Vom Spreewald in die Oberlausitz nach Bad Muskau und Görlitz

Von Fronleichnam übers verlängerte Wochenende wollen wir mit dem Wohnmobil vier schöne Tage im Spreewald und der Oberlausitz verbringen. Soweit es das Wetter zulässt planen wir neben Radtouren auch noch die sehenswerten Parkanlagen des Fürst Pückler in Cottbus und in Bad Muskau zu besuchen und wenn alles klappt auch noch einen Tag in Görlitz – einem sehenswerten Städtchen direkt an der polnischen Grenze – zu verbringen.

Lübbenau im Spreewald

In Lübbenau beginnen wir unsere Tour. Man kann es kaum glauben aber schon jetzt im Juni ist der Spreewald fast ausgebucht. Ein kleines Schild am Wegesrand führt uns zu einem sehr kleinen privaten Camping den eine ältere Dame mehr oder weniger im Garten betreibt. Die Sanitäranlagen sind zwar blitz blank haben aber den Charme der DDR Zeit. Da ist es wieder mal gut, wenn man sein eigenes Bad im Wohnmobil hat 😉 . Von Lübbenau aus unternehmen wir gleich eine Fahrradtour nach Lübben, ideal auch für Terry da es hier genug Möglichkeiten gibt immer wieder mal frei neben dem Bike her zulaufen. Terry hat ja ansonsten seinen Platz im Fahrradkörbchen. Im etwa 10 Kilometer entfernten Lübben gehen wir abends noch etwas essen. Ein Restaurant – gleich gegenüber dem Stadtmuseum – das ich von einem früheren Besuch noch in sehr guter Erinnerung hatte, entpuppte sich aber als Reinfall. Was so ein Pächterwechsel alles ausmacht 😉
Zurück am Wohnmobil gibt es noch einen Plausch mit unseren wirklich sehr netten Wohnmobilnachbarn, bis schließlich die Mücken die Oberhand ergreifen und wir uns ins Wohnmobil zurückziehen.
Die Nacht ist absolut ruhig, wie könnte es in dieser ländlichen Gegend auch anders sein. Mit Terry muss ich noch ausserhalb des Platzes eine Runde Gassi gehen was gar nicht so einfach ist, denn die ältere Dame hat Ihren Garten regelrecht verbarrikadiert. Das Gartentor ist geschlossen und mit Stacheldraht gesichert 😦  . Erst kurz vor 8 hat die liebe Dame ausgeschlafen und das Tor zur Freude von Terry geöffnet.

Heute morgen ist der Himmel total abgesoffen. Schon nach einer kurzen Radtour sind wir tropfnass und entschließen uns weiter nach Cottbus zu fahren. Der Platz hier in Lübbenau war nett und die ältere Dame sehr freundlich aber diese nächtliche Torbarrikade gefiel mir gar nicht 😦

 

Cottbus

Cottbus überrascht uns mit einem wunderschönen und gut ausgestatteten Wohnmobilstellplatz direkt im Spreeauenpark der anläßlich einer Bundesgartenschau geschaffen wurde. Gleich nebenan ist der Tierpark. Das Wetter ist heute leider sehr durchwachsen und mit längeren kräftigen Regenschauern muss man ständig rechnen. Gute Voraussetzungen für einen Besuch der Cottbuser Altstadt. Gleich neben dem Stellplatz befindet sich der Branitzer Park, eine von Fürst Pückler geschaffene sehenswerte Parkanlage mit Wasserpyramide (das ist die Grabstätte des Fürsten) und seinem Schloss. Die Parkanlage hier in Cottbus ist noch sehenswerter als die in Bad Muskau, aber dazu später mehr.
Mit den Fahrrädern geht es in die Altstadt, die ist etwa 3 km von unserem Stellplatz entfernt und gut über schöne Fahrradwege erreichbar. Zur Zeit findet gerade das Altstadtfest in Cottbus statt, das uns aber eher weniger interessiert.

Wohnmobilstellplatz Cottbus, schön in einer Parkanlage gelegen

das alte Elektrizitätswerk in Cottbus – heute Museum

das Wehr zur Stromerzeugung

Nach unserer Cottbus Besichtigung und einem kleinen Zug durch die Läden geht es wieder zurück zum Wohnmobil. Die Nacht hier im Spreeauenpark ist absolut ruhig, traumhaft wenn man bedenkt dass wir uns in einer Großstadt mit rund 100.000 Einwohnern befinden.

Heute morgen wollen wir uns noch den Branitzer Park ansehen, dessen Eingang keine 200 Meter von unserem Stellplatz entfernt ist. Der Branitzer Park von Fürst Pückler ist sicher die schönste und bedeutendste Parkanlage in Cottbus.

Branitzer Park von Fürst Pückler in Cottbus

Leider ist das Wetter heute morgen wieder völlig abgesoffen und die Schönheit der Parkanlage lässt sich deshalb nur erahnen:

Seepyramide, Begräbnisstätte Fürst Pücklers und seiner Frau Lucie

im Branitzer Park – hinten schaut das Schloß durch

im Branitzer Fürst Pückler Park

Schloß Branitz

Der Pergolagarten – im Hintergrund das Schloss Branitz

…und hier noch einige Fotos vom Spreeauenpark

im Spreeauenpark

im Spreeauenpark

im Spreeauenpark

Blumenmeer im Spreeauenpark

ein traumhafter Rosengarten

Bad Muskau – Fürst Pückler Park

Heute geht es noch weiter nach Bad Muskau, direkt an der polnischen Grenze. Sehenswert ist der Bad Muskauer Fürst Pückler Park, ein großer Landschaftspark im englischen Stil gehalten der sich auch noch auf der polnischen Seite fortsetzt. Der Ort selbst hat ausser Cafes und Parkverbotschilder für Wohnmobile nichts zu bieten. Den offiziellen Wohnmobilstellplatz hat man ganz an den Rand des Ortes verlegt. Die Ver- und Entsorgungseinrichtung sowie die Stromversorgung stammt vermutlich noch aus der Vorkriegszeit. Glücklicherweise konnte ich auf das alles verzichten. Vor einigen Monaten hatte ich mir einen Büttner Ladebooster für die Batterieladung eingebaut und der hat so wie es sein soll die Batterien schön voll geladen.

Wohnmobilstellplatz in Bad Muskau

ein Foto von Terry darf natürlich nicht fehlen, der kann´s schon gar nicht mehr erwarten

Neues Schloss im Fürst Pückler Park

Neues Schloss, links das alte Schloss

Neues Schloss

im Park

Altes Schloss

Gutshof

Gutshof

Gutshof

die Grenze verläuft mitten durch den Park

 

Görlitz

Heute morgen geht es nur 60 km weiter nach Görlitz. Görlitz mit einer absolut sehenswerten Altstadt  blieb im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen fast völlig verschont. Das Bild in der Altstadt ist durch Spätgotik-, Renaissance- und Barockbürgerhäuser geprägt. Die Grenze zu Polen ist keine 50 Meter entfernt.

die evangelische Pfarrkirche St. Peter und Paul – von Polen aus gesehen

Görlitzer Rathaus am Untermarkt

Görlitz

Görlitz

Görlitz

Pfarrkirche und die Lausitzer Neiße

Panorama Görlitz

Pfarrkirche

Görlitz

die Lausitzer Neiße – die Grenze

Görlitz

Görlitz

das Görlitzer Rathaus

Görlitz

Görlitz

viele nette Cafes

Fußgängerzone

Görlitz

….und eine kleine Belohnung mit Görlitzer Spezialitäten zum Schluss

Schön war´s. Am späten Nachmittag ging es dann auf die Heimfahrt. Die vielen Stau´s waren dann weniger schön 🙂

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10 Gedanken zu „Vom Spreewald in die Oberlausitz nach Bad Muskau und Görlitz

  1. traeumerleswelt

    Interessanter Bericht mit wunderschönen Bildern. Diese Gegend habe ich zuletzt Ende der 70er/Anfang 80er Jahre besucht. Görlitz hat sich seither optisch sehr vorteilhaft verändert. 🙂

    Antwort
    1. Labby Autor

      Vielen Dank, ja Görlitz hat sich nur positiv verändert. Da ist ja auch viel Geld hineingeflossen 😉

      Antwort
  2. Tanjas Bunte Welt

    Trotz ein paar Absaufer sieht und hört sich der Kurzurlaub herrlich an. Die Bilder sprechen dafür. Aber Stacheldraht und erst um 8 Uhr wieder geöffnet, dass kann schon mal ins Auge gehen bzw. dann auf die Wiese.
    Liebe Grüße

    Antwort
    1. Labby Autor

      Hallo Tanja, ja da hast du recht. War schon schön und auch das Wetter war im großen und ganzen in Ordnung. Hätte ja auch noch schlimmer kommen können. Liebe Grüße nach Linz 😉

      Antwort

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