Rundreise Provinz Venetien Italien

Nachdem das Herbstwetter jetzt im Oktober derart einladend ist, haben wir uns kurzerhand entschlossen eine kleine Rundfahrt durch italienische Provinz Venetien zu unternehmen. Geplant ist einige Tage an den Gardasee und danach in die östliche Region zwischen Verona und Vicenza weiter zu fahren. Obwohl unser Fahrtbeginn dieses Mal nicht an einem Wochenende sondern ein normaler Werktag ist, kommen wir gut voran.
Wie eigentlich schon so oft, legen wir auch dieses Mal wieder auf dem Stellplatz Rovereto unseren ersten Halt ein. Diesen Stellplatz erreichen wir immer bequem am Nachmittag und eine Weiterfahrt gleich bis zum Gardasee wollen wir uns für heute nicht mehr auftun. Es ist schon fast Tradition, dass wir in Rovereto bei Regenwetter ankommen und bei Sonnenschein weiterfahren 😉

Abbildung: Stellplatz Rovereto

Heute Morgen geht es weiter in die südliche Region am Gardasee. Der Gardasee ist offenbar Ziel einiger Wohnmobilfahrer hier auf dem Platz, wie sich bei einem morgendlichen Gespräch mit meinen momentanen Nachbarn schnell herausstellt.

Gardasee Anfang Oktober – zwischen Traum und Albtraum

Zwischen Lazise und Bardolino schauen wir uns einige Campingplätze an, aber was hier – jetzt Anfang Oktober – geboten ist, das ist schon irre. Der ohnehin wenig attraktive ACSI Campingplatz Cisano ist zu 95 % belegt und was noch an freien Plätzen (ich sollte eigentlich schreiben an dunklen Ecken auf einer anderen Straßenseite) zur Verfügung steht, ist für uns völlig indiskutabel. Ja, in Bardolino ist bald Weinfest, das mag wohl der Grund für die gute Auslastung sein.
Noch nie bin ich so gerne weitergefahren wie dieses Mal. Unser nächster Versuch wird in Peschiera del Garda sein. Auf dem Camping **** Campeggio del Garda bekommen wir einen wunderschönen Platz, große Parzellen, breite Zufahrten, direkter Zugang zum See und ein erstklassiges Restaurant am Platz. Dafür KEIN ACSI und um lächerliche 5€ teuerer als ACSI Cisena. Es muss also nicht immer die Rabattkarte sein. Der Platz gefällt uns so gut, dass wir kurzerhand beschließen die nächsten 3 Tage hier zu bleiben.

Campeggio del Garda **** Peschiera del Garda

Hier noch einige Eindrücke vom Gardasee

blaue Stunde am Gardasee – gegenüber Sirmione

Sternenhimmel über Sirmione

Das waren drei wunderbare Tage hier auf dem Campeggio del Garda. Diesen Platz werden wir sicher wieder besuchen. Für heute planen wir eine Weiterfahrt, denn der Gardasee ist im Moment noch sehr überlaufen. Schön wird es erst wieder, wenn die Heerscharen von Touristen verschwunden und nur noch die Gardaseefreunde und -Genießer anwesend sind. 😉

Soave – bekanntes Weinanbaugebiet im Zeichen der Burg

Soave

Das Städtchen Soave befindet sich in mitten eines bekannten Weinbaugebietes. Auf den romantischen Hügeln rund um die alten Burgmauern wird auch der weit über die Landesgrenzen bekannte trockene Weißwein Soave angebaut. Die Stadt steht ganz im Zeichen des Weinanbaues und natürlich der komplett erhaltenen Burg mit einer großen Stadtmauer samt 24 Türmen vom früheren italienischen Adelsgeschlecht der Scaliger. Die Stadt ist vollständig von der Burgmauer umgeben, die vermutlich eine der am besten erhaltenen Wehranlagen dieser Zeit darstellt. Das traditionelle Weinfest findet in Soave im Mai statt, für uns also leider zu früh.
Für Wohnmobilfahrer stellt die Gemeinde einen wunderschönen Platz mit Strom sowie Ver- und Entsorgungsanlage zur Verfügung.

Wohnmobilstellplatz – zentral und ruhig

In Soave möchten wir übernachten. Das Örtchen ist reizend, es gibt zahlreiche gute Trattorias und die schönen Wanderwege durch die Weinberge mit großartigen Ausblicken in die Ebene laden einen förmlich ein.

Durch die Weinberge auf alten römischen Pfaden entlang wandern und immer wieder einen großartigen Ausblick in die Ebene genießen

Blick auf Soave

…am Wanderweg

…alte Wanderpfade und Weinberge

…Einblick beim Weinbauern

Neben der Burganlage gibt es noch viele Sehenswürdigkeiten. Die herrlichen Deckenfresken der Kirche Chiesa di San Lorenzo Martire mitten im Ort gehören auf jeden Fall dazu

…Kirche Chiesa di San Lorenzo mit phantastischen Deckenfresko

Und einige sehr gute Trattoria´s wie hier in historischen Gebäuden

…eine Trattoria im historischen Gebäude

Trattoria da Amedeo, Via Roma 15: hausgemachte Spagetti mit Entenragout

Nach einer ruhigen Nacht geht es heute Morgen weiter. Früh um 7 Uhr sind wir von den fleißigen Weinbauern mit deren Traktoren geweckt worden, was aber niemanden stört, denn jeder hat für die anstehende Weinlese Verständnis.

Bassano del Grappa – fast schon ein Geheimtipp

Bassano liegt an der Brenta , am südlichen Alpenrand am Eingang zum Suganertal. In Bassano del Grappa findet man zahlreiche Grappa-Destillerien. Der Name der Stadt stammt jedoch nicht von der allseits bekannten Spirituose – die man in jedem Geschäft auch in allen Varianten wiederfindet – sondern kommt von dem benachbarten Berg Monte Grappa. Wer am Ortsrand hoch auf den Berg blickt, wird dort oben bei schönem Wetter jede Menge Drachen- und Gleitschirmflieger in der Luft entdecken. Nach seiner traurigen Vergangenheit im Ersten Weltkrieg, ist der Berg heute ein traumhaftes Wandergebiet.

Besonders bekannt und Wahrzeichen der Stadt ist die bereits im 13. Jahrhundert entstandene Holzbrücke Ponte degli Alpini über die Brenta. Bei unserer Ankunft war gerade Markttag, ein sehr großer Markt, wie man es auch in Italien nicht oft erlebt. Eine gute Parkmöglichkeit fanden wir auf den Parkplätzen am Sportstadion.

Nach Mittag, so gegen 13 Uhr war alles schlagartig vorbei und auch alle Sehenswürdigkeiten wieder zugänglich. Es kehrte die italienische Mittagsruhe zurück.

Bassano del Grappa

Bassano del Grappa

Die Holzbrücke Ponte degli Alpini

und die Piazza della Liberta, der Platz der Freiheit

Vicenza

Wir fahren weiter nach Vicenza. Vicenza liegt  in einer Tiefebene am Fuß des Monte Berico in der Region Venetiens zwischen Verona und Padua. Vicenza ist eine lebendige und sehenswerte Stadt mit einer reichen Geschichte und Kultur und vielen Museen, Kirchen und Piazzas. Teile der Stadt wurden bereits 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Trotz aller Schönheiten ist Vicenza deutlich weniger besucht als Verona, was sicher für Besucher kein Nachteil ist.
Auf dem großen Besucherparkplatz der Wallfahrtskirche Santuario di Monte Berico parken wir unser Wohnmobil, von hier aus ist die Altstadt etwa 2 Kilometer entfernt und auch zu Fuss gut erreichbar. Diese Wallfahrtskirche ist 
das bekannteste und am häufigsten besuchte Heiligtum Venetiens, das sich der Marienverehrung widmet. Seine Ursprünge sind mit den Erscheinungen der Heiligen Jungfrau an diesem Ort verbunden.

Wallfahrtskirche Santuario di Monte Berico

Zu Fuss geht es runter in die Altstadt

Blick auf Vicenza vom Monte Berico unserem Wohnmobilparkplatz für die Nacht.

Das Parken auch über Nacht im Wohnmobil ist hier zwar gestattet aber nicht empfehlenswert (!). Dieser Parkplatz vor der Wallfahrtskirche Santuario di Monte Berico wird auf Grund des großartigen Ausblicks auf Vicenza bis spät in die Nacht und auch noch am frühen Morgen besucht und viele Jugendliche haben hier oben bei Musik und Unterhaltung ihre zweite Heimat gefunden. Wem dies alles noch nicht reicht, dem gibt die mächtige Kirchenglocke mit seinem stündlichem Geläute den Rest.
Nach einer kurzen Nacht 😉 geht es heute Morgen weiter. Damit wir unsere Fahrräder nicht ganz umsonst mitgenommen haben, möchten wir noch ein oder zwei ruhige Tage mit Fahrradfahren verbringen. Was bietet sich da besseres an als die Gegend zwischen Mantua und dem Gardasee.

Monzambano

In Monzambano, etwa 10 km südlich vom Gardasee – finden wir was wir suchen. Ein schöner Stellplatz und guter Ausgangspunkt für Radtouren.

Stellplatz Monzambano – hat alles was man braucht

Von hier aus unternehmen wir noch einige ausgiebige Radtouren, bevor es wieder Richtung Heimat gehen wird.
Hier noch eine Übersichtskarte:

Karte zum vergrößern anklicken

 

mehr Fotos….    

 

 

 

 

 

 

 

 

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19 Gedanken zu „Rundreise Provinz Venetien Italien

    1. Labby Autor

      Hallo Peter, vielen Dank. Der Gardasee ist halt immer wieder schön aber zu dieser Zeit noch immer überlaufen. Ab Ende Oktober wird es dann schlagartig leer dort. Gruss Wolfgang

      Antwort
  1. mannisfotobude

    Toller Beitrag und du hattest ja richtig tolles Wetter. In Bassano war ich auch mal und die Holzbrücke muss man natürlich gesehen haben. Ist eines der meistfotografisch festgehaltenen Motive Italiens. Auf dem Monte Grappa bin ich damals hochgefahren nur bei mir war das Wetter leider nicht so gut. Hatten kaum eine gute Fernsicht sondern es war alles wolkenverhangen. Ist aber sehr interessant dort oben wenn man sich eben für die Geschichte dort interessiert. Das einzige was mir nicht gefallen hat, sind die Spagetti mit Entenragout. Das wäre jetzt überhaupt nicht mein Fall !!! Egal es geht ja hier nicht ums Essen sondern und deinen Beitrag und die tollen Fotos !!! VG Manni

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Manni, vielen Dank. Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück. Mal abgesehen von der Hinfahrt , hatten wir keinen einzigen Regentag, aber so soll’s auch sein. 😊 Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
      1. Labby Autor

        Vielen Dank, aber das mit dem Spezialisten ist etwas übertrieben ☺ Wir mögen halt Italien 😏
        Liebe Grüße und schönes Wochenende Wolfgang

  2. cablee

    Eine schöne Tour habt ihr da gemacht. Wir sind bisher immer nur im April/Anfang Mai in der Region unterwegs gewesen, so auch dieses Jahr. Ich bin immer wieder angenehm überrascht, wie wenig los ist, wenn die Campingplätze gerade erst geöffnet haben.

    Danke fürs Mitnehmen!
    Gila

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Gila, vielen Dank. Ja, gleich im Frühjahr und im Herbst ist eigentlich die beste Reisezeit, da ist auf den Camping- und Stellplätzen viel weniger los und alle Sehenswürdigkeiten lassen sich dann auch entspannter besuchen. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort

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