Das Reifenkontrollsystem – ein interessantes Zubehör

Richtiger Reifenluftdruck ist wichtig, plötzlicher Reifenluftdruckverlust sehr gefährlich. Bei den Neufahrzeugen hat die EU dem entgegen gewirkt und ein Reifendruckkontrollsystem (kurz RDKS) bei Neufahrzeugen seit 2014 zur Pflicht gemacht.
Auf dieses Sicherheitselement wurde ich erst bei einer Reifenpanne an meinem Pkw aufmerksam. Ein Reifen hatte einen starken Luftverlust und das RDKS warnte mich frühzeitig. Ich konnte noch rechtzeitig eine Autobahnabfahrt nehmen und an einer Tankstelle mein Reifenproblem beheben. Bekanntlich wird man ja aus Schaden klug, diesmal hatte ich Glück gehabt, denn das hätte auch böse ausgehen können zumal der Reifendefekt hinten war und man auf Autobahnen auch gerne mal 120 km/h oder sogar schneller fährt. Auch ein Folgeschaden an der teueren Alufelge blieb mir nochmals erspart.

So ein Reifendruckkontrollsystem RDKS wollte ich jetzt auch im Wohnmobil nachrüsten und war gespannt wie einfach oder schwer sich die Nachrüstung darstellt und was dieses System bei Wohnmobilen taugt. Wohnmobile sind ja bekanntlich größer und länger als normale Pkw´s zudem weisen diese auch einen deutlich höheren Reifenluftdruck aus.

Und so funktioniert ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS):
Auf jedes Reifenventil wird ein Sensor aufgeschraubt, der Reifenluftdruck und Temperatur kontrolliert. Die Sensoren werden mit jeweils einer Knopfzellenbatterie (Typ CR 1632) betrieben und das Messergebnis per Funk an den Kontrollmonitor auf dem Armaturenbrett übertragen, so jedenfalls die Anleitung.
Für mein Wohnmobil habe ich mich für das System ELV Funk-Reifendruck-Kontrollsystem TM-516+SN für Euro 89,95 * entschieden und nachgerüstet. Dieses RDKS nutze ich nunmehr zwei Monate.
Das sind meine Erfahrungen mit dem ELV Gerät.
Zuverlässigkeit der Funkübertragung:
Meine größten Bedenken, dass die Funkübertragung im Wohnmobil aufgrund der Fahrzeuggröße mit etwa 7 Meter Länge und des Wohnmobilaufbaus nicht immer reibungslos funktionieren könnte, erwiesen sich schnell als unbegründet. Die Übertragung klappte immer reibungslos.
Montage:
Die Montage der Sensoren war einfach und auch an einen Diebstahl- oder Verlierschutz hatte der Hersteller gedacht.
Kontrollelement:
Als angenehm erwies sich, dass das Kontrollelement auf dem Armaturenbrett entweder mit dem integrierten Lithium-Akku oder auch mit 12 V Dauerstromanschluss (z.B. Zig.Anzünder) betrieben werden kann. Dies war für mich mit kaufentscheidend. Alle naselang irgendwelche Batterien zu wechseln wie bei manch anderem Gerät, wollte ich unbedingt vermeiden. Der Akku hält problemlos 24 Stunden und länger. Ein Ladekabel gehört zur Ausstattung. Auch eine Beleuchtung der Anzeige für Nachtfahrten ist eingebaut.
Programmierung:
Die Programmierung ist denkbar einfach. Sowohl die Warnschwelle für zu niederen Luftdruck als auch die Warnschwelle für zu hohen Luftdruck ist leicht einstellbar.
Warnhinweis:
Der akustische Warnton kommt deutlich, optisch wird er ebenfalls auf dem Display angezeigt. Ebenfalls warnt das Gerät vor einem starken Luftverlust und dann, wenn die Sensorbatterien an ihre Verschleißgrenze kommen.
Diebstahl- und Verlierschutz:
Der Diebstahlschutz – der mit einem einfachen kleinen Inbusschlüssel funktioniert – macht eine Reifendruckkontrolle an der Tankstelle ein bisschen unbequem. Es muss zuerst mit Inbusschlüssel der Sensor abgeschraubt werden und danach kann der Reifendruck korrigiert werden.
Messgenauigkeit:
Die Sensoren messen sehr genau und hatten bei mir maximal eine Abweichung von 0,1 bar. Das kann aber auch daher kommen, dass bei der Reifendruckkorrektur an der Tankstelle schon leicht abweichend befüllt worden ist.
Fazit:
Ein absolut empfehlenswertes Zubehör, das zudem leicht zu montieren ist. Der Kontrollmonitor lässt sich mit der mitgelieferten Halterung bequem überall fest montieren (muss ich noch machen) und auch der integrierte Lithium Akku bereitet nur Freude. Hilfreich ist auch die automatische Beleuchtungsanzeige bei Dunkelheit.  Einziger Wermutstropfen ist, man muss bei jeder Reifenluftdruckkontrolle den Sensor mit Inbus entfernen, aber damit kann ich gerne leben.
Man gibt so viel Geld für irgendwelchen Unsinn aus, da ist so eine Investition in die Fahrzeugsicherheit absolut sinnvoll.

* Hinweis: Das ELV Reifendruckkontrollsystem wurde von mir gekauft und bezahlt, es handelt sich hier um kein bezahltes Sponsoring. Aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses und auch der oben erwähnten Monitoreigenschaften habe ich mich für dieses System entschieden. Sicher gibt es auch andere gute RDKS.

6 Gedanken zu „Das Reifenkontrollsystem – ein interessantes Zubehör

    1. Labby Autor

      Hallo Peter, da seid ihr in Kanada uns im Vorteil. Bei uns gibt es so etwas erst seit 2014 serienmäßig. Vorher vermutlich gegen Aufpreis 😉 Ist aber ganz praktisch wenn man darauf hingewiesen wird, dass der Reifenluftdruck nicht mehr passt. Gruss Wolfgang

      Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Isa und Steff, das freut mich, dann denke ich die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Euch beiden wünsche ich auf eurer Europatour gute Fahrt. Ich bin virtuell dabei 😉 Gruss Wolfgang

      Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Thorsten, sicher eine gute Entscheidung. Ich hab das Kontrollpanel auf dem Armaturenbrett und schau automatisch öfters mal drauf. Das gibt mir immer ein beruhigendes Gefühl. Gruss Wolfgang

      Antwort

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