weiter Italiens Süden – Teil 17 Orta Tal

Fortsetzung
Sulmona war einfach wieder traumhaft. Nach diesen wunderschönen Tagen geht es weiter ins Orta Tal.

Bolognano – im Orta Tal

Bolognano ist nur ein kleines Dorf, etwa 15 km von Popoli entfernt. Von hier aus führt ein Wanderweg ins Orta Tal und auch zur Cascata della Cisterna.
Unser Fahrzeug parken für in der Mitte des Dorfes auf einem normalen Parkplatz.

Gleich hinter der Kirche ist der Wanderweg ausgeschildert. Ein Weg führt hinunter in Flusstal der Orta und ein weiterer Wanderweg zur Cascata della Cisterna.
Der Weg ist anfänglich breit und gut ausgeschildert. Doch bald kommt für uns ein überraschender Hinweis, dass der Weg gesperrt und nur noch auf eigene Gefahr hin zu begehen ist. Der Pfad oder Steig ist bald fast nicht mehr als solcher zu erkennen. Wir folgen dem Pfad  trotzdem noch ein Stück weiter, bis dieser so schlecht wurde, daß auch  zum Steilhang der Schlucht keinerlei Sicherungen mehr vorhanden waren.
Wir brechen ab ! In den Jahren, in denen ich schon in den Bergen unterwegs bin, habe ich eines gelernt, nie das Hirn auszuschalten. Und das hier war einfach zu gefährlich.
Wir marschierten zurück und wählten den Weg hinunter ins Ortatal. Ein traumhaftes Tal, das aber auch hier nach einiger Zeit eine Grenze aufwies. An einem Steilhang im Flussbett ist auch hier Schluss.

Zurück im Dorf, löst sich das Geheimnis schnell auf.
Zwei ältere Dorfbewohner – die gerade gemütlich auf einer Holzbank gegenüber der Kirche sitzen – frage ich, ob wir den richtigen Wanderweg gewählt hätten oder ob es noch einen anderen Weg geben würde. Die beiden erklärten mir, dass dies schon der richtige Weg sei, aber dieser Weg gesperrt wurde. Letztes Jahr sind zwei Personen bei dem Versuch die Cascata Cisterna – über den Panoramaweg oberhalb der Schlucht – zu erreichen, tödlich verunglückt. Die Cascata della Cisterna ist zur Zeit nur durch das Ortatal per Flussdurchquerung zu erreichen.
Dafür sind wir aber leider heute nicht ausgerüstet.
Über Popoli geht unsere Fahrt weiter nach Santo Stefano di Sessanio.

Santo Stefano di Sessanio

Dieses Bergdorf hat nur noch rund 100 Einwohner aber einige Übernachtungsherbergen und Lokale. Dieses kleine Dorf liegt landschaftlich sehr schön unterhalb des Campo Imperatore in den Abruzzen. Mit einer Höhe von 1250 m gehört es zu den höchstgelegenen Orten Italiens. Das Gemeindegebiet gehört zum Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga. Santo Stefano di Sessanio ist ein vom Frühjahr bis Spätherbst gut besuchtes Wandergebiet.

… Blick Santo Stefano di Sessanio

Parkplätze im Ort gibt es nicht, lediglich unterhalb des Dorfes, nahe einer Kirche ist eine Parkmöglichkeit  (GPS 42.341742, 13.648413)
Eines der Wahrzeichen der Abruzzen ist die fast 1000 Jahre alte Burgruine Rocca Calascio, die zusammen mit der Kirche Chiesa di Santa Maria della Pietà auf vielen Titelseiten von Reiseführern abgebildet wird.
Von Santo Stefano di Sessanio aus, führt ein schöner Panorama-Wanderweg zu diesen beiden Sehenswürdigkeiten, die auf einer Höhe von fast 1500 m liegen. Wem der 1 ½ stündige Hinweg zu lang ist, der findet auch von der Gemeinde Calascia aus, einen deutlich kürzeren Aufstieg. Allerdings ohne „Panoramaweg“ 😉
Die Kirche Chiesa di Santa Maria della Pietà, wird nur noch zu bestimmten festlichen Anlässen geöffnet wird.

… hinten links ist noch Santo Stefano zu erkennen … Blick über die Abruzzen… hinten links die Kirche und Rocca Calascio … Rocca Calascio auf 1460 m Höhe … Teil von Rocca Calascio Kirche Chiesa di Santa Maria della Pietà gleich unterhalb der Burgruine

Nach Beendigung unserer Wanderung besichtigen wir noch Santo Stefano di Sessanio, auch in der Hoffnung ein passendes Lokal bzw. Restaurant zu finden. Das finden wir zwar, aber leider öffnet die Küche erst ab 20 Uhr, was uns einfach zu spät zum Abendessen ist.
Wir übernachten hier in Santo Stefano di Sessanio auf dem Parkplatz bei der Kirche, zuvor genießen wir noch den abendlichen Himmel der Abruzzen. Auf über 1200 Meter Höhe wird es auch diese Nacht wieder kalt, wovon man aber in einem Wohnmobil nichts merkt.

Fortsetzung (zum letzten Teil)  folgt …

 

12 Gedanken zu „weiter Italiens Süden – Teil 17 Orta Tal

    1. Labby Autor

      Hallo, das ist halt immer Glückssache mit dem Wetter und muss man nehmen wie es ist. Vielen Dank und viele Grüße Wolfgang

      Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Peter, vielen Dank und das aus deinem Munde. Ich könnte doch dein Lehrling sein. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
      1. notiznagel

        Wir fragen uns bei jedem Betrag wo der Labby wohl das wunderschöne Wetter her hat. Bei uns, an den Hügeln von MONTEFOLLONICO regnet es wie aus Badewannen 🛁.

      2. Labby Autor

        Hallo liebe Müllers, habt ihr keine Wetter App? 🙂 oder einen Wetterbericht 🙂
        Nein, jetzt mal im Ernst, das ist einfach Glück 😉
        Liebe Grüße und bald sonniges Italienwetter. Gruss Wolfgang

    1. Labby Autor

      Hallo Gila, vielen Dank. Ja Italien hat schon seinen besonderen Reiz. Am liebsten würde ich sofort wieder los. Aber im Moment scheint ja das Wetter auch nicht so besonders zu sein. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort

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