Toskana mit Wohnmobil im Herbst

Unsere letzte Wohnmobiltour durch die Toskana war gerade mal ein Jahr her und immer noch in positiver Erinnerung. So viel uns die Entscheidung leicht, nochmals eine Tour mit unserem Wohnmobil – durch die Toskana zu unternehmen. Da wir bei unserer letzten Reise auf dem Rückweg einen Abstecher nach Osten an die Adria unternommen hatten, haben wir diesmal für die Rückreise einen Schlenker nach Westen an die Riviera eingeplant

Richtung Süden

Früh morgens gehts los, wir kommen gut voran, das Wetter meint es gut mit uns. Schon bald lassen wir Österreich und den Brenner hinter uns und es geht in Italien talwärts Richtung Gardasee. Dieses mal wollen wir nicht in Verona halt machen wir fahren noch einige Kilometer bis nach Maranello. Dort haben wir schon letztes Jahr einen hübschen Stellplatz (Link) in Torre Maina – gleich neben einer guten Pizzeria – entdeckt. Bei Einkehr ist der Stellplatz sogar kostenlos, ansonsten sind 5 € inklusive Strom und Allem pro Nacht zu berappen.

Nach einer wunscherschön ruhigen Nacht fahren wir heute vormittags weiter nach Florenz. Ja Florenz muss immer sein, wenn man schon mal in der Nähe ist. Um Zeit zu sparen, wählen wir diesmal die Autostrada, die allerdings bei unserem Besuch voller Baustellen ist. Am Ende tat es mir schon etwas leid, nicht doch wieder die abwechslungsreiche Fahrt „über die Dörfer“ und kleinen Städte gewählt zu haben.

In Florenz steuern wir den Campingplatz Michelangelo an, aber nur deshalb, weil dieser einfach unschlagbar zentral liegt. Große Erwartungen an den Campingplatz sollte hier niemand stellen, das ist halt ein CP mitten in einer Großstadt. Aber es ist einfach phantastisch bis spät abends durch Florenz und deren nette Lokale zu bummeln und nur wenige Minuten „nach Hause“ zu unserem Wohnmobil zu haben. Das ist halt das schöne an einem Wohnmobil, man schläft „zu Hause“.
Florenz geniessen wir richtig. Markt, Kultur und Geschichte und vieles mehr läßt einem in Florenz schnell ins schwärmen geraten.

Florenz

Florenz

Florenz

Florenz

Florenz

Florenz

Florenz

Florenz

Heute morgen gehts weiter entlang der „Via Chiantigiana“. Die Straße führt durch eine großartige Kulturlandschaft nach Radda in Chianti. Ein kleines Örtchen im Weinanbaugebiet des Chianti Weines. Wohnmobilfahrern wird am Südhang des Örtchens ein wunderschöner Stellplatz angeboten (Link zum SP) von welchem die Altstadt schnell erreicht werden kann. Sehenswert die Kirche Propositura di San Niccolò und der Palazzo del Podestà sowie die historische Stadtmauer. Die wunderschöne Landschaft um Radda ist hervorragend zum Wandern geeignet und auch idealer Ausgangspunkt für Weinliebhaber. Berühmte Weingüter sind von hier aus erreichbar. Sehenswert sind auch die kleineren Gemeinden rundum. Nette Weinlokale und Restaurants laden zudem zum verweilen ein.

Propositura di San Niccolò in Radda i.Ch.

Radda in Chianti

Wir fahren weiter nach Castellina in Chianti. Diesen bezaubernden Ort hatten wir bereits vor einem Jahr besucht und kehren hier gerne wieder zurück. Der eigentlich schon schöne Wohnmobilstellplatz (Link zum Stellplatz) am Orteingang wurde zwischenzeitlich komplett modernisiert und noch schöner gestaltet. Zwischenzeitlich mit einer modernen Ver- und Entsorgungseinrichtung sowie mit Strom ausgestattet, machen das Verweilen jetzt noch angenehmer. Wer die Toskana, seine Weine und Bewohner liebt, der kommt an den Orten Radda und Castellina in Chianti nicht vorbei. Sehenswert ist auch die mittelalterliche Kirche Chiesa di San Salvatore sowie die Festung Palazzo Ugolino.

Chiesa di San Salvatore

Palazzo Ugolino

Castellina in Chianti

Castellina in Chianti

Castellina in Chianti

Castellina in Chianti

Von hier aus sind es nach Siena nur noch wenige Kilometer. Hier auf der Anhöhe legen wir nochmals eine Pause ein, geniessen den Ausblick und lauschen den Vögeln bevor wir uns auf Weiterfahrt nach Siena machen. In Siena steuern gleich den Campingplatz Colleverde an, den kennen wir aus dem Vorjahr und waren von diesem – nach seiner Neurenovierung begeistert. (Link zum CP). Colleverde wird für die nächsten Tage unser Ausgangspunkt für Touren nach und um Siena sein.

Siena

Siena

Dom von Siena

Mosaikboden im Dom von Siena

Weitere Innenansichten und Bilder der Bodenmosaike vom Dom in Siena (Link)

Siena war wieder mal traumhaft. Aber nach einigen Tagen wollen wir heute morgen weiterfahren. Es gibt ja noch sooooo viel zu sehen. Auf dem Weg nach Volterra sehen wir in der Ferne die Türme von San Gimignano.

In der Ferne „San Gimignano“

Ein beeindruckendes Bild. Im nachhinein tat es uns leid, diese historische und mehr als sehenswerte Stadt nicht auch noch besucht zu haben. Ein Versäumnis, das wir bei unserem nächsten Toskana Besuch sicher nachholen werden.
Schon bald erreichen wir den Stellplatz in Volterra wo wir Station machen. Volterra, eine der schönsten Städte der Toskana mit einem landschaftlich einmaligen Umfeld. Traumhaft auf einem Bergrücken über dem Tal der Cecina gelegen. Gleich unterhalb der alten historischen Stadtmauer bietet die Stadt Wohnmobilfahrern (und auch Pkws) einem zentrumsnahen Wohnmobilstellplatz. Von hier aus läßt sich die sehenswerte Altstadt schnell zu Fuss erreichen. Sehenswert neben der historischen Altstadt der Hauptplatz mit dem Palazzo dei Priori sowie der Dom Santa Maria Assunta.

Volterra

Aufgang in die Altstadt

Volterra

Palazzo dei Priori – Volterra

Volterra

Heute morgen fahren wir weiter nach Westen an die Riviera bzw. an das Ligurische Meer und nach Cecina.

bei Cecina

Von hier aus die Küstenstrasse rauf bis nach Marina di Pisa.

Riviera

Marina di Pisa

An der Rivera entscheiden wir uns spontan, einen kleinen Badestopp einzulegen bevor wir nachmittags weiter nach Marina die Pisa und Lucca weiterfahren. In Lucca fahren wir diesen Wohnmobilstellplatz  (Link SP)  an und machen uns alsbald auf zur Stadtbesichtigung.

Stadtmauer Lucca

Kater in Lucca

Lucca

Nach einem Ruhetag in Lucca fahren wir heute weiter nach Montecatini-Terme, einem der bekanntesten Heilbäder Italiens. Insgesamt gibt es im Ort 9 Badeanstalten und einen sehenswerten Kurpark.Zufällig entdecken wir, dass heute Markttag ist. Da wollen wir (oder besser gesagt meine Frau 🙂 ) auch mal durch.

Montecatini-Terme

Blick auf Montecatini Alto

So vergeht der Tag. Unsere Fahrt geht über Pistoia und den Apennin

Über den Apennin – Blick auf Pistoia

weiter bis in die Nähe von Modena, wo wir in Montale Rangone einen brauchbaren Stellplatz (Link zum SP) für die Nacht finden. Nach einer Orts- und Restauranterkundung lassen wir den Tag im Wohnmobil ausklingen und richten uns für die Nacht ein während sich ein weiteres Wohnmobil zu uns gesellt. Früh morgens wollen wir dann weiter zurück bis zum Gardasee.  Umso schöner, dass sich hier auf dem Stellplatz in Montale Rangone gleich nebenan ein Klasse Bäcker und eine Fleischerei befinden. Noch vormittags erreichen wir den Gardasee, wo wir unsere letzte Rast vor Antritt der Heimreise einlegen.

 

Burg von Lazise am Gardasee

am Gardasee

am Gardasee

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Foto slideshow starten – noch mehr Bilder von der Tour durch die Toskana

Toskanatour

Karte von openstreetmap

21 Gedanken zu „Toskana mit Wohnmobil im Herbst

  1. Antonio

    Gefällt mir sehr, sehr informativ schade habt Ihr hier nicht auch noch die Karte mit der Route eingestellt.
    Gruss
    Antonio aus der Schweiz

    Antwort
  2. cora schmitt

    hallo . ich bin CORA eine Labrador-hütehund Mischling und wollte labby mal fragen ob es mit hunden in unserer Größe Probleme gibt in der ital. Öffentlichkeit. wollen auch in die Toscana im Oktober. Gruß von CORA und Herrchen Franz aus dem Odenwald

    Antwort
    1. labbys Autor

      Hallo Cora. Da gibt es überhaupt keine Probleme. Vorsichthalber sollte aber immer Leine und Maulkorb mit an Bord sein 😉
      Herrchen hat auch immer einen Impfpass mit im Wohnmobil, man weis ja nie 😉

      Antwort
  3. Hans Bürger

    Hallo,
    Gratualation zu euren tollen Reiseberichten. Hätte zu dieser Tour hier eine Frage, wie lange wart ihr insgesamt unterwegs ? Wir planen eine ähnliche Tour, haben aber vorauss. nur 10 Tage Zeit. Minus 2 Tage hin und 2 zurück (bis bzw. ab Verona) macht 6 Tage vor Ort. Wäre das nach eurer Erfahrung für einen ersten Toskana-Besuch OK oder zu knapp ?
    schon mal vielen Dank für eure Antwort,
    Gruß Hans

    Antwort
    1. labbys Autor

      Hallo Hans, länger wie 10 Tage – inklusiv der Hin- und Rückfahrt – waren wir in der Toskana auch nie unterwegs. Informiert euch gut und nehmt euch nicht alles auf einmal vor, dann werdet ihr sicher begeistert sein. Glück muss man natürlich auch mit dem Wetter haben. Und schließlich sollte man sich die Toskana immer wieder aufs Programm nehmen, man muss also nicht alles auf einmal sehen, dann freut man sich schon aufs „nächste mal“ 😉
      Liebe Grüße

      Antwort
      1. Hans Bürger

        Hei, nochmal ich. Zunächst mal vielen Dank für die Antwort. Ja das wird wohl das Geheimnis sein, sich nicht zuviel vorzunehmen. Werden es wohl Ende Mai mal in Angriff nehmen, haben aber wettertechnisch auch noch ein paar Alternativen im Köcher. Euch weiterhin unfallfreie Touren, lG Hans

  4. Norbert Vogt

    Habe ähnliche Tour im April 2014 gemacht,grandiose Landschaften in der Toskana.Für alle die nach Florenz wollen,der Campingplatz Michelangelo ist geschlossen.
    Norbert Vogt 28.04. 2014

    Antwort
  5. Julia Kleiner

    Hallo lieber Autor,
    ich bin durch Zufall auf dein Bild „Blick auf Montecatini Alto“ gekommen, ich finde es sehr schön! Da ich gerade eine Italien-Kalender gestalte, und genau so ein Bild aus der Toskana gesucht habe, wollte ich anfragen, ob man diese Bild drucken (und in diesem Fall eventuell erwerben) kann.
    Es würde mich sehr freuen, eine Antwort zu bekommen.
    Viele Grüße aus Konstanz,
    Julia

    Antwort
  6. Lothar

    Den CP.Michelangelo in Florenz gibt es nicht mehr. In der nähe von San Gimignano gibt es einen sehr schönen CP wo man auf den oberen Terrassen Abends einen Blick auf den angestrahlten Ort hat. Schöne Berichte, hilfreich wäre die Angabe der jeweiligen Reisezeit.

    Antwort
      1. Labby Autor

        Ich denke, dass Lothar den Campingplatz Boschetto di Piemma bei San Gimignano meint. Vielleicht meldet er sich noch.

  7. Birgit

    Lieben Dank für die vielen, wunderschönen und ausführlichen Reiseberichte! Wir planen eure Toscana-Tour. Sind allerdings erst zweimal mit dem Wohnmobil unterwegs gewesen, Eignet sich die Toscana auch für Anfänger…?

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Birgit, vielen Dank für deinen Kommentar. Auf jeden Fall – oder besser gesagt geradezu – eignet sich die Toskana auch für Wohnmobil Anfänger. Aber nachdem ihr beide ja schon zweimal unterwegs wart, seid ihr ja keine direkten Anfänger mehr 😉 Besonders in der Vor – und in der Nachsaison ist die Toskana auf Grund der vielen Wohnmobilstellplätze (viele davon sogar mit Strom) sehr gut geeignet. Auch ist man in der Toskana – wie in ganz Italien auch – sehr aufgeschlossen und zuvorkommend gegenüber Wohnmobilfahrern.Problematisch kann die Stellplatzsituation schon mal an besonderen Wochenenden und in der Hauptsaison werden, da dann auch viele Italier unterwegs sind. Die Toskana ist traumhaft, ich wünsche euch beiden viel Freude dort. Ich hoffe, dass es uns auch dieses Jahr wieder gelingt nach Mittelitalien zu fahren. Habt ihr noch Fragen, dann schreibt mir einfach. Liebe Grüße

      Antwort
  8. Birgit

    Herzlichen Dank für deine schnelle und sehr nette Antwort.
    Jetzt freuen wir uns noch mehr darauf 🙂 Euch noch viele schöne und vor allen Dingen unfallfreie Fahrten. Liebe Grüße Birgit

    Antwort

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