Informatives zu Reifen und Räder

Wohnmobilräder und Reifen mal leicht erklärt und auf was man achten sollte. Wichtig ist zuerst der Blick in die Fahrzeugpapiere. Nur was im Kraftfahrzeugbrief oder in der COC (EG Übereinstimmungserklärung des Fahrzeuges) eingetragen ist, darf auch auf dem Fahrzeug verwendet werden. Alles andere sollte vorher mit einem technischen Überwachungsverein (z.B. TÜV oder Dekra) abgeklärt werden.

 

Wohnmobilrad

1 Reifengröße
Die Reifengröße muss in den COC Fahrzeugpapieren eingetragen sein. Ist ein C oder CP Reifen in den Fahrzeugpapieren eingetragen muss auch ein C (commercial) Reifen montiert werden. Das CP (Campingfahrzeuge) ist nicht zwingend vorgeschrieben, da es sich hier nicht um eine offizielle und genormte Bezeichnung handelt. Ein C (commercial) Reifen ist dann aber vorgeschrieben.

2 Traglastindex
Der Traglastindex gibt Auskunft darüber für welche Traglast der Reifen geeignet ist. Eine höhere Traglastzahl ist problemlos, da dieser Reifen in puncto Gewichtsbelastung mehr Sicherheit bietet, eine niedrigere Zahl als in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist jedoch nicht zulässig. Eine genaue Tabelle mit den entsprechenden Gewichten findet man hier

3 Produktionsdatum
Die DOT Nummer gibt Auskunft über das Produktionsdatum des Reifens. Die DOT 3816 sagt zum Beispiel aus, dass der Reifen in der Woche 38 im Jahr 2016 produziert wurde. Eine wichtige Information wenn man bedenkt das auch ein unbenutzt lagernder Reifen altert. Nach 6 – 7 Jahren würde ich einen Wohnmobilreifen spätestens ersetzen.

4 Einpresstiefe der Felgen
Die Einpresstiefe der Felgen ist in den Fahrzeugpapieren eingetragen und muss mit den tatsächlich verwendeten Felgen übereinstimmen. Die Verwendung von Felgen mit einer anderen Einpresstiefe ist nicht zulässig.

5 Lochkreis der Felgen
Der Lochkreis bestimmt den Abstand der einzelnen Gewindelöcher. Stimmt der Lochkreis nicht, dann läßt sich ein Rad nicht auf das Fahrzeug schrauben, da die Gewindelöcher nicht überein stimmen.

6 Angaben zum Reifendruck
Mit der PSI Angabe gibt der Reifenhersteller an, welcher maximale Reifendruck verwendet werden darf. Meist erfolgt die Angabe in PSI (pound per square inch). Ein bar entspricht in etwa 14,5 PSI. Eine Reifendruckangabe von 65 PSI bedeutet zum Beispiel ein maximal zulässiger Reifendruck von 4,5 bar

7 Wintertauglichkeit
Das sicherste Erkennungszeichen ob es sich um einen für Winter geeigneten Reifen handelt ist die Abbildung „Berg mit Schneekristall“ (Alpine-Symbol) das von der amerikanischen Straßenbehörde NHTSA vergeben wird und nur Reifen kennzeichnet, welche in einem Test eine bessere Traktion auf Schnee und Eis nachweisen konnten. Das Symbol „Berg mit Schneekristall“ ist auch auf Ganzjahresreifen zu finden.
Die Bezeichnung M+S (für Matsch und Schnee) ist keine geschützte Bezeichnung und wird von einigen Reifenherstellern auch auf Sommerreifen verwendet.

8 Ventil
Häufig werden Transporter- und Wohnmobilräder mit den Standard-Gummiventilen verkauft. Die realen Betriebsbedingungen von Wohnmobilen zeigen, dass gerade diese Fahrzeuge mit ihrer maximalen Gewichtsbelastung und hohem Reifenluftdruck für diese Standard-Ventile die Grenze der zulässigen Belastung darstellen. Bei diesen Rädern empfiehlt es sich deshalb unbedingt Metall-Ventile montieren zu lassen. Ein geringer Mehrpreis sorgt für deutlich mehr Sicherheit.

Allen weiterhin eine gute Fahrt. Der Beitrag gibt meine persönliche Meinung wieder und stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar.

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