Sardinien Herbst 2021 – Teil 11

Letzter Teil
Für heute haben wir unsere Tagesfahrt mit Grimaldi gebucht. Als wir um 9 Uhr am Terminal ankommen, warten schon mehrere Fahrzeugreihen auf ihre Verladung. Die geplante Abfahrtzeit war für 10.30 Uhr geplant. Schnell wird klar, dass diese Zeiten nie und nimmer eingehalten werden können, die ganze Organisation wirkt heute völlig planlos. 2 Stunden stehen wir in einer Reihe ohne das sich irgendetwas tut, so dicht und eng, dass wir die Türe fast nicht öffnen können. Erst nach 11 Uhr werden die ersten Fahrzeuge auf die Fähre gewunken und mit 2 Stunden Verspätung legen wir endlich ab. Das Ärgerliche ist, dass wir auch entsprechend später in Livorno ankommen werden.

Foto oben: Ein Blick auf die Abfertigung im Hafen OlbiaFoto oben und unten: Lange Fahrzeugschlangen warten immer noch auf die Verladung

Während ich schon oben auf dem Schiffsdeck stehe, sehe ich unten immer noch eine lange Schlange welche auf die Verladung wartet. Das Wetter ist heute so stürmisch, dass wir uns sofort in der Bar einen Platz suchen. Hier sind die Sessel bequem und einladend. Mein kleiner vierbeiniger Begleiter hat es sich auf seiner Decke unter dem Tisch gemütlich gemacht und verschläft mehr oder weniger die Überfahrt. 9 Stunden Schifffahrt müssen erst mal abgesessen werden.

Foto: Sonnenuntergang auf der Fähre

Gegen 21 Uhr erreichen wir Livorno, bis wir die Fähre verlassen können, vergeht nochmals Zeit. Auf dem Schiff hatte ich schon nach einem Übernachtungsplatz Ausschau gehalten und gar nicht weit entfernt ein vermutlich ruhiges Plätzchen gefunden.

Foto oben: Parkplatz am Friedhof in Livorno mit GPS Daten

Wir fahren einen großen Parkplatz an einem Friedhof an, wo wir in der Nacht bestimmt niemanden stören werden. Jetzt gibt es noch ein Feierabendbier und dann geht es sofort in die Kojen. Der Flugverkehr über der Hafenstadt endet schlagartig um 22 Uhr, danach ist absolute Ruhe. Friedhofsruhe eben 😉
Am nächsten Morgen wecken uns gegen 7 Uhr die Busse des öffentlichen Nahverkehrs. Zeit aufzustehen und zu frühstücken.
Für heute haben wir uns eine große Strecke vorgenommen. Es geht bis in die Region Gardasee, wo wir noch einmal eine Zwischenübernachtung einlegen werden.

Brentino Belluno – Region am Gardasee

Von Livorno fahren wir durch bis zum Gardasee. Zwar legen wir häufig Pausen ein, aber größere Zwischenstopps gibt es keine mehr.  Am frühen Nachmittag erreichen wir den südlichen Gardasee. Wir entschließen uns, den Wohnmobilstellplatz in Brentino Belluno anzufahren. Den alten Stellplatz im Ort hatte ich zuletzt vor 10 Jahren besucht, jetzt gibt es einen neuen offiziellen Wohnmobilstellplatz ganz in der Nähe mit Strom sowie einer Ver- und Entsorgungseinrichtung. Auch dieser Platz ist wieder kostenlos, nur die Entsorgung kostet Geld. Geld, das manche hierfür nicht ausgeben möchten. Was sind das nur für Schweine, die auf einem ohnehin kostenlosen Stellplatz keine 1€  für die Entleerung der WC Kassette bezahlen möchten und ihren Dreck in den verschlossenen Schacht (der öffnet nur bei Bezahlung) kippen? Die Folge für alle anderen: Das Entsorgungsrohr ist verstopft, verdreckt, defekt und unbrauchbar.

Fotos oben: Stellplatz Brentino Belluno

In der Dorfmitte beginnt ein wunderschöner Wanderweg hoch zu Italiens höchstgelegener Wallfahrtskirche Madonna della Corona. Für diese Wanderung ist es uns heute schon zu spät. Von unserer letzten Wanderung dorthin wissen wir, dass wir dafür etwa 2 Stunden für den Aufstieg benötigen würden.
Die Nacht in diesem Tal ist ruhig und kalt. Der bevorstehende Winter lässt grüßen.

Über den Brenner und die Inntalautobahn geht es direkt nach Hause. In Kufstein tanken wir nochmals voll, das sind etwa 30 Cent weniger pro Liter  als zur gleichen Zeit in Deutschland.
Jetzt steht zu Hause erst einmal eine Komplettreinigung des Wohnmobils an. Innenraum, Dach und außen bekommen eine gründliche Wäsche natürlich von mir selbst.

 

Das wars. Ich hoffe,  es hat euch Spaß gemacht auf der Tour „mitzufahren“

 

Eine Karte der TourFoto: Die Karte kannst du auch vergrößern – klick auf Karte

 

 

Noch einige Zahlen:

Gefahrene Kilometer 3250
Gasverbrauch gewogen 5,4 kg
Reisezeit fast 4 Wochen
Durchschnittlicher Dieselverbrauch pro 1oo km lt. Fahrzeugdisplay 9,0 Liter

 

 

 

 

19 Kommentare zu „Sardinien Herbst 2021 – Teil 11“

    1. Hallo Picpholio, ja auch uns hat die Reise super gefallen und solche Nebendinge wie die Verspätung der Fähre, die muss man einfach hinnehmen. Vielen Dank für deinen Kommentar und schöne Grüße. Wolfgang

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  1. Es hat sogar sehr viel Spass gemacht euch zu begleiten! 🙂
    Von eurer letztjährigen Sardinientour hatte ich mir die Karte von der Tour, die du am Schluss online gestellt hattest ausgedruckt – man weiss ja nie, wann man sie brauchen kann 🙂

    Das mit der Warterei am Fährhafen ist schon nervig. Denke immer noch gerne an die „Camping on Bord“ Fähren zurück. Das war völlig entspannt.

    Die „Schweine“ unter den Wohnmobilfahrern werden leider immer mehr. Manche benutzen sogar den Frischwasserschlauch um die Kassette zu spülen. Deswegen verwenden wir nur unseren eigenen Schlauch.

    Dankeschön, dass du uns an der Tour durch Sardinien hast teilnehmen lassen! 🙂
    Liebe Grüsse Karin

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    1. Hallo Karin, das ist ganz lieb, vielen Dank. Ja so eine Karte könnte ich auch von dieser Tour noch anhängen. Muss mal die nächsten Tage schauen. Camping an board wäre mein Traum, da hast du dein eigenes Wohnmobil als Unterkunft und reist völlig entspannt. Gibt es aber zur Zeit nur nach Griechenland soviel ich weiß.
      Um solchen Schweinderl aus dem Weg zu gehen, nehm ich entweder den eigenen Schlauch oder noch öfter die eigene Gießkanne. Freut mich, dass die Tour gefallen hat und ganz liebe Grüße. Wolfgang

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  2. 9 Stunden Fahrt auf dieser riesigen Fähre ist schon heftig, aber dieser Sonnenuntergang ganz toll und auch am Ziel angekommen, eine wunderschöne Landschaft!
    Liebe Grüße und danke fürs teilen deiner so tollen Bilder, Eindrücke der Reise!

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    1. Hallo Hanne, ja 9 Stunden Fährfahrt sind echt heftig und dazu kommt noch, dass man den Lesestoff für die Überfahrt ja schon bei der Hinfahrt oder spätestens dann im Urlaub „ausgelesen“ hat. Vielen Dank und schöne Grüße Wolfgang

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    1. Hallo Sigrid, so ist es tatsächlich. Davon zehren wir jetzt ein ganzes Jahr und selbst danach erinnern wir uns wahrscheinlich wieder gerne daran. Es ist immer wieder schön wenn alles gut gegangen ist. Vielen Dank und schöne Grüße Wolfgang

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  3. Lieber Wolfgang, ganz herzlichen Dank fürs Mitnehmen! Wir haben 4650 km abgerissen, zu den anderen Daten kann ich leider keine Zahlen liefern.
    Unser Womo ist sauber und bereit für die Halle. Morgen geht`´‘ s ab ins Winterlager bis Ende März.

    Und… ? Schon Pläne für die kommende Saison?
    Liebe Grüße
    Gila

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    1. Hallo Gila, freut mich, wenn der Bericht lesenswert und interessant war. Irgendwie möchte ich die „Saison“ noch nicht abschließen, das hängt aber sehr viel vom Wetter ab. So kleine Kurztouren würde ich gerne noch machen. Jetzt steht das WoMo halt mal frisch gewaschen und sauber in seiner Halle. Abmelden werde ich es dieses Jahr wahrscheinlich auch nicht. Was nächstes Jahr passiert, weiß ich noch nicht. Einerseits gibt es in Italiens Toskana und im Süden noch viel Schönes zu sehen, andererseits würde ich auch gerne mal in die Bretagne / Normandie.
      Vielen Dank für deinen Kommentar und schöne Grüße in den Norden. Wolfgang

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  4. Vielen lieben Dank für’s Mitnehmen! 🙂 Das tut gut, nachdem durch meinen Unfall dieses Jahr gerade mal 10 Reisetage möglich waren und der für dieses Jahr geplante Trip nach Kroatien und … ausfallen musste. So war dein Bericht wenigstens ein schöner Anstoß zum Träumen – vielleicht nächstes Jahr 😉. Sollte es Sardinien werden, sind deine Reiseeindrücke mit dabei… 😊

    LG, der WoMolix war da. 🙂

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    1. Hallo Womolix, vielen Dank. Das mit deinem Unfall habe ich soeben gelesen und wünsche gute Besserung. Wie schmerzhaft so eine Fußverletzung sein kann, musste ich die letzten 3 Monate selbst feststellen. Ich hatte Probleme mit Sehne und Fersensporn aber jetzt scheint es wieder besser zu sein. LG Wolfgang

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