Bip and Go – elektronische Mautabrechnung jetzt auch für Italien

Auf unserer 4 wöchigen Italientour konnten wir erstmals das elektronische Mautabrechnungssystem von Bip und Go ausprobieren. Diese elektronische Zahlungsmöglichkeit die mit Bip and Go ja schon seit längerer Zeit in Frankreich, Spanien und Portugal möglich ist, gibt es neuerdings auch für Italien. Im Vorfeld hatte ich viel von den Vorteilen dieses Abrechnungssystem gehört aber auch immer wieder von Problemen in Italien gelesen. Umso gespannter war ich auf dessen Nutzung.

Schon nach 2 Tagen war die Lieferung aus Frankreich angekommen. Das komplette Set kostet 24 Euro und beinhaltet bereits die Versandkosten aus dem Ausland. Für die Nutzung fallen neben den regulären Mautkosten lediglich €  1,70 Euro zusätzliche Gebühren an aber nur für den Monat in denen Bip and Go auch genutzt wurde. Die Abrechnung der Mautkosten wird dann gesammelt alle 4 Wochen durchgeführt. Der Vertrag hat keine Mindestlaufzeit und ist jederzeit wieder kündbar.

Anbringung an der Windschutzscheibe wie vom Hersteller empfohlen ganz oben neben dem Spiegel. Die Anbringung habe ich später geändert, mehr in der nachstehenden Beschreibung.

Gleich vorweg, Bip and Go funktionierte auf der kompletten Tour immer einwandfrei.
Beim einfahren in den Mautbereich ertönt ein leises Piepsignal und die Ampelanlage schaltet zeitgleich von rot auf grün. Die Schrankenanlage öffnet sich und auch beim durchfahren der Schranke ertönt nochmal ein leises Signal.
Mit Bip and Go ist man berechtigt die gelben Telepassspuren zu nutzen. Der Sender funktioniert aber auch auf allen anderen Fahrspuren die mit einem T auf gelben Grund gekennzeichnet sind.
Nutzt man B+G zum ersten Mal und ist sich nicht sicher ob mit der Freischaltung alles geklappt hat, dann ist es klug nicht die Spur zu wählen die ausschließlich für Telepass reserviert ist. Besser ist es das erste Mal eine Spur auszuwählen die sowohl von Telepass als auch mit biglietto / Ticket genutzt werden kann. Andernfalls kann es schon vorkommen, dass man dann die gelbe Telepassspur blockiert, sich nichts tut und sich hinter einem schnell eine Schlange wütender LKW Fahrer bildet, da diese ja nur die gelbe Telepassspur nutzen können.
Noch ein Hinweis zum Anbringungsort: Der Hersteller empfiehlt den Bereich hinter dem Innenspiegel rechts oben. Ist dieser Bereich schwarz gepunktet, so muss – laut Hersteller – der Badge dorthin geklebt werden.
Meine Erfahrung ist, dass dies relativ unerheblich ist. Ich habe meinen Badge jetzt in den unteren Teil der Windschutzscheibe versetzt, so dass ich die Scheibenverdunkelung in meinem Wohnmobil nachts wieder problemlos schließen kann. Einen Unterschied bei der Nutzung konnte ich bislang nicht feststellen.
Was man beachten sollte: Die Nutzung ist nur möglich und erlaubt für Wohnmobile die nicht höher als 3 Meter und nicht schwerer als 3,5 Tonnen sind !
Möchte man den Badge nicht benutzen, dann soll man diesen in der mitgelieferten silbernen Verpackung aufbewahren.
Fazit: Ein sehr schönes Gadget mit dem man sich schnell anfreundet. Kein Schlangestehen, eine reservierte Fahrspur ohne Wartezeit und eine bequeme Zahlung mittels Abbuchung vom Bankkonto.

 

2 Gedanken zu „Bip and Go – elektronische Mautabrechnung jetzt auch für Italien

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