Gewichtskontrolle für Lkw und Wohnmobile in Österreich

Das Thema oder besser gesagt die Problematik Übergewicht bei Wohnmobilen kennt jeder Camper und ist sicher schon einmal damit konfrontiert worden. Besonders Reisemobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht mit bis zu 3,5 t sind ja sehr beliebt, spart man sich doch eine Menge Mautgebühren und auch viele Bergstraßen sind für schwere Wohnmobile oft gesperrt. Mit immer mehr nachträglichen Ein- und Anbauten wie Solaranlage und Co verliert man schnell das tatsächliche Gewicht aus den Augen.
Auf meiner Rückfahrt von einer etwa zweiwöchigen Italientour hatte ich gestern das zweifelhafte Vergnügen bei der Einreise nach Österreich gewogen zu werden.
Bei der Kontrollstelle Arnoldstein – das ist der Grenzübergang von Tarvis in Italien nach Österreich – wurden alle Fahrzeuge mit einem Gewicht über 2,5 t durch eine Verkehrsleitsteuerung von der Autobahn auf den Kontrollpunkt geleitet. Erstaunlich wie schnell und zügig das Ganze abgeht. Innerhalb von Sekunden ermittelt die Waage das tatsächliche Fahrzeuggewicht und stellt sogar die einzelne Achslast der Vorder- und Hinterachse fest. Man könnte fast sagen es ist „weigh in motion“.

Wenn alles im grünen Bereich ist, wird man durchgewunken, ansonsten heißt es rechts rüber fahren und hat beste Aussichten auf ein sattes Bussgeld. Bei uns passte glücklicherweise alles, wir wurden sofort durchgewunken. Natürlich wollte ich wissen „wie schwer sind wir denn ? “ Die Kontrollgruppe der  Polizeibeamten lachte und deuteten auf die Anzeigetafel: 3520 kg. Das war ja nahezu eine Punktlandung. In Österreich gibt es bei Überladung keine Toleranz und es winken Bußgelder zwischen 100 und 5000 Euro.
Das war auf jeden Fall ein kleiner Weckruf. Das Wohnmobil werde ich mal wieder entrümpeln und alles überflüssige und nicht wirklich benötigte kommt raus. Auch muss ich nicht unbedingt mit fast vollem Frischwassertank zurück fahren.

Mein Reisebericht über die Tour kommt demnächst.

 

29.07.2019 :  Link passend zum Thema Gewichtskontrolle Österreich – Link
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8 Gedanken zu „Gewichtskontrolle für Lkw und Wohnmobile in Österreich

  1. Peter Klopp

    Vielleicht sollte man dankbar sein, dass es solche Kontrollen gibt. Ein Unfall auf Grund des Übergewichts könnte einem teuer zu stehen kommen. Mit einem vollen Wassertank braucht man auch nicht nach Hause fahren. Viele liebe Grüße aus Kanada!

    Antwort
  2. isasteffeuropatour

    Ja spannend.. und echte Punktlandung..
    .. wir haben uns in den zwei Jahren auf Reisen leider noch nie gewogen.. oder sind in eine Kontrolle geraten.. aber werden das mal in Angriff nehmen..
    Danke für diesen Beitrag.. 😆

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Isa und Steff, das war wirklich spannend bis zum Schluß 🙂 Unsere österreichischen Nachbarn sehen es vielleicht auch nicht so gern, wenn man nur durchreist, da muss man schon häufiger mit allerlei Kontrollen – auch beim Tempo – rechnen 😉 Vielen Dank für euren Kommentar und liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Manni, ja das ist eines der Schwerpunkte beim Wohnmobilfahren. Sei froh, dass dies beim Pkw kein Thema ist. Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort
  3. cablee

    Ups, mein Stresspegel fuhr schon beim Lesen hoch 🙂 Danke fürs Erinnern, dass man doch mal das Gewicht im Auge behalten sollte.
    Liebe Grüße

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Gila, vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, das mit dem Stressfaktor das glaube ich sofort. Zumal es ja in Europa mit dem Bussgeld sehr unterschiedlich gehandhabt wird.
      Kostet in Deutschland eine Überladung bis 10 % nur lächerliche 30 Euro, so wird man dafür in Österreich schon mit 170 Euro plus der Wiegekosten und plus der Kosten für das Nachwiegen gebüsst.
      In der Schweiz ist das ganze noch verrückter. Eine Überladung bis 5 % kostet in der Schweiz etwa 170 Euro und ab 5 % gibt es gerichtliches Strafverfahren, das dann aber richtig Geld kostet.
      In Frankreich ist es ähnlich, ab 5 % Überladung keine Weiterfahrt und eine Strafe bis 750 Euro.
      Es ist also nicht verkehrt ab und zu vor der Fahrt mal auf eine öffentliche Waage in Heimatnähe zu fahren 😉
      Liebe Grüße Wolfgang

      Antwort

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