Nie mehr ohne Strom im Camper

Jeder Camper kennt es, da hat man ein wunderbares und einsames Plätzchen gefunden aber zur Glückseligkeit fehlt noch der Strom wie aus der Steckdose.

Die Entwicklung der Akkuspeicher hat in den letzten Jahren eine revolutionäre Entwicklung genommen. Die Leistungsfähigkeit der Akkuspeicher mit immer mehr Energie und weniger Gewicht einhergehend mit immer kürzeren Ladezeiten hat sich enorm verbessert. Das Ganze hat man sicher auch der Entwicklung und Forschung bei Elektrofahrzeugen zu verdanken. Inzwischen gibt es viel Energie auf kleinem Raum bei geringem Gewicht zum erschwinglichen Preis.
Vor einigen Wochen haben wir uns deshalb zusätzlich zu den beiden Aufbaubatterien im Wohnmobilbereich, eine mobile Powerstation für unser Wohnmobil zugelegt und in den vergangenen Wochen getestet.
Lieferumfang: EcoFlowDelta mit Kabelsatz Solar, Netzkabel, Kfz-Ladekabel, USB
Wir haben uns für eine Eco Flow Delta Mini Powerstation als mobile Stromversorgung entschieden. Mit dieser Powerstation lassen sich gleich zwei 230V Geräte mit einer Spitzenleistung bis zu 2100 W gleichzeitig betreiben. Sieben weiter Anschlüsse (z.B. für USB, USB-C etc.) sind ebenso vorhanden.
Ein weiterer Vorteil, die Powerstation ist tragbar und mobil und lässt sich relativ rasch wieder aufladen.
An Landstrom angeschlossen lädt der verbaute Akku in nur einer Stunde bis zu 80% wieder voll. Weitere Lademöglichkeiten sind die Ladung während der Fahrt mittels Kfz-Stecker Kabel oder über einen Solarkoffer.
In der Powerstation ist bereits ein leistungsstarker Sinus Wechselrichter und auch ein Laderegler für ein Solarmodul mit eingebaut. Alle notwendigen Kabelleitungen waren im Lieferumfang bereits enthalten.
Steuerbar und einstellbar ist alles direkt am Gerät oder über eine App.
Je nach Größe der Powerstation hat diese eine Kapazität zwischen 900 und 3600 Wh, was natürlich auch eine Preisfrage ist.
Die App zur EcoFlow Delta. Alles ist auch über die App steuer- und einstellbar. Unbedingt notwendig ist die App natürlich nicht, alle Einstellungen lassen sich auch am Gerät durchführen. Einmal eingestellt, verändert man die Einstellungen ohnehin kaum mehr.
Die Eco Flow Delta findet bei uns überall dort Verwendung, wo wir keinen festen Stromanschluss haben oder diesen nicht verwenden möchten.
Die größte Herausforderung für die Eco Flow Delta war die Nutzung unserer Senseo Kaffeemaschine mit 1450W, das ist das Gerät mit der höchsten Wattzahl in unserem Wohnmobil und dies ist problemlos möglich. Selbst die kleinste Eco Flow Delta Mini kann mit seiner X-Boost-Technologie ein Gerät mit max. 2200 W mit Strom versorgen, während die Nennausgangsleistung bei 1400 W bleibt. Auch das Aufladen unserer restlichen Akkus für die Smartphones und auch  mal vom e-bike funktionierte reibungslos.
Nach 14 Tagen Nutzung mittels Senseo Kaffeemaschine, Fön und Smartphone war die Delta Powerstation noch immer nicht leer. Wobei schon anzumerken ist, dass immer dort wo der Strom auf Camping- und Stellplätzen automatisch angeboten wurde dieser dann auch von uns als Landstrom (und nicht über Akku) genutzt wurde.
Abb.: Ein faltbares Solarpanel. So teuer muss es aber gar nicht sein.    Ich selbst nutze ein flexibles Solarpanel mit 130w. Das wiegt nur 2 kg
Eine bequeme Möglichkeit die Powerstation zu laden ist ein Solarpanel. Flexible Solarpanele gibt es schon für kleines Geld und haben ein geringes Gewicht. Dafür kann auch fast jedes Panel verwendet werden, denn ein Laderegler bis 300w ist bereits in der Delta verbaut.
Unser Fazit

Positiv:

  • Das Preis- Leistungsverhältnis mit € 1000 aufwärts – je nach Modell, wenn man bedenkt, dass im Gerät bereits ein hochwertiger Sinuswechselrichter mit 2100 W verbaut ist und auch der Regler für einen Solarkoffer integriert ist
  • Schnelle Ladezeit – nur 1 Stunde bei Landstrom (80% der Vollladung)
  • Viele Lademöglichkeiten durch Landstrom, Kfz-Ladekabel oder Solarkoffer
  • Alle Anschlusskabel werden mitgeliefert
  • Mobil und tragbar

Negativ:

  • Ein Gerät, das bei uns im Wohnmobil erst einmal seinen festen Platz finden muss und solange irgendwo in einem Schub „geparkt“ wird. Das ist natürlich lästig wenn es bei jedem Halt gebraucht wird.

 

 

Anmerkung zum Schluß:
Es handelt sich hier um kein Sponsoring. Die Eco Flow Delta Powerstation wurde von mir regulär und ohne Rabatt gekauft 😉



Oktober 2022

Update
4 Wochen Praxistest im sonnigen Italien:

Die EcoFlow Delta (EFD) hat sich auch in einem längeren Praxistest sehr gut bewährt. Mit dem abgebildeten Solarpanel (Leistung von nur 130wp) lies sich die EFD von einem Restladezustand mit 30% in nur 7 Stunden durch Solarenergie wieder voll aufladen.
Voraussetzung dafür ist, dass das Panel nicht flach auf dem Boden liegt, sondern angewinkelt in die Sonne gestellt wird. Liegt das Panel flach auf dem Boden, dann erreicht das Leitfeld (gemessen) nur rund ein Drittel der Ladeleistung gegenüber einer optimalen Anwinkelung. Das hängt natürlich auch von der Jahreszeit ab.

Auch ein gleichzeitiges laden mit Solarenergie und aufladen von angesteckten Akkus funktioniert problemlos. Der Vollladevorgang dauert dann natürlich entsprechend länger.
Foto: Auch das geht. Solarleistung durch Panel 107w und gleichzeitiges aufladen angesteckter Akkus. In diesem Fall 42w

 

 

 

 

 

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8 Kommentare zu „Nie mehr ohne Strom im Camper“

    1. Ja Peter so ist es. Strom kann man immer gebrauchen und vor allem dann wenn dieser zuverlässig zur Verfügung steht. Nicht nur im Sommer wenn die Sonne scheint, sondern auch im Winter 😉 Grüße nach Kanada. Wolfgang

      Gefällt mir

  1. Sehr interessant zu lesen, Wolfgang! Unsere Tochter ist ja inzwischen auch solze Beditzin eines Campers, an dem aber noch so einiges umzubauen ist und werde ihr mal den Tipp hier von dir zeigen!
    Liebe Grüße von Hanne und hab noch einen schönen Tag 🍀

    Gefällt 1 Person

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