Museumsschiff U 434

Wie schon in meinem Reisebericht Schleswig-Holstein Teil 4 erwähnt, besuchten wir während unseres Hamburg Aufenthaltes auch das U-Boot Museum am Hamburg Altonaer Fischmarkt.
Im Reisebericht habe ich ja versprochen, die Fotos vom Innenleben des U-Bootes später nachzuliefern. Dem komme ich gerne nach.
Auf so einem U-Boot seinen Militärdienst ableisten zu müssen ist schon ein beklemmendes und für mich unvorstellbares Gefühl. Nichts für Menschen mit Klaustrophobie oder anderen Angstgefühlen.  Wir hatten das Glück das U-Boot ganz alleine besichtigen zu können. Das war einerseits Corona und andererseits der frühen Stunde gleich nach Museumsöffnung geschuldet.
Wenn man das U-Boot besichtigt, dann kann man sich so gar nicht vorstellen, dass auf diesem 90 Meter langen Boot 84 Marinesoldaten ihren Dienst tun mussten und das zum Teil unter unvorstellbaren Bedingungen. Während einer Tauchfahrt wird an Bord eine Arbeitstemperatur von mehr als 40 °C und im Motorraum sogar von mehr als 60 °C erreicht.
Hier noch einige technische Angaben zum U-Boot, die ich der Informationstafel am Museum entnommen habe:
Bei dem U-Boot im Hamburger Hafen handelt es sich um das U-Boot U434 der sowjetischen Marine. Dieses Boot konnte vom Museum von den Sowjets erworben werden und liegt seit 2010 an der Landebrücke in Altona.
Länge: 90 m
Besatzung: 84 Marinesoldaten
Inbetriebnahme: 1976
Ausgemustert: 2002
Antriebsmotoren:
3 × Typ-2D42-Dieselmotoren mit je 1900 PS
2 × PG-101-Elektromotoren mit je 1.350 PS
1 × PG-102-Elektromotor 2.700 PS
1 × PG-104-Elektromotor 140 PS
Bewaffnung:
6 Torpedorohre
24 Torpedos
und etliche Minen

Hier noch einige Fotos,
die Fotos mit Beschreibung gibt es hier auch noch größer:  Link

 
Diese Fotos mit Beschreibung  gibt es hier auch noch größer – Link

 

 

20 Kommentare zu „Museumsschiff U 434“

    1. Hallo Pit, ich denke auch das dies schon eine gewisse „Elite“ unter den Marinesoldaten sein musste und zu groß durften die Soldaten auch nicht sein. Liebe Grüße und dir noch einen schönen Urlaub. Wolfgang

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  1. wow absolut genial ! Ich war in einem im Technik Museum in Speyer !

    https://mannisfotobude.wordpress.com/2019/01/28/u-boot-museum-speyer-teil-4/

    Man kann sich nicht vorstellen hier Tage oder Wochen zu arbeiten. Die Enge würde mich verrückt machen ! Ich denke da immer an die U-Boote im 2.Weltkrieg die ja auch Feindberührung hatten.
    Viele Soldaten sind dort in den stählernen Särge umgekommen und nicht mehr nach Hause zurückgekehrt. Unvorstellbar

    ps. Habe die Fotos in „Groß“ angeschaut !! LG Manni

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Karin, ja absolut und dann die Einschläge in der Nähe. Unvorstellbar wie diese Marinesoldaten das ausgehalten haben. Leider kenne ich niemanden der mir davon hätte erzählen können.
      Liebe Grüße Wolfgang

      Gefällt 1 Person

    1. Hallo Annette, jetzt ist alles desinfiziert und geruchlos. Vielleicht noch etwas Geruch von Lack, vermutlich durch Nacharbeiten. Während der Einsatzzeit sicher ein strenges Gemisch von Schweiß, Oel, Diesel und anderem. Aber das ist wie bei Hundebesitzern, die nehmen den Geruch ihres Vierbeiners meistens auch nicht mehr wahr. Nur in Ausnahmefällen wenn der besonders stinkt weil er im Wasser war, dann riechts auch der Hundebesitzer selbst. Ähnlich mag es den Matrosen ergangen haben. 😉 Liebe Grüße Wolfgang

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  2. Hallo Wolfgang, ja, das haben wir uns auch mal angesehen, auch das in Laboe. Aber ehrlich gesagt, bin ich heilfroh, nach kurzer Zeit diese beengten Orte wieder verlassen zu können 😉
    Liebe Grüße
    Gila

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