Italienreise: Adria und Grotte Frasassi – Fortsetzung 9

Italienreise – Fortsetzung:
Civitella del Tronto hatten wir jetzt schon zum zweiten Mal besucht und es war wieder schön. Heute Morgen geht es weiter Richtung Meer an die Adria. So einen oder zwei Tage wollen wir auch diesmal wieder einlegen und etwas abspannen. Ganz ohne fahren mit viel Bewegung am Strand.

Porto Recanati

Über San Benedetto del Tronto und Grottamare geht es der Adria entlang bis nach Porto Recanati. Selbst hier an der Adria haben alle Campingplätze noch geschlossen. Wir suchen zwar keinen Campingplatz aber es fällt uns halt auf, dass diese noch geschlossen oder mit den Vorbereitungen für eine Öffnung im nächsten Monat beschäftigt sind. In Porto Recanati bleiben wir 2 Tage. Niemanden stört es, dass wir uns jetzt ganz allein in Strandnähe stellen. Was uns noch mehr freut: Unsere aus den letzten Jahren geschätzte und immer gerne besuchte Pizzeria hat offenbar ganzjährig geöffnet. Nur wenige Italiener sind im Restaurant und wir bekommen leicht einen Platz, was an Ostern letztes Jahr fast unmöglich war 😉

 

Strandblick, direkt vom Wohnmobil aus

nur wenige Angler versuchen ihr Glücktraumhaft leere Stände

so ein traumhafter Platz am Meer, das geht wirklich nur in der frühen Vorsaison bis Anfang März

Nach zwei traumhaften Tagen mit Meerblick scheint sich das Wetter zu ändern. Ein italienisches Ehepaar aus Pescara, das sich mit seinem Wohnmobil kurzzeitig neben uns gestellt hat informiert uns, dass am späten Nachmittag oder gegen Abend mit Schlechtwetter und Sturm gerechnet werden muss. Und so kommt es dann auch. Schlagartig ändert sich das Wetter, Starkregen und Sturm zwingen uns unseren Traumplatz im Nu zu verlassen. Wir ziehen uns in die zweite Reihe zurück. Als auch dies nicht sicher erscheint und die ersten Mülltonnen durch die Gegend fliegen entschließen wir uns kurzfristig weiter ins Hinterland zu fahren. In Ancona – nur 9 km entfernt – wartet ein ruhiger und windgeschützter Stellplatz auf uns.

Stellplatz in Ancona, Via Franco Scataglini (GPS N 43.55143 und E 13.51458)

Der Stellplatz hier in Ancona ist ideal. Der Platz ist für Wohnmobile reserviert, kostenlos und gut ausgestattet. Gleich nebenan ein riesiges Einkaufszentrum und die Cafes perfekt zum frühstücken.
Heute Morgen geht es weiter über Jesi nach Genga zur Grotte di Frasassi.

Genga – Grotte die Frasassi

Direkt an der Grotte sind Wohnmobilstellplätze (GPS  N43.403284, E12.976258)  ausgewiesen auf denen auch übernachtet werden kann.  Ver- und Entsorgung sowie WC´s sind ebenfalls vorhanden. Die Zufahrt „Grotta di Frasassi“ ist gut ausgeschildert.
Die Höhlen von Frasassi zählen jährlich rund eine halbe Million Besucher. In der Hauptsaison muss deshalb mit einer Wartezeit bis zum nächsten Tag gerechnet werden. Die Höhlen können nur mit einem Guide besucht werden, der Eintritt kostet zur Zeit € 18,00 / Person.
Das schöne an der Vorsaison jetzt Anfang März, wir hatten nur eine Wartezeit von 30 Minuten für den Einlass.

der Stellplatz direkt an der Grotte, kostenlos und auch mit V+E ausgestattet

Laut Guide besteht die 5 km lange Höhlenanlage Frasassi aus sieben Räumen auch Säle genannt, von denen aber nur fünf besucht werden können. Die Höhle wurde 1971 zufällig entdeckt und als man deren Ausmaß und Größe feststellte dann auch 1974 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der erste Raum ist so groß und hoch, dass der Mailänder Dom problemlos dort hingestellt werden könnte.

Santuario Madonna di Frasassi

Vom Parkplatz der Grotte aus sollte man auf jeden Fall einen Abstecher in die Schlucht di Frasassi (Gola di Frasassi) unternehmen und das Heiligtum der Madonna di Frasassi besuchen. Fährt man die Straße Richtung Genga, dann kommt man nach wenigen Kilometern an einen kleinen Wanderparkplatz (Foto), von wo aus eine etwa 800 Meter lange Strecke nach oben zum Santuario Madonna di Frasassi führt. Diese Wallfahrtskirche die aus einem einfachen Steingebäude besteht und dessen Inneres teilweise in den lebenden Felsen eingegraben ist. In der Nähe befindet sich das Tempietto del Valadier, ein achteckiges Gebäude aus weißen Travertinblöcken, das im Jahr 1828 Papst Leo XII erbauen lies. Im Juni finden hier sonntags regelmäßig Wallfahrten zu diesem Heiligtum statt, entsprechend ist dann der Besucherandrang.

Kleiner Parkplatz für den Aufstieg zum Santuario Madonna di Frasassi Schlucht di Frasassi Weg  Tempietto del Valadier

Tempietto del Valadier

Innen: Wallfahrtskirche Madonna di Frasassi

Nach der kleinen Wanderung geht es zurück zum Stellplatz an der Grotte di Frasassi
Unsere Italienreise geht weiter – Fortsetzung folgt….
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13 Gedanken zu „Italienreise: Adria und Grotte Frasassi – Fortsetzung 9

  1. mannisfotobude

    toller Beitrag und ich denke die leeren Strände dürften bald der Vergangenheit angehören wenn die Saison langsam wieder anfängt . Wahrscheinlich typisch Adria Sonnenliege an Sonnenliege !
    Die Grotte natürlich super und mich wundert es dass die Fotos zu gut geworden sind. Muss man gute Lichtverhältnisse haben. 18.-Euro Eintritt ist aber auch ganz schön heftig.
    Auch die Kapelle super und speziell das 3.letzte Foto . Die Perspektive einmalig.
    Toller Beitrag !!!! Muss jetzt man schauen wo Ancona ist ! Ah ok unterhalb von Rimini !!!! VG Manni

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Manni, das mit den leeren Stränden ist spätestens dann vorbei, wenn die ersten Campingplätze und Hotels wieder öffnen. Aber es war schon traumhaft einmal so nah Strandluft schnuppern zu dürfen. Ich hatte auch geglaubt, dass 18 Euro für die Grotte ganz schön heftig sind aber im nachhinein muss ich sagen, das war jeden Cent wert. Ist auch so, dass eine Besichtigung eben nur mit dem Führer/Guide möglich ist und der erklärt alles super. Auch die Infrastruktur (damit meine ich den Bustransfer zum Höhleneingang und die Inneneinrichtungen) sind sehr aufwendig. Ja das von dir erwähnte Foto gefällt mit auch sehr gut, einfach Glückssache 🙂 Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
      1. mannisfotobude

        super und ja so ein leerer Strand hat schon was ! Wenn ich an die Menschenmassen denke die bald hier sind ist es rum mit der Schönheit. Ich kenne das vom Urlaub in Jesolo oder Rimini vor Jahren. Die Adria ist nicht so mein Fall aber früher ging man einfach mit den Kinder hin wo das fliegen noch so teuer war. Autourlaub und Meer, dann war die Auswahl nicht so groß !!!!

    1. Labby Autor

      Hallo Gila, ich kenne das. Da steigt der Öldruck und der Gasfuß scharrt schon mit den Hufen 🙂 Na da wünsch ich euch, dass alles nach Plan läuft und wünsche schöne Reisen. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
  2. ☼aktiv☼60plus☼

    Sehr schöner Reisebericht und die Fotos sind wirklich sehr beeindruckend. Kenne diese Gegend bzw diese Grotte nicht. So alleine wie ihr da wart ist ja schon einmalig in Italien. So leere Strände hatten wir im September in der Bretagne . Das war wirklich klasse.
    Ich lese mich so langsam durch deine Italienreise. Grüße Sigrid

    Antwort

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