weiter zu Italiens Süden – Teil 7 Leuca

Fortsetzung
Heute geht es weiter, ganz hinunter zum Absatz des italienischen Stiefels.

Gedanken zum Umwelt – und Klimaschutz

Bevor ich in meiner Reiseberichterstattung weiter schreibe, möchte ich noch einige Eindrücke und Gedanken zum Umwelt – und Klimaschutz loswerden, die mich nachdenklich machen.
Je weiter man in südliche Regionen kommt, sieht, spürt und riecht man, dass sich hier nur wenige Menschen Gedanken zum Umwelt- und Klimaschutz und somit über ihre zukünftige Lebensgrundlage und die ihrer Kinder machen.
Ich habe mich oft schon gefragt, wie schafft es meine beim Obstkauf verwendete Plastiktüte ins Meer ? Weht der Wind sie aus der Mülltonne oder wird die Mülltonne nicht richtig entsorgt ?
Jetzt kann ich es mir denken. Vermutlich schafft es meine Plastiktüte gar nicht ins Meer zu gelangen, vielmehr ist dies der ganze Plastikmüll der hier direkt am Meer in Häfen, an Stränden oder einfach in der Gegend herum liegt und mit dem nächsten kräftigen Herbststurm ins Meer getrieben wird. Auch mit alten und ausgedienten Fischernetzen – Todesfallen für viele Meereslebewesen – wird entsprechend sorglos verfahren. Schockierend sind auch die zahlreichen wilden Müllkippen, die ganz ungeniert immer wieder nachgefüllt werden. Selbst ganze Gefrierschränke entsorgt man, in dem man diese einfach über den Hang hinunter kippt. Ganz sicher hat sich niemand die Mühe gemacht, das ozonschädliche FCKW vorher fachgerecht zu entsorgen.

…Plastikmüll direkt am Hafen …oft werden ganze Landstriche in Rauch gehüllt. Gehölze oder Überrest in der Landwirtschaft werden einfach verbrannt …Schnittgut und Gehölze werden verbrannt, der Boden oft mit Feuer unkrautfrei gemacht ...wilde Müllkippen …selbst vor der illegalen Entsorgung eines Gefrierschrankes wird nicht halt gemacht

Wie schön und sauber ist doch Deutschland, Österreich und viele skandinavische Länder. Wer kennt sie nicht – Gretas Friday for Future Bewegung. Aber zwischenzeitlich kommen mir Zweifel, ob wir uns nicht Sorgen machen müssen über die Arbeitsplätze für unsere Kinder. Ob wir nicht zu schnell und heftig an der Stellschraube drehen. Viele Automobilzulieferer bauen massiv Arbeitsplätze ab oder schließen sogar ganze Werke.
Hoffentlich werden unsere Kinder uns nicht einmal fragen: „Wo sind denn die vielen Arbeitsplätze von damals geblieben ?“

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Fortsetzung
Heute Morgen geht es weiter. Wir fahren entlang der Steilküste, die uns immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das türkisblaue Meer bietet.

Santa Maria di Leuca

Eine kleine Hafenstadt, die den südlichsten Punkt Apuliens darstellt und eine der Außengrenzen der EU ist. Hier trifft der Golf von Tarent auf die Meeresstraße von Otranto. In der Umgebung von Leuca gibt es an der Küste entlang mehrere Grotten, welche interessierte mittels Schiffstouren besuchen können. Diese Touren werden im Hafen angeboten, wir haben diese nicht besucht.
Ein schöner Stellplatz, um Leuca zu besuchen ist der gut ausgestattete Platz „La Cornula“ , der sehr zentrumsnah liegt und auch einen schönen Blick auf den Leuchtturm hat. Der Platz kostet € 21,00 und ist – je nach Wetterlage – bis Ende September oder Anfang Oktober geöffnet.

Das Wahrzeichen ist natürlich der Leuchtturm und die Basilika Santa Maria mit seinem großen Vorplatz auf dem Kap.

…Hafen von Santa Maria di Leuca...in Santa Maria di Leuca …das Wahrzeichen, der Leuchtturm von Leuca…Hafen

Nach Leuca geht es auf der Küstenstraße SS 358 weiter. Eine traumhafte Strecke, die auch durch kleinere Orte führt aber leider mit viel zu wenig Möglichkeiten, um anzuhalten.

Fortsetzung folgt….

 

9 Gedanken zu „weiter zu Italiens Süden – Teil 7 Leuca

  1. notiznagel

    Das mit dem Plastikmüll überlegte ich mir auch schon. Im Moment kurven wir in Mittelitalien herum und sind wenig überrascht wie es an Straßenrändern und gar auf WOMO-Stellplätzen aussieht. Grauslig!
    In CH wurde über das Wochenende das Parlament neu bestellt. Wie zu erwarten wird jetzt alles Grüner. Natürlich auch die Gesetze. Wie aber die kleine Schweiz das Weltklima verbessert frag ich mich. Wenn die großen Nationen es nicht mal schaffen ihren Müll umweltschonend zu beseitigen.

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    1. Labby Autor

      Hallo liebe Müllers, ja da sind wir uns einer Meinung. Ähnlich ist es doch auch bei uns in Deutschland. Was mich besonders ärgert ist, dass man an die eigentlichen Dreckschleudern wie die Kreuzfahrtschiffe oder auch den Flugverkehr nicht rangehen möchte. In Gallipoli habe ich täglich gesehen, welche Rauchwolke Kreuzfahrtschiffe hinter sich herziehen und auch im Hafen noch rausblasen.
      Aber trotzdem euch noch einen schönen Italien Urlaub und liebe Grüße Wolfgang

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      1. cablee

        Ich schließe mich mal euren Aussagen an. Das Thema war auch bei unserem jetzigen Kroatien-Aufenthalt immer wieder bzw. immer noch präsent.
        Die schlimmste Vermüllung haben ich mal am Strand vor Neapel bei Solfatara gesehen. Als wäre eine ganze Schiffsladung an den Strand geschwappt. Was sicher nicht unwahrscheinlich ist…

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      2. Labby Autor

        Hallo Gila, vielen Dank für deinen Kommenatar. Neapel muss ja wirklich schlimm sein. Ich geb die Hoffnung nicht auf, dass das in Italien auch noch wesentlich besser wird. Gruss Wolfgang

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    1. Labby Autor

      Hallo Peter, vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, es ist tatsächlich so, dass Müllkippen ein Zeichen des Überflusses unserer Wohlstandsgesellschaft sind. Da ist halt das jeweilige Land gefordert etwas dagegen zu tun und im Sinne des Umweltschutzes ein brauchbare und umweltgerechte Müllentsorgung zu organisieren. Grüße nach Kanada von Wolfgang

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  2. mannisfotobude

    Einfach nur schlimm wenn diese Fotos sieht mit dem Müll und der nicht fachgerechten Entsorgung ! Da muss man aber nicht unbedingt nach Italien fahren, kann man teilweise auch bei uns erleben. Mir sind schon öfters Waldparkplätze aufgefallen die total vermüllt waren und Menschen ihren Sperrmüll abgeladen haben !

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    1. Labby Autor

      Hallo Manni, vielen Dank. Ja auch bei uns findet man hin und wieder Müllkippen, aber Gott sei Dank nicht derart häufig und krass. Deutschland ist wirklich schön, das merke ich immer wieder. Bestes Beispiel dein Bericht aus Oberstdorf. Liebe Grüße Wolfgang

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