Sardinien Herbst 2021 – Teil 6

Fortsetzung von Teil 5
Gegen Abend erreichen wir den den Camping Spinnaker am Golf von Oristano. Obwohl der Campingplatz gefühlt halb leer ist, macht es der junge Mann an der Reception sehr spannend ob überhaupt noch ein Platz frei wäre. Nach einiger Wartezeit bekommen wir das ok, aber nur für eine Nacht. Morgen käme wohl eine größere Gruppe aus den Niederlanden und wir müssten bis 10 Uhr am nächsten Tag den Platz verlassen haben.
Die Nacht bleiben wir. Nach abstellen und anschließen des Wohnmobils genießen wir den Sonnenuntergang am Strand. Gleich danach machen wir uns nochmals auf, ein uns bekanntes Restaurant im etwa 2 km entfernten Zentrum aufzusuchen, wo wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Heute Morgen herrscht hier große Aufbruchstimmung. Nicht nur wir müssen bis 10 Uhr auschecken, auch noch 10 weitere Camper haben bis dahin ihren Stellplatz zu räumen. Die dann freien Parzellen werden für die niederländischen Camper benötigt. Die hatten schon Wochen vorher diese Plätze reserviert. Bei einigen Wohnmobilkollegen ist die Enttäuschung über eine nicht mögliche Verlängerung spürbar.
Uns hat man dadurch die Entscheidung abgenommen, denn wir wußten ja schon gestern das dies so ist.

Buggerru

Über Terralba und Guspini geht unsere Fahrt auf der SS126 weiter nach Buggerru. Unser Navi mag offenbar das Städtchen Guspini nicht. Wie schon im letzten Jahr (das weiß ich noch genau) versucht es uns durch alle möglichen und unmöglich Seitengassen zu lotsen. Nachdem wir hier eine ½ Stunde gekreiselt haben, kommt die Karte raus und es wird nach Wegweiser gefahren. Ja auch sowas gibt´s hin und wieder und ist mit ein Grund dafür, warum ich ohne vernünftige Straßenkarte – trotz Navi – nicht losfahren würde.
Wenn ich an den Strand von Buggerru bei unserem Besuch im letzten Jahr denke, dann komm ich heute noch ins Schwärmen. Damals hatten wir leider das Pech, dass das Wetter derart stürmisch war und der Sand so stark über unser Fahrzeug peitschte, dass an einen längeren Aufenthalt hier nicht zu denken war. Heute haben wir Glück. Wir erreichen Buggerru bei herrlichem Wetter.
In Buggerru gibt es zwei Stellplätze. Einen direkt am Hafen und einen anderen schönen Terrassenplatz etwas vor dem Ort. Der Platz am Hafen hat eine brauchbare Ver- und Entsorgung, aber die Fahrzeuge stehen dort in der ersten Reihe so eng wie die Sardinen in der berühmten Dose. Auf dem anderen Stellplatz, dem Terrassenplatz,  wird gerade ein traumhafter Platz frei, was uns die Entscheidung natürlich abnimmt. Die Zusatzeinrichtungen kannst du hier allerdings vergessen, brauchen wir aber auch nicht.

Foto: Ein terrassenförmig angelegter Stellplatz oberhalb des Strand

Fotos oben: Der Strand von Buggerru und ein Sonnenuntergang am Wohnmobilstellplatz

Foto: Ort Buggerru

Capo Pecora

Am nächsten Tag geht es weiter zum Capo Pecora. Das ist nur wenige Kilometer von Buggerru entfernt. Alternativ hätten wir auch hier auf dem Capo übernachten können, dies wäre zu dem Stellplatz der ohnehin keine brauchbare Infrastruktur zu bieten hatte sich auch eine gute Wahl gewesen.

Foto oben: Am Capo Pecora

Es geht weiter Richtung Süden, der Küste entlang.

Pan di Zucchero

Der Pan di Zucchero ist eines der imposantesten und spektakulärsten Naturdenkmäler der Insel und das Wahrzeichen der Küste um Iglesias. Dieser imposante Felsen ragt in der traumhaften Bucht von Masua,  nur wenige Meter vom Festland entfernt aus dem Meer. Sowohl die wunderbare Bucht, als auch der Pan di Zucchero sind Sehenswürdigkeiten welche man unbedingt in der eigene Reiseplanung berücksichtigen sollte.
Schon vergangenes Jahr wollten wir diesen Ort näher besuchen, fanden aber die Zufahrt zum Parkplatz nicht.

Foto oben: Der Parkplatz bei Masua mit GPS Daten

Hier noch einige Fotos und auch von der traumhaften Bucht bei Masua:

Wenn du diese Bucht verlässt, dann hast du Tränen in den Augen
Wir verlassen die wunderschöne Bucht von Masua. Wir fahren auf der Küstenstrasse weiter nach Fontanamare, einem absoluten Eldorado der Kitesurfer.

Fontanamare

Die Westküste Sardiniens hat viele kilometerlange Sandstrände und auch für Surfer den passenden Wind zu bieten. Anders als Buggerru läßt sich aber Fontanamare verkehrstechnisch besser und schneller erreichen. Die Berge und engen Ortsdurchfahrten hat man hinter sich gelassen und die Gegend wird ebener. Wir beobachten noch lange die Surfer in der Nachmittagssonne.

Noch heute nehmen wir einen größeren Standortwechsel vor. Wir fahren vom Golfo di Gonnesa an der Westküste direkt an die südliche Ostküste unterhalb in Nähe von Pula. Dort werden wir uns einen schönen Campingplatz suchen.

 

Fortsetzung folgt…..

 

16 Kommentare zu „Sardinien Herbst 2021 – Teil 6“

    1. Hallo Peter vielen Dank. Das Wasser hat absolut Badetemperatur. In der Nachsaison sind halt nicht so viele Leute unterwegs. Ich schwimm auch nur immer 10 Minuten, dann bin ich wieder eine längere Zeit aus dem Wasser. Liebe Grüße Wolfgang

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      1. ich habe mal bei einem Urlaub auf Rhodos mich über die schönsten Strände und Buchten erkundigt und mit dem Mietwagen größtenteils alle abgefahren. Sie sind teilweise schlecht ausgeschildert und von Touristen kaum besucht. Viele Griechen am Wochenende besuchen sie allerdings.
        Nachteil, es gibt niemand der sie pflegt und sie sind der Natur überlassen. Toiletten ect. auch Fehlanzeige. Manche waren so schön sie sind leider vermüllt . Das ist schon sehr schade und für mich nicht nachvollziehbar. Ich kann doch meinen Müll wieder mitnehmen. Andere nach mir wollen die Strände doch auch noch genießen können ! LG Manni

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  1. Hallo Wolfgang,
    ich bin noch nicht ganz durch mit deinen „Fortsetzungen“, aber ich bin jetzt schon neidisch (positiv gemeint) auf euren tollen Urlaub mit so schönen Stränden und die Wolken auf dem vorletzten Foto sind ja total außergewöhnlich. Mit Wohnmobil hat man derzeit Vorteile, weil man doch wesentlich unabhängiger ist. Auf Sardinien war ich wirklich noch nie, obwohl ich nicht zählen kann wie oft wir schon in Italien waren.
    Vielleicht sollten wir einfach mal hinfliegen? Herzliche Grüße, Sigrid

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    1. Hallo Sigrid, ganz lieben Dank. Die Strände auf Sardinien und das türkisblaue Meer sind schon einzigartig. Oberdrauf kommen noch die vielen kleinen verwinkelten Badebuchten die man meist nur zufällig entdeckt. Ein Flug und gleich von zuhause aus einen Mietwagen mitbestellen ist eine der besten Optionen. Wünsche noch viel Spaß beim lesen der restlichen Teile. Liebe Grüße Wolfgang

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