Winterreise über Norditalien und Frankreich nach Spanien

Mittlerweile sind wir wieder zurück und wie versprochen ein kleiner Reisebericht. Unsere Reisezeit war nahezu der ganze Januar.

Sylvester ist vorbei und die letzten Reisevorbereitungen werden von uns getroffen. Die Winterräder wurden montiert, die leeren Gasflaschen im Baumarkt getauscht und das Wohnmobil speziell für unsere Wintertour hergerichtet und beladen. Schon wenige Tage später geht es los.

Kufstein / Tirol

In Kufstein, gleich an der bayerischen Grenze, legen wir unseren ersten Halt ein. Schon am frühen Nachmittag treffen wir hier ein. Es ist kalt und immer wieder regnet es. In Kufstein ist immer noch die Weihnachtsbeleuchtung zu sehen. Der Wohnmobilstellplatz liegt in der Straße Fischergries, direkt am Inn und auch sehr nahe am Zentrum, was natürlich immer angenehm ist. Im Gegensatz zu dem von uns zuletzt besuchten Stellplatz im benachbarten Kiefersfelden ist dieser Platz absolut ruhig und angenehm. Nach einem kleinen Stadtbummel mit anschließenden Lokalbesuch bummle ich mit meiner Frau zurück zum Wohnmobil. Ich mache mich nochmals auf einige Fotos von der Stadt und der Burg zu knipsen. Zwischenzeitlich ist es frisch geworden und auch ich bin froh wieder im Wohnmobil angekommen zu sein.
Über Nacht ist das Wetter etwas beständiger geworden. Der Himmel ist bedeckt aber es bleibt trocken. Das ist ganz angenehm, denn heute geht unsere Fahrt über den Brenner in Richtung Italien. Zuvor zahle ich den Stellplatz mit EC Karte (9 Euro) und die Schranke öffnet sich. In Kufstein tanken wir nochmals voll, den so schnell werden wir nicht mehr so günstig tanken können.

Stellplatz Kufstein

Auch der Brenner ist heute frei von Schnee und Eis, lediglich die Schneerampen am Straßenrand lassen erahnen, was einem hier oben erwarten kann.

Parkplatz Nößlach – kurz vor dem Brenner

Riva del Garda – am Gardasee

Es ist bei uns schon fast Tradition, dass wir uns an der Bar an einer der ersten italienischen Rasthöfe nach der Grenze einen Cappuccino genehmigen und uns über die kommenden Tage freuen.
Den nächsten Übernachtungsstopp legen wir am Gardasee ein, den wir schon gegen Mittag erreichen. Es ist schon einige Jahre her, dass wir den Gardasee in der späten Nachsaison besuchten. Letztmals im November 2011 (Link) und von den zahlreichen Gardasee-Besuchen in der Hauptsaison habe ich die Nase voll 😉
In Riva del Garda erwartet uns ein sonniges Wetter, das uns schon seit Südtirol begleitet hat. Mit tagsüber angenehmen 12 Grad ist es in der Sonne traumhaft. Nachts sinken die Temperaturen auf um die 7 Grad. Viele Geschäfte und Lokale haben geöffnet auch wenn nur sehr wenige Touristen unterwegs sind. Hier am Lago di Garda ist es traumhaft, vor allem dann wenn das Wetter so mitspielt wie zur Zeit. Für einen Moment überlegen wir uns ernsthaft, ob wir nicht hier einige Tagen bleiben sollten. Diesen Plan lassen wir aber alsbald gleich wieder fallen, denn sonst kommen wir nicht weiter und den Lago kennen wir zur Genüge. Aber schön ist es hier immer wieder. Nach einer ruhigen Nacht – wir standen fast alleine denn nur ein Wohnmobil hat sich nächtens noch zu uns gesellt – geht unsere Fahrt weiter in Richtung Riviera.

Fotos vom Gardasee:

Vado Ligure

Für heute haben wir uns eine Strecke von rund 350 km (lt. Navi) vorgenommen. Die Fahrt auf der Autobahn vom Gardasee in Richtung Genua ist wegen der vielen Lkw´s nicht so arg angenehm.
Es ist schon später Nachmittag als wir in Vado eintreffen. Genug gefahren für heute und Zeit für eine längere Pause. Der Stellplatz ist schön und wird offenbar auch von vielen Italienern gut angenommen. Gleich 2 Kilometer weiter befindet sich das Terminal der Korsika Fähre von Corsica Ferries, also ideal für diejenigen die planen die Fähre nach Korsika zu nutzen. Das Wetter in Vado Ligure ist traumhaft: Sonnenschein bei tagsüber 15 Grad und nachts angenehme 10 Grad. Am nächsten Tag unternehmen wir noch einen ausgedehnten Strandspaziergang ins benachbarte Spotorno.

Stellplatz Vado Ligure

Blick auf Savona

Hafendock von Vado Ligure Fährschiff von corsica ferries Spotorno Bergeggi Küste bei Vado Ligure und Spotorno Küste bei Vado Ligure und Spotorno Küste bei Spotorno Küste bei Spotorno

Nach zwei Tagen bezahlen wir unseren Stellplatz in Vado (a. E 16,00) und fahren noch schnell zu der wenige hundert Meter entfernten SB Waschanlage direkt unter der Brücke zu den Fähranlegern. Auf der Fahrt über den Brenner hat unser Fahrzeug mächtig Schmutz angesammelt. Eine Schaumreinigung mit Bürste und anschließend mit Dampfstrahler lassen das Fahrzeug wieder wie neu aussehen. Auch das Dach kann ich durch das bereitstehende Fahrgerüst gut reinigen.
Heute geht unsere Fahrt weiter nach Loano.

Loano in Ligurien

Das kleine Städtchen mit etwa 10.000 Einwohner ist in den Sommermonaten ein sehr beliebter Badeort. Offene Campingplätze lassen sich jetzt im Januar nur sehr schwer oder gar nicht finden. Das „blaue Büchlein“ aus dem Schulz Verlag ist hier auch wenig hilfreich. Fast alle der darin gemeldeten „geöffneten“ Campingplätze haben geschlossen, was vermuten läßt, dass der Autor selbst noch nicht zu dieser Jahreszeit vor Ort war.
Wir fahren deshalb den gut ausgestatteten Wohnmobilstellplatz Loano in der Via delle Fornaci an. Das Platz ist zwar gut ausgestattet, kann aber auch nicht überzeugen. Hier gibt es zwar eine Dusche, die möchten wir aber nicht nutzen und duschen lieber im Wohnmobil. Trotzdem bleiben wir einen Tag.
Heute ist herrliches Wetter bei milden 18 Grad und es herrscht am Strand und in den Restaurants reger Ausflugsverkehr.

Strandpromenade Loano Strandpromenade Loano Strandpromenade Loano Stellplatz in Loano

Cervo in Ligurien

In Cervo bleiben wir über Nacht. Das Wetter ist warm und durchwachsen. Sonne und bedeckter Himmel wechseln sich ab. Im Ort und am Strand gibt es ausser der sehenswerten Altstadt nicht viel zu sehen. Der Stellplatz in der Via Steria in Cervo (Euro 12,00 / Nacht) ist einfach gehalten und nicht sonderlich einladend, ebenso auch die Sanitäranlagen soweit man diese so bezeichnen kann.

Cervo Bougainvillea, blüht im Januar 😉  Cervo Cervo
Wohnmobilstellplatz in Cervo Via Steria 

Imperia

Unsere Fahrt geht weiter Richtung Imperia. In Imperia besichtigen wir zwei Campingplätze. Auch so ein „Tipp“ aus dem blauen Büchlein. Der eine Camping Wijnstok hat zwar sein Tor geöffnet aber auf unserem Gang über den Platz sehen wir keine Menschenseele. Kein Platzwart und auch keinen anderen Camper. Auch kein einziger/s Wohnwagen/Wohnmobil ist zu sehen. Der Platz macht auf uns einen derart schlechten Eindruck, dass ich rückwärts wieder raus gehe. Ähnlich ergeht es uns mit dem zweiten „Tipp“. Der Camping Eucalyptus hat zwar ebenfalls sein Tor offen, ebenfalls niemand da und einen ebenso entsprechenden Eindruck. Auch den Platz verlassen wir gleich wieder.

Fotos vom Strandspaziergang

San Lorenzo al Mare

Nur wenige Kilometer weiter entdecken wir mehr zufällig den privat geführten Wohnmobilstellplatz San Lorenz al Mare, Area Il Pozzo in der Via Molino Bianco, einen der besten Stellplätze der uns auf unserer Tour hier in Ligurien begegnen sollte. Der Platz war rammelvoll (Qualität verkauft sich halt von selbst !) und hier konnten wir glücklicherweise den letzten Platz ergattern. Für 15 Euro alles inklusive: Saubere WC und Duschen mit Warmwasser, Strom, V+E – was will man mehr ? Logisch, dass wir hier zwei oder drei Tagen bleiben.

Stellplatz Area Il Pozzo in der Via Molino Bianco

Blütenfreuden im Januar

Am ersten Tag genießen wir das sonnige Wetter am Strand und die guten italienischen Restaurants an der Promenade.
Am zweiten Tag lösen wir ein Ticket für den Bus nach San Remo. Der öffentliche Nahverkehr ist hier in Italien sehr gut ausgebaut. Fast alle ½ Stunde fährt ein Bus in diese Richtung und auch der Preis von 2 Euro ist absolut akzeptabel.

San Remo

Mit dem öffentlichen Bus San Remo zu besuchen ist sicher nicht die schlechteste Idee, denn die Haltestation „Busbahnhof“ zum aus- und einsteigen befindet sich relativ nahe im Zentrum. Meine Begeisterung für diese weltbekannte Stadt hält sich in Grenzen, was vermutlich auch dem diesigem Wetter und seinem bedeckten Himmel geschuldet ist. Wenn wir Pech haben fängt es noch zu regnen an, wovor wir aber dann schließlich doch verschont blieben. Ganz anders bei meiner Frau und Lieblingsmensch. Sie kann ihre Begeistung über die vielen tollen Geschäfte mit den so zahlreichen Schnäppchen nicht verbergen 😉

Fotos von San Remo

im Zentrum von San Remo das weltbekannte Casino

Camporosso bei Ventimiglia

Unsere Fahrt geht weiter nach Camporosso bei Ventimiglia, das direkt an der französischen Grenze liegt. Auch hier sind die beiden örtlichen Campingplätze noch verwaist und geschlossen. Ganz in der Nähe – etwa 2 Kilometer ausserhalb von Ventimiglia – befindet sich aber nach Angaben von campercontact ein vielversprechender Wohnmobilstellplatz.
Der Stellplatz Camper Park Nervia in der Via I Maggio in Camporosso ist zwar in allen Stellplatzführern mit sehr reichhaltiger Ausstattung beschrieben, aber den kannst du letztendlich jetzt im Januar völlig vergesssen.
Zwar ist der Platz sehr schön angelegt, aber die Sanitärräume so eiskalt wie bei Metro die Tiefkühlabteilung. Warmes – oder gar heißes Wasser Fehlanzeige. Selbst die normale Wasserleitung ist so kalt, dass du die Hände hinterher nicht mehr unter das Trockengebläse halten kannst. Da bleibt nur duschen im Wohnmobil, denn der Platz für die Versorung mit Frischwasser und Entsorgung des Altwassers ist gut. Die Nacht kostet jetzt im Januar 15 Euro, für Strom hätte die Tante 5 Euro gewollt – worauf ich gerne verzichte.
Der Ort Ventimiglia ist schön und durchaus sehenswert, aber mehr wie einen Tag braucht man dafür nicht. Tagsüber war es sonnig und es hatte Temperaturen knapp unter 20 Grad, nachts war es sehr kalt. Ich nachhinein haben wir es schon bereut nicht gleich weiter über die Grenze nach Frankreich gefahren zu sein.

Ventimiglia Ventimiglia – arm und reich liegen auch an der Riviera nahe beieinander
Stellplatz Camper Park Nervia in Camporosso bei Ventimiglia

Heute geht unsere Fahrt weiter nach Frankreich, wir sind froh diesen Platz verlassen zu können.

Saintes Maries de la Mer – Camargue

Wir haben uns entschlossen bis ins sonnige Spanien zu fahren. Als nächsten Halt haben wir uns einen Platz in der Camargue ausgesucht. Aber zuerst mussten wir auf die französische Autobahn und waren natürlich sehr gespannt, ob unser Badge von Bip and Go ( https://labbys.wordpress.com/2019/10/10/bip-and-go-elektronische-mautabrechnung-jetzt-auch-fuer-italien/ ) für die elektronische Mautabrechnung auch hier in Frankreich funktioniert. Große Erleichtung bei mir, der Badge funktionierte einwandfrei und das lästige zahlen der Tickets mit der Kreditkarte blieb mir erspart.
Auf der Fahrt nach Arles mussten wir den einen oder anderen größeren Regenschauer durchfahren und auch bei unserer Ankunft am Nachmittag in Saintes Maries de la Mer zog nochmals ein kräftiges Gewitter durch.
Schon vom Fahrzeug aus konnte man die weißen Camargue-Pferde und zahlreiche Flamingos sehen.
Unseren Stellplatz wählen wir etwas ausserhalb des Ortes, direkt am Meer. Gegen Abend unternehmen wir noch einen Fussmarsch nach Saintes Maries. Der Ort befindet sich noch völlig im Winterschlaf. Selbst zu dieser Zeit stehen aber zahlreiche Wohnmobile mit uns direkt am Meer.

ein Stellplatz für Wohnmobile (es gibt mehrere) bei Saintes Maries de la Mer Abendstimmung nach Regenschauer über Saintes Maries de la Meram Meer bei Saintes Maries de la Mer

Die Camargue ist sicher eine Region die wir nochmals eigens besuchen werden, für diese Nacht ist sie nur eine Zwischenstation auf unserer Fahrt nach Spanien.
Unsere Fahrt geht weiter Richtung Spanien. Es war eigentlich geplant nochmals vor der spanischen Grenze einen Übernachtungsstopp einzulegen. Da wir aber auf der französischen Autobahn so gut voran kommen, beschließen wir gleich nach Spanien durchzufahren.

Pineda de Mar – Spanien

An der Küste reiht sich ein Badeort an den anderen. Wir haben uns den Campingplatz Bellsol in Pineda de Mar ausgesucht. Der Campingplatz ist sehr schön, die Sanitärräume sehr sauber, gepflegt und beheizt. Jetzt im Januar bekommen wir einen Sonderpreis von 18 Euro am Tag. Wer einen Monat und länger bleibt bekommt den Stellplatz sogar für 11 Euro am Tag.
Hier bleiben wir erst einmal.
Die ersten beiden Tage hatten wir mit dem Wetter noch so richtig Glück. So wie man sich Spanien halt vorstellt. Sonnig, warm, blauer Himmel und ein beruhigendes rausches des Meeres. Die Tage nutzen wir für ausgiebige Spaziergänge am Strand und einen Bummel durch die Orte.

der Strand bei Pineda de Mar der Strand bei Pineda de Mar der Strand bei Pineda de Mar Leuchtturm Calella bei Calella bei Calella bei Calella Blick auf Calella

Aber schon danach stellte sich die erste Sturmnacht ein. Es war zwar extremer Wind aber von Niederschlägen blieben wir diese Nacht noch verschont. Der Nachrichtensender n-tv.de berichtete am nächsten Tag im Internet mit Zitat: „Im Osten Spaniens wütet das heftigste Unwetter aller Zeiten“ da wusste aber n-tv noch nicht, dass die beiden nächsten Tage noch wesentlich heftiger wurden.

Barcelona

Den Tag nach dem Sturm nutzen wir für einen Besuch von Barcelona.
Mit der Bahn – welche direkt an der Küste entlang fährt – (Fahrpreis einfach Euro 5.50, Linie R1) ist das Zentrum leicht erreichbar.

Tipp: In Barcelona am besten an der Haltestelle Plaza de Cataluna aussteigen. Der Bahnhof ist unterirdisch und man befindet sich mitten im Zentrum. Von hier aus sind alle Sehenswürdigkeiten auch zu Fuß erreichbar. Diese Bahnstation kann man auch für die Rückfahrt nutzen

Das Wetter ist für einen Stadtbesuch ideal. Bedeckter Himmel und Sonnenschein wechseln sich ab. Niederschläge soll es in Barcelona erst gegen Abend geben. Gleich am Plaza de Cataluna befindet sich das Hard Rock Cafe und auch zur Cathedrale ist es von hier nicht weit.
Hier noch einige Fotos von Barcelona:

der Plaza de Cataluna Bilder der Cathedrale auch nachfolgend innen und außen La Sagrada Familia La Sagrada Familia der Arc de Triomf

Die Rückfahrt gestaltet sich erst völlig unproblematisch. Von Sturm oder Schlechtwetter war in Barcelona noch nichts erkennbar. Wir steigen wieder an der Station Plaza de Cataluna ein. Nach einer ¾ Stunde Fahrt stoppt der Zug unverhofft auf einem kleinen Bahnsteig. Es kommt eine Durchsage (nur auf spanisch) und ein Raunen geht durch die Menge. Alle stürmen mit Handy am Ohr aus dem Zug. Es dauert bis wir jemanden finden, der uns die Durchsage auf englisch erklärt: Durch den zwischenzeitlich wieder aufkommenden Sturm wurde die Bahnverbindung unterbrochen und muss erst wieder freigegeben werden. Das Wetter hat sich jetzt total geändert. Starker Regen und den starken Wellengang an der Küste merkt man sogar im Zug. Ab und zu schwappt eine kräftige Welle an die Zugfenster. In ruhigen Zeiten ist das Meer mindestens 20 bis 30 Meter von den Bahnlinien entfernt. Nach einer Stunde geht die Bahnfahrt weiter und auch wir erreichen anstelle der sonst 1 stündigen Fahrt unseren Campingplatz mit 1 ½ stündiger Verspätung.
An unserer Bahnstation angekommen stürmt und schüttet es aus allen Rohren. Den 2 Kilometer entfernten Campingplatz erreichen wir nur komplett durchgenäßt. Da merken wir schon, was uns in den nächsten Stunden und in der Nacht noch bevor steht. Um 22 Uhr steht die letzte Gassirunde für unseren Vierbeiner Terry an. Das Wetter hat sich nicht gebessert und draußen auf dem Meer sind schon heftige Gewitter erkennbar. Wieder komme ich klatschnass zum Wohnmobil zurück. Am Wohnmobil prüfe ich nochmals alle Stromleitungen. Die Kabelstecker habe ich mit einer wasserdichten Safetybox gesichert und hochgehängt. Jetzt geht’s hinein ins Wohnmobil und Feierabend, welche Gewitter sich draußen austoben ist mir egal, bis morgen früh möchte ich nicht mehr raus.

diese Vorzelte hatte der Sturm bereits in der ersten Nacht zerlegt….. …und so sah die Küstenstrasse vor dem Camping nach der dritten Sturmnacht aus  😦

Die Nacht war heftig, heftiger als alle erwartet hatten. Es hat zwar keine Vorzelte mehr zerlegt, da diese alle schon abgebaut waren aber das Wasser ist so stark gestiegen, dass Teile des Campingplatzes noch in der Nacht evakuiert werden mussten. Die Hauptzufahrt im Campingplatz und die Straße vor dem Camping waren so stark verschlammt und überschwemmt, dass es Stunden dauerte bis diese notdürftig geräumt war und die Abreisewilligen den Platz verlassen konnten. Auch wir verlassen heute den Platz und sind froh als wir die höher gelegene Autobahn erreichen.

Fahrt zurück über Frankreich

Auf den sehr gut ausgebauten Autobahnen geht es an Lyon vorbei zum Stellplatz am Vogelpark in Vogelpark Villars les Dombes.

Villars les Dombes

Ein sehr schöner und ruhig gelegener Parkplatz der auch noch kostenlos ist. Hier bleiben wir über Nacht, bevor wir noch einige Tage in Frankreich verbringen.

Stellplatz Villars les Dombes am Vogelpark

Tipp: Dass auf französischen Autobahnen nur die beiden rechten Fahrspuren für Fahrzeuge über 3,5 t zulässigen Gesamtgewicht erlaubt sind, wissen noch viele. Aber nur wenige wissen, dass dies auch für Fahrzeuge unter 3,5 t zulässigen Gesamtgewicht gilt, wenn diese Fahrzeuge als Gespann (also Fahrzeug und Anhänger) eine tatsächliche Länge von 7 Metern und mehr aufweisen. Dies gilt nicht für Fahrzeuge ohne Anhänger mit einer Länge von mehr als 7 Metern. Soweit nicht tragisch, aber die Bußgelder sind bei einem Verstoß in Frankreich sehr hoch. Mindestens Euro 450, bei schlechter Wittung sogar bis Euro 1500

 

Dole im französischen Burgund

Dole ist eine sehenswerte mittelgroße Stadt in der Region Bourgogne-Franche-Comté am Rhein Rhone Kanal. Die Altstadt ist sehenswert. Wohnmobilfahrern bietet Dole mehrere kostenlose Stellplätze an.

die Stiftskirche Notre Dame der Kanal der Gerber  Altstadt Dole Altstadt Dole der Kanal Rhein Rhone
einer der kostenlosen Stellplätze in Dole

Baumes les Dames

In der gleichen Region befindet sich Baumes les Dames. Der Ort selbst ist weniger sehenswert wie Dole, bietet aber einen sehr schönen und gut ausgestatteten Wohnmobilstellplatz an. Auch andere gut brauchbare Geschäfte (vom Waschsalon, Gasflaschentausch bis hin zu Supermärkten) sind gleich in der Nähe.

Stellplatz Baumes les Dames

Baden Baden

Unsere letzte Station wird Baden Baden sein. Die bekannte Kur- und Bäderstadt in Baden Württemberg wollten wir schon lange besuchen. Hier lassen wir unseren Urlaub ausklingen, bevor wir am nächsten Tag die direkte Heimfahrt antreten.

Stellplatz in Baden Baden, 12 Euro, Strom gegen Gebühr

Und abschließend noch eine Übersichtskarte der Tour:

Karte zum vergrößern anklicken

 

20 Gedanken zu „Winterreise über Norditalien und Frankreich nach Spanien

    1. Labby Autor

      Hallo Karin, vielen Dank. Ja das dachte ich auch. Hatten uns auch überlegt ob wir am Kaiserstuhl noch einen Tag verbringen aber meine Frau hat sich dann für Baden Baden entschieden. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo liebe Familie Müller, vielen Dank. Ja das war ganz schön abwechslungsreich aber trotzdem sehr sehr schön. Alles (Sturm und Unwetter 😉 ) hätten wir nicht gebraucht. Der Januar in Ligurien war für uns Neuland und ich hätte auch nicht gedacht, dass fast alle CP dort geschlossen haben. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Manni, vielen Dank. Jetzt nach Wochen muss ich viel nachlesen, was ich hier an Berichten versäumt habe. Gruss Wolfgang

      Antwort
  1. cablee

    Lieber Wolfgang,
    ganz herzlichen Dank für den schönen und informativen Bericht! Da habt ihr an Wetter ja alles mitgenommen, was das Repertoire so bietet! Glücklicherweise seid ihr heil wieder zurück!
    Zum Thema franz. Autobahnen… Weißt du zufällig, ob sich die beiden rechten Spuren auf bis 7 Meter INKLUSIVE Fahrradgepäckträger beziehen oder das was im Fahrzeugbrief steht, bei uns 6.98 m (ohne Fahrräder).
    Liebe Grüße
    Gila

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Gila, vielen Dank. Ja Wettermässig war alles dabei. Auf diese Autobahnregelung in FR hat mich ein Camperkollege aufmerksam gemacht. So wie ich es weiß geht es um die tatsächliche Fahrzeuglänge. Mehr Infos hat sicher der ADAC dazu. So eine ähnliche Regelung gibt es auch für den Kreisverkehr in FR. Ich wusste zB auch nicht, dass man im Kreisverkehr links blinken muss, wenn man mehr als die Hälfte im Kreisverkehr durchfährt und erst dann bei der Ausfahrt rechts blinken darf. Auch hier ist nur die rechte oder mittlere Spur erlaubt, bei einer ähnlichen Gebührennote. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
    2. Labby Autor

      Hallo Gila, habe mich jetzt nochmals beim ADAC schlau gemacht und folgendes erfahren:
      Das gilt NICHT für Einzelfahrzeuge < 3,5 t (also Wohnmobile < 3,5 t etc.) die länger als 7 Meter sind, sondern nur für Gespanne (also Fahrzeug mit Anhänger) die länger als 7 Meter sind. Bei Gespannen ist es egal ober über 3,5 t oder unter 3,5 t. Aber wie geschrieben, ein Wohnmobil unter 3,5 t ist davon nicht betroffen. Habe das in meiner Beschreibung nochmals deutlich herausgestellt. Gruss Wolfgang

      Antwort
  2. Ruhrköpfe

    Moinsen lieber Wolfgang, wow, eine tolle Idee für den Januar! Gefällt mir sehr. Viel besser als in der wärmeren Saison, wenn dort viel zu viel Getümmel herrscht 🙂 Viele Grüße, Annette

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Annette, vielen Dank. Ja deutlich weniger Getümmel und mehr Möglichkeiten etwas anzusehen. 😉 Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
  3. ☼aktiv☼60plus☼

    Da habt ihr ja viel erlebt und gesehen, wobei ihr auf die Unwetter sicher gerne verzichtet hättet. Die Fotos sind toll und gerade die ganzen Orte in Ligurien kenne ich recht gut. Es ist einfach sehr schön an der ligurischen Riviera 😀 selbst im Januar.
    Übrigens möchte ich in diesem Jahr auch mal nach Baden Baden. Da war ich schon so lange nicht mehr. LG Sigrid

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Sigrid, vielen Dank. Ja auf die Unwetter hätten wir gerne verzichtet, aber Glück im Unglück dass nichts passiert ist. Ligurien ist sehr schön aber es muss für uns nicht immer der Januar sein, denn es hatten noch fast keine Campingplätze offen. Mit Baden Baden habt ihr ja fast schon ein Heimspiel, so regional das für euch noch ist. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
      1. ☼aktiv☼60plus☼

        Stimmt, aber noch ist es mir zu kalt für solche Reisen. So ab April/Mai soll’s los gehen, je nachdem wohin. Ligurien (Cinque Terre) haben wir im Mai erlebt und da war es wunderschön und doch fast schon wieder zu heiß (zum Wandern). Heute Nacht soll ja auch ein Orkantief kommen. Solche Wetterlagen mag ich gar nicht, aber das Wetter fragt nicht nach mir. Ein Glück! Schönes Wochenende!

Schreibe eine Antwort zu cablee Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s