten Wohnmobilurlaub zu planen, der in 9 Tagen startet!! Ich glaube, jetzt weiß ich, wo ich hin will 🙂
    Vielen Dank
    Frank

    Antwort

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